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Reichtum vor unserer Nase: Heilkräuter und Gewürze

Probst Die slowenische Autorin Sabina Topolovec (rechts) stellte das neue Buch „Heilkräuter und Gewürze gegen Schmerzen“ vor, das Karin Hladnik (Mitte) ins Deutsche übersetzte. Links Friedigarda Lingl.

Schwarzenfeld. „Ein Reichtum wächst vor unsere Nase", sagt Sabina Topolovec und meint damit die Heilkräuter und Gewürze aus dem heimischen Garten. In weiten Teilen der Welt würden Kräuter und Gewürze als Heilmittel verwendet. „Viele Gewürze wirken so stark wie Medikamente", betonte die Kräuterexpertin bei einem Workshop im Haushaltswarengeschäft Probst in Schwarzenfeld. Nur ohne Nebenwirkungen.



Die Referentin und Buchautorin zieht natürliche Heilmittel „Medikamenten vor, die Leber, Nieren, Magen und Darm angreifen". Petersilie sei reich an Mineralstoffen und Vitaminen und wirke durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C belebend. Das Küchenkraut reguliere Verdauungsvorgänge und wirke harntreibend und uterusregulierend, „was sich positiv bei Menstruationsbeschwerden auswirken kann".
„Die Zitronenmelisse sollte in keinem Garten fehlen", erklärte die Referentin. Die darin enthaltenden Inhaltsstoffe helfen bei nervöser Unruhe, Schlaflosigkeit, bei Magenbeschwerden und bei Lippenherpes. Hildegard von Bingen empfahl das Kraut einst als Mittel, „welches das Herz freudig macht".


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Die Rose sei nicht nur die Blume der Liebe, sondern auch eine „intelligente Heilpflanze und ein Regulator für den Körper". Sie lindere Frauenbeschwerden, Schwindel und Kopfschmerzen und tue besonders der Haut gut. Basilikum diene nicht nur der Gaumenfreuden, sondern sei auch eine wertvolle Heilpflanze, betonte Sabina Topolovec. Er wirke wie „ein Besen im Körper" und lindere Entzündungen und Gelenkschmerzen, baue Stress ab, sei blutverdünnend und eine gute Quelle für Antioxidantien. „Seine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist bestätigt", so die Referentin.

Sabina Topolovec empfiehlt ferner Meerrettich und Kapuzinerkresse, denn: „Sie wirken wie Antibiotika bei akuter Sinusitis, Bronchitis oder Blasenentzündung". Oregano und Estragon regulieren den Blutzuckerspiegel. Schnittlauch, eines der ersten Gewürze des Jahres, sollte vor allem roh gegessen werden. Die Abneigung gegen Gemüse oder Obst lasse sich gut mit Gewürzen ausgleichen. Man sollte regelmäßig kleine Prisen zum Essen und Trinken dazugeben. Die Teilnehmer durften selbsthergestellte Schokolade mit Rosen, Orangensaft mit Fenchel und Brot mit Kräuteraufstrich kosten.


Friedigarda Lingl, die Inhaberin des Geschäftes, ist selbst eine Kräuterexpertin und bietet regelmäßig Workshops zum Thema an.

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