p_66237nbild3Foto-djdManfred-BernhardStadt-Straubing Mächtig und prächtig: Straubing an der Donau. Foto: djd/Manfred Bernhard/Stadt Straubing

Woher kommen wir? Wie lebten die Menschen vor vielen Hundert Jahren? Und wie ist unsere heutige Gesellschaft entstanden? Der Vergangenheit nachspüren und sich dabei ein lebendiges Bild von dem zu machen, was einst war: Das können Touristen in der geschichtsträchtigen Stadt Straubing in Niederbayern. Fünf Tipps für ein historisches Stadterlebnis.



Kirchhügel mit Friedhof

Die Geschichte der ehemaligen Herzogsstadt an der Donau reicht mehr als 7.000 Jahre zurück. Kelten, Römer und frühe Baiern lebten einst dort, wo heute der Kirchhügel von St. Peter liegt. Stumme Zeitzeugen sind der historische Friedhof St. Peter und seine romanische Basilika. Drei gotische Kapellen und mehr als 1.000 Grabdenkmäler aus sieben Jahrhunderten komplettieren das außergewöhnliche Ausflugsziel von nationalem Rang.

Geschichte im Museum erleben

International bekannt ist das Straubinger Gäubodenmuseum. In der vorgeschichtlichen Abteilung spannt sich der Bogen der Exponate von der Jungsteinzeit bis zu den Kelten. Die Römische Abteilung ist derzeit eine der größten ihrer Art in Bayern. Weltbekannt ist der "Römische Schatzfund von Straubing": Zahlreiche römische Gesichtshelme, Beinschienen und Rossstirnen bieten hier den Besuchern einen Blick in die Lebenswelt eines römischen Kastellorts am Donaulimes. Die Abteilung "Baiern gefunden! Die Entstehung Straubings" widmet sich mit außerordentlichen Funden der frühen Stadt- und Landesgeschichte.

Lebensader der Stadt

Das Wort "Gäuboden" bezeichnet die fruchtbare Donauebene. Schon seit Anfang der Siedlungsgeschichte spielt der Fluss eine wichtige Rolle für die Stadt und prägt das Lebensgefühl. Ein Spaziergang am Donauufer mit malerischem Blick auf die Türme der Stadt und vorbei am ehemaligen Herzogsschloss ist ein Programmpunkt für jedes Alter. Impressionen aus der Gegend gibt es unter www.straubing.de.

Dürers Mosesfenster

Wer sich für Architektur begeistert, sollte in Straubing einen Abstecher zur päpstlichen Basilika minor St. Jakob und St. Tiburtius einplanen. Sie gehört heute zu den herausragenden Sakralbauten im Gebiet der niederbayerischen Donau. Mit ihrem Bau wurde in den Jahren nach 1400 begonnen. Unter anderem kann man hier das Mosesfenster nach Entwurf von Albrecht Dürer bewundern.

Stadt des Barocks und des Rokokos

Prächtige Hausfassaden, die monumentale Dreifaltigkeitssäule am Stadtplatz, Altäre, Kanzeln und Gemälde in den Kirchen: In Straubing entfalten sich Barock und Rokoko in großer Fülle. Im Zusammenspiel von Architektur, Skulptur und Malerei gehört die Ursulinenkirche der Gebrüder Asam als Gesamtkunstwerk und "heiliges Theater" zu den besonderen Schätzen der Kunst des 18. Jahrhunderts in Bayern. (djd)