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Südpfalz trifft Oberpfalz

Südpfalz trifft Oberpfalz

Kallmünz. Zu einer außergewöhnlichen Vernissage luden Berta und Albert Scholz in ihre Galerie am Fels. Die befreundete Künstlergruppe der Südpfälzischen Kunstgilde war zum wiederholten Mal in Kallmünz zu Gast und stellte viele unterschiedliche Exponate von neun Künstlern aus. Das Thema der Ausstellung zeigt auch gleich die tiefe Bindung, die zwischen den Gästen und den Galeristenbesteht: „Trifels und mehr ….. Südpfalz trifft Oberpfalz“.

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Die erste Ausstellung der Südpfälzer in der Oberpfalz war übrigens vor 17 Jahren, erzählte Berta Scholz bei ihrer Begrüßung. Möglich gemacht hatte diese Verbindung Charly Söllner von der Künstlergruppe MOSAIK. Auf die Frage, wie er denn auf die Idee gekommen sei, ausgerechnet dort bei einer Künstlerpartnerschaft anzufragen, meinte er schmunzelnd: „Ich war damals auf der Suche nach Künstlern, die aus dem gleichen Holz geschnitzt sind wie wir und sie sollten aus einem Weinanbaugebiet kommen. So kam eines zum anderen, wir haben in der Südpfalz schon einige Male ausgestellt und die Pfälzer bei uns. Über die Jahre ist eine Freundschaft entstanden, die über die künstlerischen Beziehungen hinausgeht.“

Berta Scholz zeigte noch mehr Beweise auf, warum sich die Südpfälzer und Oberpfälzer mögen. So ist beispielsweise beim Amtsgericht Bad Bergzabern die Inschrift „Bayerisches Amtsgericht“ zu lesen und nur wenige wissen, dass der Löwe im Bayerischen Wappen eigentlich ein Pfälzer Löwe ist. Bis heute gebe es bei der bayerischen Staatsregierung einen Pfalzbeauftragten, schloss Scholz. Monika Cirica-Schneider, Vorsitzende der Kunstgilde, freute sich, dass diese freundschaftliche Bindung, über die Landesgrenzen hinweg, schon über eine so langen Zeitraum besteht.

Die Künstlerinnen und Künstler, die in der Galerie am Fels ausstellen, präsentieren das vielfältige Spektrum der Kunstgilde. Gildepräsident a.D. Manfred Scherer hielt die Laudatio auf die unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstler und ordnete ihnen den passenden Wein zu, der von den Besuchern der Vernissage natürlich auch probiert werden durfte. Den Auftakt machte ein spritziger Secco, der genauso wie die Exponate von Sieglinde Enders und Petra Roquette Vitalität und Lebensfreude vereint.

Die feine Farbigkeit der Landschaften und Stilleben von Gabriele Schubert und Reinhold Klein deuten auf das Verhältnis des Malers zu seinem Objekt. Die Bilder sind nicht schrill und laut, sondern sprechen mit dezenter Nähe und Distanz genauso wie der Weiße Burgunder. Mit dem Sauvignon Blanc assoziiert man Süden, Freiheit, Offenheit und Unbekümmertheit, genauso wie Sonja Boileau und Uschi Felix ihre Landschaften, Stadtansichten und Reiseeindrücke mit hellen, freundlichen und frischen Farben assoziieren.

Die Breite des Rotweins korrespondiert mit den Exponaten von Matthias Göhr, Heidi Hielscher und Monika Cirika-Schneider. Am Ende fragte Manfred Scherer: Was haben Kunst und Wein gemeinsam? Sie sind Teile unserer Kultur. Die Ausstellung ist bis zum 2. September samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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