20190606_Brand_Tiefgarage_Regensburg_2 Bild/Text: Alexander Auer
Regensburg. Dunkle Rauchwolken quellen in der Nacht zu Donnerstag aus der Tiefgarage und den Treppenhäusern eines Wohnkomplexes im Regensburger Ortsteil Burgweinting. Panisch rennen die Bewohner auf die Straße, weil sich der giftige Rauch immer weiter verbreitet. Eltern fliehen mit ihren Kindern. Eine junge Familie sorgt noch dafür, dass sich ihr Kind ein Tuch vor die Nase hält. Verletzte gibt es glücklicherweise nur zwei, aber der Sachschaden ist enorm.


Beim Eintreffen der Rettungskräfte ist klar, es handelt sich weder um einen Fehlalarm, noch um einen Kleinbrand. Denn der dichte schwarze Rauch spricht seine eigene Sprache. Sofort dringen drei Atemschutztrupps über drei verschiedene Zugänge in das Gebäude vor. Sie kümmern sich nicht nur um die Brandbekämpfung, sondern auch um die Menschenrettung, denn die Rauchgase können lebensgefährlich sein. Glücklicherweise befanden sich keine Personen in der Tiefgarage, aber zwei Bewohner tragen trotzdem leichtere Verletzungen davon.



Die Flammen sind relativ schnell unter Kontrolle, doch die Hitze des Feuers hat seine Spuren hinterlassen. Stromkabel sind in einem Umkreis von 100 Metern geschmolzen und der Putz blättert von den Wänden und der Decke. Ursache war der Brand dreier Fahrzeuge in der Tiefgarage des großen Gebäudekomplexes. Jedoch sind auch alle anderen Autos, die dort abgestellt waren, Totalschaden, denn die Rauchgase haben ihre Spuren hinterlassen. Alle abgestellten Fahrzeuge sowie der gesamte Tiefgaragenkomplex ist völlig verrußt.

Das Betreten wurde von der Polizei untersagt und alle Zugänge versiegelt. Auf die Suche nach Spuren geht im Anschluss an die Löscharbeiten nicht nur die Kriminalpolizei, sondern auch die Brandfahnder. In der näheren Umgebung hat es in der letzten Zeit öfter gebrannt. Die Aufgabe der Beamten ist es nun zum einen die Brandursache herauszufinden und zum anderen festzustellen, ob es einen Zusammenhang mit den anderen Bränden gibt. Nach ersten Einschätzungen der Polizei beträgt der Sachschaden wohl mehrere einhunderttausend Euro.