Mittwoch, 20. März 2019
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2 Minuten Lesezeit (321 Worte)
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Fledermäuse bevölkern Volkskundemuseum

Braunes-Langohr-mit-unter-die-Flugel-geklappten-Ohren_Andreas-Zilker Eine Fledermaus der Art Braunes Langohr mit unter die Flügel geklappten Ohren, die im Gewölbekeller beim Oberpfälzer Volkskundemuseum ihr Winterquartier bezogen hat. Foto: Andreas Zilker
Burglengenfeld. Im Oberpfälzer Volkskundemuseum sind nicht nur Kunst und Kultur zuhause – sondern auch eine stattliche Anzahl von Fledermäusen unterschiedlicher Arten. Darüber berichtet Rolf Dorn, der als Fachberater für Fledermaus-Schutz im Landkreis Schwandorf aktiv ist. 
In Nordbayern werden jedes Jahr mehr als 150 Objekte, zumeist natürliche Höhlen, aber auch Keller, Stollen und ähnliche Gebäude, auf ihren Fledermausbesatz von zum großen Teil ehrenamtlich tätigen Helfern kontrolliert. Da es sich bei Fledermäusen um besonders streng geschützte Tiere handelt, sind dazu besondere Kenntnisse und auch eine Artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung der Regierung zum Betreten der Winterquartiere erforderlich.


Seit einigen Jahren wird durch den ehrenamtlichen Experten Rolf Dorn, Schwandorf, im Zuge der Fledermausbestandskontrollen im Landkreis Schwandorf auch der alte Gewölbekeller beim Anwesen des Oberpfälzer Volkskundemuseums untersucht, nachdem Museumsleiterin Dr. Margit Berwing-Wittl darauf aufmerksam gemacht hatte.

Auch heuer konnte wieder in den Fugen des alten Mauerwerks eine stattliche Anzahl von Fledermäusen gefunden werden. Die Tiere sind als Insektenfresser auf sichere Winterquartiere angewiesen, in denen sie die nahrungslosen Wintermonate schlafend und damit energiesparend verbringen können. Sie haben dabei verschiedene Ansprüche was die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beschaffenheit des Quartiers betrifft.

Da sie in dieser kalten Jahreszeit von ihren Fettreserven zehren müssen, führt jede Störung der Winterruhe zu einem Aufwachen und somit zu unnötigem Energieverbrauch. Eventuell reichen dann die in den insektenreichen Sommermonaten angefressenen Fettpolster nicht mehr bis in den Frühling, wo sie in den Nächten wieder neue Beute machen können.

Erfreulicherweise fanden sich im Museumskeller in den letzten Jahren bis zu fünf überwinternde Arten wie das Große Mausohr, Fransen-, Wasser- und Bartfledermäuse und Braune Langohren. Die größte Population bilden heute Mausohr und Fransenfledermaus mit je neun Individuen.

Da sichere Überwinterungsmöglichkeiten wie auch Sommerquartiere, in denen die Fledermäuse ihren Nachwuchs bekommen und aufziehen können, immer weniger werden, ist es besonders wertvoll, dass es hier auf dem Grundstück des Oberpfälzer Volkskundemuseums einen geeigneten Keller gibt und dieser auch für die kommenden Jahre den Tieren im Winter zur Verfügung steht, berichtet Rolf Dorn.


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