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3 Minuten Lesezeit (539 Worte)

Brieftaubenzucht - Tierschutz mit hohem Spaßfaktor

Taubenzucht_1 Ludwig Faltermeier jun. beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit der Taubenzucht.

​Reges Interesse zeigten die Kinder der Grundschule Bodenwöhr beim Brieftaubenschlag der Firma Stahl in Blechhammer. Aus eigener Erfahrung weiß Ludwig Faltermeier aus Roding, wie bedeutend das frühere Heranführen an das Tier für die Beziehung Mensch-Tier ist. Der 45-Jährige bezeichnet sich selber als „Brieftaubenzüchter aus Leidenschaft".

Von Kindesbeinen an, etwa im Alter von fünf Jahren bereits, beobachtete er die Tauben seiner Eltern in Bruck. Die Tierliebe wurde so früh geweckt, ebenso das Verantwortungsbewusstsein, denn die Tauben mussten regelmäßig gefüttert und der Stall sauber gehalten werden. Und so unterscheiden sich die Brieftauben wesentlich von den Stadttauben, die früher auch einmal Brieftauben waren. In der Tat bestechen Brieftauben durch ihr gepflegtes Aussehen mit ihrem in sämtlichen Farben schillernden Gefieder. Im Gegensatz zu den stark vernachlässigten Stadttauben, um die sich eigentlich niemand richtig kümmert, die aber trotz Verbots immer wieder gefüttert werden, dies sind meist kranke Tiere. „Brieftauben sind faszinierende Tiere", betonte Ludwig Faltermeier. 

Diese Faszination gipfelt im Heimkommen der Tauben, die ihren Heimatschlag so schnell wie möglich zu erreichen versuchen. Dieses Heimfindevermögen ist noch nicht ausreichend erforscht, man vermutet einen Sensor im oberen Bereich des Schnabels. Früher, als es noch kein Telefon gegeben habe zur Übermittlung von Nachrichten, boten die Tauben die einzige Möglichkeit, Nachrichten rasch zu übermitteln. Heutzutage gilt das Züchten der Brieftauben als Sport, der in einigen Wettbewerben gipfelt. 17 Tage brüten die Tauben ihren Nachwuchs aus, zwei Eier. Die Jungtiere werden trainiert, schaffen bis zu 700 Kilometer Entfernung. 

Die Tauben werden zu einem Platz gebracht, wo sie gemeinsam an einem Fleck aufgelassen werden. Danach gelte es, den Heimatschlag so schnell wie möglich zu erreichen. Mit Hilfe der Elektronik, eines Chips, kann sehr genau die schnellste Taube ermittelt werden. Seit nahezu 60 Jahren besteht der Bodenwöhrer Brieftaubenzüchter-Verein „Seemöwe", kann also bald sein rundes Jubiläum feiern. Viele Mitglieder können während dieser Zeit auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. 1991 startete die Schlaggemeinschaft Ludwig Faltermeier jun. und Bruder Dieter Faltermeier mit einem Jungflug und belegt den dritten Platz bei der RV-Meisterschaft (Reisevereinigung-Meisterschaft). 

2018 wurden die Bayerischen Meisterschaften in Roding ausgetragen. Hier belegte die Schlaggemeinschaft Ludwig Faltermeier sen. und jun. sowie Dieter Faltermeier den vierten Rang, erinnert sich Faltermeier jun. gerne an den jüngsten Erfolg. Die Tauben erhalten einen Verbandsring, den der Deutsche Brieftaubenverband herausgibt. Der enthält den Jahrgang, die Vereins-Nummer und die Tauben-Nummer. „Das ist wie ein Personalausweis." 

Doch bei all den Wettbewerben steht immer die Sicherheit für die Tiere im Vordergrund. Bei sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen werde der Flug abgesagt, die Tauben einem unwägbaren Risiko nicht ausgesetzt. „Schließlich will man, dass die Taube wieder in ihrem Schlag ankommt." Der ärgste Feind der Taube ist der Falke. Meist ist ein Tier, das nicht mehr ankommt, diesem zum Opfer gefallen. Manchmal weisen auch Tauben Spuren eines Angriffs auf, falls sie den Fängen des Raubtieres doch noch entkommen konnten, schildert Faltermeier die Erfahrungen der Züchter. Im August startet wieder ein Jungflug, die Zahl der Tiere sei aber noch offen. Das gesamte Jahr über sei man mit den Tauben beschäftigt, die hochwertiges Futter erhalten und deren Ställe stets sauber zu halten sind. 

„Die Tiere danken es mit Treue, bauen eine Bindung zu den Menschen und zu ihrer Umgebung auf." Zudem werde die Gesundheit der Tauben durch den Tierarzt regelmäßig kontrolliert. Auch die jährlichen Impfungen werden durchgeführt. ​


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