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Gotthardt will Beziehungen zu Tschechien fördern - positive Impulse gefordert

Gotthardt will Beziehungen zu Tschechien fördern - positive Impulse gefordert Der Regensburger Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt fordert weitere Unterstützung für die bayerisch-tschechischen Partnerschaften. In Prag traf sich Gotthardt unter anderem mit Martin Kastler, dem Verwaltungsratsvorsitzenden des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Foto: Philipp Seitz

Bayerisch-tschechische Städte- und Gemeindepartnerschaften haben einen besonderen gesellschaftlichen und politischen Wert. Das hat Tobias Gotthardt, Regensburger Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Europaausschusses im Bayerischen Landtag anlässlich seines Antrittsbesuches beim Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Prag betont. Im Gespräch mit dessen Verwaltungsratsvorsitzenden Martin Kastler und Mitarbeitern forderte Gotthardt eine weitere, starke Unterstützung auf Landes-, Bundes- und Europaebene: „Das beste Rezept gegen den grassierenden
Nationalismus und Vorurteile in Europa ist die persönliche, grenzübergreifende Begegnung. Das gilt es gerade in diesen turbulenten Zeiten der europäischen Einigung zu stärken."

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Allein in der Oberpfalz unterhielten 38 Städte und Gemeinden anerkannte Beziehungen zu Kommunen in Tschechien. Nach Angaben der Regierung der Oberpfalz sind es zwei Gemeinden im Landkreis Regensburg, außerdem ist Pilsen die Partnerstadt von Regensburg. „Sie sind tragende Säule unserer nachbarschaftlichen Beziehungen und tragen Begegnung in die gesellschaftliche Breite." Denn, so Gotthardt, so wichtig die guten Beziehungen auf Parlaments- und Regierungsebene seien: „Gekrönt wird all das durch den Austausch der Bürgerinnen und Bürger."

Konkret untermauern könne man das zum einen durch den Ausbau der Partnerschaftsförderung auf europäischer Ebene: „Wenn nur eine von drei Förderanfragen bei den Städtepartnerschaften einen positiven
Bescheid aus Brüssel bekommt, ist das eine enttäuschende Quote." Auch Bayern selbst könne die Bürgerbegegnung noch weiter fördern: Gerade zu Tschechien bräuchten Beziehungen von Gemeinden, Schulen und Vereinen positive Impulse.

Der tschechische Sprachunterricht an bayerischen Schulen verdiene „ein größeres Augenmerk" und einzelne Pilotprojekte, wie der deutsch-tschechische Kindergarten im oberfränkischen Schirnding,
„sollten im Grenzraum zur Regel werden, wo Kommunen das wollen". Fortschreiben, so Gotthardts Idee, ließen sich viele der Forderungen in einer Art „bayerisch-tschechischer Elysee-Vertrag 2.0 - wir haben Luft nach oben".

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