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Neuer Dorfplatz im Fokus

Deinfelder-Stadel Bauoberrat Martin Stahr vom Amt für Ländliche Entwicklung und die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft besichtigten den alten Deinfelder-Stadel, der eine neue Verwendung am Dorfplatz finden soll. Fotos von Ludwig Dirscherl

Thanstein. Im Rahmen eines Ortstermins im Dorferneuerungsverfahren Thanstein konnte der Projektleiter Bauoberrat Martin Stahr, die Vorstandschaft der Teilnehmergemeinschaft und die beauftragten Planungsbüros Blank aus Pfreimd und Schönberger aus Oberviechtach begrüßen. Im Mittelpunkt der Besprechung standen der zukünftige Standort einer öffentlichen Toilettenanlage, die Weiternutzung eines alten Stadels als Veranstaltungsraum und die Überquerungshilfe der Kreisstraße zur neuen Tagespflegeeinrichtung.

Nach längerer Abwägung der Vor- und Nachteile wurde klar, dass eine WC-Anlage am Dorfplatz geschaffen werden muss. Dazu passte folglich die Idee von Christian Schönberger, der den alten Deinfelder-Stadel (derzeit im Besitz der Familie Blaschke) am Dorfplatz aufbauen möchte. Das Gebäude hat eine Größe von 9 mal 13 Meter und wurde vermutlich zwischen 1820 bis 1830 in einem besonderen Stil errichtet, so der Architekt. Dieser könnte mit WC und einem kleinen Veranstaltungsraum ausgestattet werden und für gemeinsame Veranstaltungen in der Ortsmitte genützt werden. 

Zeitgleich wird diese Idee durch die Erkenntnisse des denkmalpflegerischen Erhebungsbogens abgerundet, da der Stadel im Bereich eines alten landwirtschaftlichen Anwesens „Brauhaus aus dem Jahr 1808" errichtet wird und somit auch aus städteplanerische Sicht absolut sinnvoll erscheint. 

Abgerundet wird dieses Vorhaben durch die angedachte Mauereinfassung, welche ebenfalls für Thanstein ortsbildprägend ist. Der Maibaum soll auch zukünftig in Hebersdorf seinen Platz haben, da die Infrastruktur am Dorfplatz eine Aufstellung erschwert. Bezüglich der Überquerungshilfe im Bereich der Kreisstraße werden aktuell Gestaltungsvarianten vom Büro Blank erarbeitet. Alle Beteiligten zeigten sich optimistisch, dass man das Landratsamt von der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme überzeugen könne.


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In der anschließenden Vorstandssitzung informierte Martin Stahr, dass derzeit das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Fördervoraussetzung für den Umbau der „Alten Schule" im Rahmen der Förderinitiative „Innen statt Außen" prüfe. In diesem Zusammenhang bedankte er sich ausdrücklich bei der Vorstandschaft für das gezeigte Engagement im Rahmen der Entwurfsplanung für die „Alte Schule" und den Dorfplatz sowie für die hervorragend ausgearbeiteten Rückmeldungen. 

Ebenso wurde ein Zwischenergebnis bzgl. des Sanierungskonzeptes der Bruchsteinmauern im Bereich der „Alten Schule = Bürgerhaus" und der Burg mitgeteilt. Die entsprechenden Netto-Baukosten für die Gemeinde werden aktuell auf 300.000 Euro geschätzt. 

Bei der Bürgerversammlung am Montag, 3. Juni, um 19 Uhr, werden die Bürger im Gasthaus Träxler über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Ferner ist ein Informationsvortrag zum Thema „Nahwärmenetz & Blockheizkraftwerk" geplant. Zwischenzeitlich können Fragen gerne auch an den Örtlichen Beauftragten der Teilnehmergemeinschaft Franz Mühlbauer herangetragen werden. Am Ende wurde der neue Kinderspielplatz begutachtet. 

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