2 Minuten Lesezeit (318 Worte)
Empfohlen 

Böller-Lehrgang absolviert

Bllerlehrgang Hermann Schillinger und der Technische Oberinspektor Hans-Joachim Jurkschat vom Gewerbeaufsichtsamt München (v. links) nahmen die Böllerprüfung ab und überreichten die Zeugnisse. Bilder von Ludwig Dirscherl

Thanstein. Erfolgreich absolvierten die Lehrgangsteilnehmer einen staatlich anerkannten Lehrgang nach § 32 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, kurz genannt Lehrgang für „Böllerschützen". Schützenmeister Ludwig Dirscherl, vom Vorderlader- und Pistolenclub Thanstein, begrüßte die Teilnehmer und kümmerte sich um beste Voraussetzungen für die Durchführung.

Zum dritten Mal fand in Thanstein eine Ausbildung dieser Art statt, leider nutzte kein Ortsansässiger die Chance, an dieser zweitägigen Ausbildung die Fachkunde hierfür zu erlangen. Der staatlich anerkannte Lehrgangsträger Hermann Schillinger aus Vachendorf brachte als Lehrmeister allen am ersten Tag mit einer Prise an Witz und Humor das theoretische Wissen bei.

Seit 2019 beträgt die Lehrgangsdauer zwei Tage. In ganz Bayern nimmt das Interesse des traditionellen Böllerns zu. Die Teilnehmer kamen von Böller-, Schützen-, Krieger- und Reservistenvereinen aus Muschenried, Dieterskirchen, Seebarn, Geigant, Furth i.W. und anderen. Der Böllerreferent des Oberpfälzer Schützenbundes Christoph Zinkl freute sich, dass auch vier Damen am Böllerlehrgang teilnahmen. Er appellierte an die Ehre und Disziplin in einer Böllergruppe und erinnerte an die traditionsreiche Geschichte.

Lehrgangsteilnehmer beim Laden eines Standböllers

Anzeige (Kreis Schwandorf)

Anzeige

Am zweiten Tag erfolgte die praktische Ausbildung. Jeder Schütze hatte je einen Schuss für Hand-, Schaftböller, Kanone und Standböller zu laden und das Gerät unter Aufsicht abzufeuern. Nach dem alle die praktische Prüfung abgelegt hatten, folgte die schriftliche Prüfung im Lehrsaal. Dabei waren 20 allgemeine Fragen und je Gerät zusätzlich 10 Fragen zu beantworten. Nach der Auswertung der Prüfungsbögen erwarteten die Teilnehmer gespannt das Ergebnis. „Alle haben Bestanden", so Oberinspektor Hans-Joachim Jurkschat bei der Abschlussbesprechung. 

In ihrem Schlusswort legten die Verantwortlichen den Teilnehmern nahe, regelmäßig den sicheren Umgang mit den Böllergeräten trocken zu üben und stets umsichtig vorzugehen. "Üben Sie die Sicherheit bei Auftritt eines Versagers zu Hause trocken, um vor großem Publikum nicht nervös zu sein." Am Ende konnte an alle 16 Teilnehmer das Lehrgangszeugnis überreicht werden, dabei wünschten die Prüfer allen viel Spaß beim neuen Hobby und ein unfallfreies Böllern. 

Lehrgangsteilnehmer beim Abfeuern einer Böllerkanone
Spendenübergabe der Kolpingfamilie
Grünes Licht für VR-Bank