1 Minuten Lesezeit (221 Worte)

Nach Bestellung im Darknet - Durchsuchungsbeschluss vollzogen

BtM_Polizei_SuRo (c) Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg

Sulzbach-Rosenberg. Bereits Mitte 2018 hat offensichtlich ein 26-Jähriger im Darknet (verborgener Teil des Internet) Rauschgift bestellt.

Die Lieferung kam jedoch nicht bei ihm an, sondern ging per Post an einen vorgetäuschten Absender in Nordrhein-Westfalen.

Dieser völlig ahnungslose Mann, der mit Rauschgift und dem Darknet gar nichts am Hut hatte, verständigte sofort die zuständige Polizeidienststelle im Raum Köln.

Die Beamten der dortigen Kripo stellten ein Päckchen mit wenigen Gramm Crystal sicher und ermittelten den Abnehmer, der in Sulzbach-Rosenberg wohnhaft ist.


Anzeige

Über die Staatsanwaltschaft Amberg wurde ein Durchsuchungsbeschluss beantragt und durch das Amtsgericht erlassen.

Am vergangenen Dienstag rückten nun die Ermittler und die Sachbearbeiterin der Polizeiinspektion früh morgens aus, um den Durchsuchungsbeschluss zu vollziehen.

In der Wohnung des 26-Jährigen konnte umfangreiches Beweismaterial, verschiedene Rauschgifte, andere teils noch nicht verbotene Substanzen auffinden und sicherstellen.

Auch der hochwertige wassergekühlte PC des Beschuldigten wurde zum Zwecke der Auswertung mitgenommen.

Insgesamt wurden geringe Mengen Kokain, Amfetamin, Haschisch, Marihuana und LSD-Trips sichergestellt.

Darüber hinaus fanden die Ermittler auch das als KO-Tropfen bekannt gewordene GHB (Gamma-Hydroxy-Buttersäure), verschiedene Pulverchen und drei Kilogramm eines indonesischen natürlichen Produkts, das jedoch in einschlägigen Kreisen als Stimulanz, die im Verdacht steht abhängig zu machen, bekannt ist.

Eine rechtliche Einordnung dieser Substanz wird gerade über die Staatsanwaltschaft Amberg herbeigeführt.

Der 26-Jährige wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen an seiner Wohnung entlassen.

Die Ermittlungen dauern noch.

Oratorienchor Schwandorf eröffnet die Konrad-Max-K...
Schulfußball-Tagung im Bezirk Oberpfalz