2 Minuten Lesezeit (399 Worte)

61. Internationale Soldatenwallfahrt

GD_Grotte_555_20190523-190244_1 Pilgermittelpunkt war die Grotte an der mehrere Gottesdienste gefeiert wurden, wie hier die deutschsprachige Delegation mit dem österreichischen Militärbischof Dr. Werner Freistetter und Militärgeneralvikar Reinhold Bartmann. Bilder: Ludwig Dirscherl

​Lourdes/Weiden/Amberg. Über 12.000 Soldaten und Angehörige aus 40 Nationen reisten heuer zum südfranzösischen Marienwallfahrtsort in die Pyrenäen um bei der 61. Internationalen Soldatenwallfahrt dabei zu sein. Seit 1958 kommen jährlich Soldatinnen und Soldaten aus aller Welt nach Lourdes, um gemeinsam ein lebendiges Zeugnis für den Frieden abzulegen. Im Mittelpunkt stehen internationale Begegnungen und das gemeinsame Gebet. Das Heeresmusikkorps aus Hannover umrahmte die Feierlichkeiten.

Etwa 800 deutsche Soldaten, Reservisten, Beamte, Bundeswehr- und Familienangehörige, kranke und gesunde pilgerten in zwei Sonderzügen aus München und Hamburg nach Lourdes. Das Motto lautete heuer „Suche Frieden und jage ihm nach". 

Aus dem Seelsorgebezirk Weiden waren etwa 80 Pilger aus Oberviechtach, Weiden, Grafenwöhr, Amberg, Kümmersbruck und Pfreimd dabei. Sie stiegen in Nürnberg in den Sonderzug 2, der in München startete ein. Während der 30-stündigen Zugfahrt wurden die Wallfahrer mit Gebeten und beim Eröffnungsgottesdienst in Offenburg auf das Kommende eingestimmt. In Lourdes eingetroffen, bezogen die Pilger im Zeltlager oder in den zugewiesenen Hotels ihr Quartier. 

Am nächsten Tag feierte der österreichische Militärbischof Werner Freistetter und der deutsche Militärgeneralvikar Reinhold Bartmann mit vielen Militärpfarrern und allen deutschsprachigen Gläubigen einen Gottesdienst an der Grotte Massabielle. Für das weitere Wallfahrtsprogramm standen verschiedene Module zur Wahl an denen teilgenommen werden konnte. Bei einer Messe im Zeltlager spendete am Samstag unter freiem Himmel Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck einem Soldaten das Sakrament der Firmung. Dieser Gottesdienst, ein gemeinsames Foto, Lichterprozession, Kreuzweg und internationalen Feiern waren Highlights der Wallfahrt. 

Die Vielzahl der anwesenden Nationen machte es deutlich, dass die Soldatenwallfahrt etwas Besonderes ist. Mehrere Soldaten aus den ostbayerischen Standorten unterstützen seit vielen Jahren als Internationaler Ordnungsdienst die französischen Sicherheitskräfte. Für ihre hervorragende Arbeit bedankte sich Militärbischof Overbeck beim Leitenden Stabsfeldwebel Anton Kappl aus Pfreimd (Bürgermeister von Leuchtenberg). Die meisten der Sicherheitstruppe kamen vom Artilleriebataillon 131 aus Weiden, Panzerbataillon 104 aus Pfreimd und dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach, sowie aus Kümmersbruck und Amberg. 

Oberstabsfeldwebel Johannes Plössner ist in Weiden stationiert und zum ersten Mal dabei. Er war beeindruckt von der Kameradschaft, den internationalen Begegnungen und von der Lebendigkeit des katholischen Glaubens. Unter den Gästen des deutschen Militärbischofs Dr. Franz-Josef Overbeck waren neben mehreren Generälen, der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesministerium der Verteidigung Peter Tauber dabei. Es ist etwas Außergewöhnliches, dass so viele Nationen vertreten sind. Die Wallfahrt diene auch dazu den eigenen Kompass zu überprüfen und weiterhin als Soldat Freiheit und Demokratie zu verteidigen, so der Abgeordnete. Weiteres unter www.kmba.de und www.katholische-militärseelsorge.de.


Anzeige (Kreis Schwandorf)

Anzeige
Raubüberfall im Verbrauchermarkt
Kinderaktion am Museumspfad