2 Minuten Lesezeit (405 Worte)

VIDEO: Quirins besonderes Winter-Hobby

VIDEO: Quirins besonderes Winter-Hobby

Schwandorf. Jetzt zur Osterzeit packen viele Menschen ihre Skier aufs Dach und nutzen die letzten Gelegenheiten für den Wintersport. Quirin Weihrauch aus Schwandorf ist ebenfalls begeisterter Skifahrer. Der Zwölfjährige pflegt hierbei aber noch ein ganz besonderes Hobby: Er legt seine eigenen Skilifte und Sesselbahnen an. Dabei nutzt er sowohl den eigenen Garten als auch Flächen im elterlichen Wohnhaus, um detailgetreu Skiloipen und Pisten, Ziehwege und Almhütten zu modellieren.

Dabei kennt Quirin jeden Hersteller und jedes Modell von Liften und Schleppern sowie von Pistenraupen und Schneekanonen. Es dürfte wohl auch nicht viele Knaben in der Oberpfalz geben, die in ihrem Kinderzimmer einen echten Liftsessel von der Decke hängen haben. Der stammt aus einem mittlerweile abgerissenen Lift in Kramsach in Tirol - und in genau diesen hat sich Quirin gesetzt, um dem Ostbayern-Kurier ein Interview über seine Freizeitbeschäftigung zu geben. „Das Faszinierende für mich ist dabei die Technik, wie das alles miteinander funktioniert“, sagt der junge Wintersport-Fan.

Nach seinen ersten Ausflügen ins Zillertal hat er sich dem Thema verschrieben und begonnen, eigene Modellandschaften zu bauen. Auch viele Sessel und Bügel am „Modell-Skigebiet“ im eigenen Garten hat er selbst gelötet. „Erst habe ich eine Gondelbahn gebaut, dann ist ein Sessellift dazugekommen, ein Schlepplift, drei Seillifte und ein Förderband“, zeigt er stolz. Auch eine Landkarte des Model-Skigebietes hat Quirin dazu angefertigt. Bei den Modellen in seinem Zimmer hat der Papa mitgebastelt. „Erst gab es ein Holzgerüst, dann haben wir ein Netz drübergetackert und den Rest mit Zeitung und Leim modelliert.“

 

Im normalen Leben besucht Quirin Weihrauch die sechste Klasse am Schwandorfer Carl-Friedrich-Gauss-Gymnasium. Lieber ist ihm aber freilich ein schöner Ski-Urlaub. „Bei uns fahre ich am liebsten am Arber, am Geißkopf und am Hohen Bogen, in Österreich gerne in Hochfügen oder am Stubaier Gletscher“, verrät er uns. Die Frage nach seinen Fähigkeiten beim Skifahren beantwortet er mit für sein Alter „bestimmt nicht schlecht“; angesichts der Gleichaltrigen, die in Österreich Rennen fahren, sagt Quirin, dass er sich da noch eine Scheibe abschneiden könne, „sogar viele Scheiben…“.

Auch beruflich – Stand heute – möchte Quirin Weihrauch irgendwann einmal in einem Skigebiet arbeiten, denn die Vielfalt der Aufgaben dort hat für ihn besonderen Reiz. „Das ist ein Rundherum-Beruf: Skilifte, Pistenpräparierung, Beschneiung, alles was halt so anfällt“, hieß es. Einen jungen Mann mit diesem Enthusiasmus kann man sich auch sehr gut in Tirol oder an einem anderen Skigebiet vorstellen. Bis dahin kann Quirin weiterhin seine Modelllandschaften mit den Liftanlagen ausbauen und technisch verfeinern.

Aus dem Nähkästchen - Erinnerungen eines Gendarmen
Pfefferspray und voreilige Kontrolle