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Priesterweihe auf dem Miesberg

Schwarzenfeld-Priesterweihe Bischof Florian Wörner legte Pater Dominikus Hartmann die Hände auf und weihte ihn zum Priester.

Schwarzenfeld. Allen Grund zur Freude hatten am Samstag die Mitglieder der süddeutsch-österreichischen Vizeprovinz der Passionistenkongregation. Ihr Mitbruder, Pater Dominikus Hartmann, wurde in der Wallfahrtskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Miesberg zum Priester geweiht. Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg legte ihm die Hände auf und nahm ihm das Weiheversprechen ab.


Aufgewachsen in einem christlich geprägten Elternhaus in der Pfarrei Stöttwang in der Nähe von Marktoberdorf/Allgäu, engagierte sich der heute 31-Jährige schon in früher Jugend in der dortigen Pfarrgemeinde. Acht Geschwister, davon sieben Schwestern, gehören zur Familie, die am Samstag natürlich nach Schwarzenfeld gekommen war. Zwei seiner Schwestern gehören ebenfalls einer Ordensgemeinschaft an.
Nach einer Lehre als Anlagemechaniker trat Dominikus Hartmann 2009 in das Priesterseminar Augsburg ein und fand im Jahr 2013 den Weg zu den Passionisten. Im Jahre 2018 legte er das Gelübde ab und band sich somit für immer an die Ordensgemeinschaft.


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Nach der Diakonweihe vor einem halben Jahr absolvierte der Weihekandidat ein Pastoraljahr in der Schwarzenfelder Pfarrei Mariä Himmelfahrt, das nun endet. Der Geistliche sieht seine Aufgabe vor allem darin, den Jugendlichen den Weg zum christlichen Glauben zu ebnen. Deshalb möchte er auch die Unterrichtsbefähigung für den Religionsunterricht an Schulen erwerben. 


Provinzial Pater Gregor Lenzen und Rektor Pater Lukas Temme hießen die Gläubigen in der voll besetzten Miesbergkirche willkommen, darunter auch die Verwandten des Weihekandidaten. Pater Dominikus Hartmann trat vor Bischof Florian Wörner und brachte seine Bereitschaft mit den Worten zum Ausdruck: „Hier bin ich". Der Oberhirte legte dem Weihekandidaten die Hände auf, sprach das Weihegebet und verlangte ihm das Versprechen nach Askese, Demut, Bescheidenheit, Barmherzigkeit und die Bereitschaft ab, der Kirche und dem Bischof treu und gehorsam zu dienen. Gott vollbringe Großes an dem Ordensbruder und lasse die Gläubigen daran teilhaben. „Heute haben wir alle Grund zur Freude", betonte der katholische Würdenträger. Provinzial Gregor Lenzen trat vor die Gemeinde in der Miesbergkirche und stellte fest: „Wir haben das Volk und die Verantwortlichen befragt, ob wir Pater Dominikus in die Gemeinschaft aufnehmen dürfen, und Zustimmung erhalten". Gott möge ihm die Gnade der Treue und des Gehorsams geben. 


„Der Priesterberuf ist kein Job, den man einfach erlernen kann", betonte Bischof Florian Wörner. Hier lasse sich Gott auf einen Menschen ein, mache ihn zu seinem Werkzeug und rufe den Geist der Heiligkeit auf ihn herab. Florian Wörner zitierte den Pfarrer von Ars, der einmal sagte: „Wenn du wüsstest, was dir Großes geschieht, würdest du auf der Stelle vor Ehrfurcht sterben". 


„Ein Priester sollte seine Hände nicht in den Schoß legen, sondern sie den Mitmenschen reichen und ihnen zur Hand gehen", so der Bischof. Im Beichtstuhl erhebe der Priester die Hand und spreche den Gläubigen von seinen Sünden los. Der kirchliche Würdenträger ermunterte seinen Mitbruder, die Ärmel hochzukrempeln und da zu sein für Arme, Kranke und Schwache. Es sei für einen Priester eine schöne Aufgabe, die Menschen auf ihren Wegen zu begleiten. 


An der Priesterweihe nahmen zahlreiche Geistliche aus nah und fern teil, die alle nach vorne traten und mit Handauflegung ihrem Mitbruder die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kleriker zum Ausdruck brachten. Von der Empore erklang feierliche Chor- und Orgelmusik. Nach dem Gottesdienst hatten die Gläubigen Gelegenheit, dem Neupriester zu gratulieren und ihm bei einem Glas Sekt auf dem weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen.

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