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Nittenau-Weiberfasching5 Komitee-Vorsitzende Helga Proske schwang zum Faschingsauftakt mit Bürgermeister Karl Bley das Tanzbein.

Närrische Weiber und eine Erinnerung an Resi Wolf

3 Minuten Lesezeit (553 Worte)
Nittenau. „Grißt eich Gott ihr lieben Weiberleit, wenn`s ihr kommt`s ins Rathaus heit, dann is de fünfte Jahreszeit nimmer weit", reimte Bürgermeister Karl Bley zur Begrüßung des Nittenauer Weiberkomitees am Montag im Rathaus. Traditionell eröffneten Helga Proske und ihr Gefolge pünktlich um 11.11 Uhr die diesjährige Faschingssaison und zogen mit Musikbegleitung in das Bürgermeisterbüro ein. 

Dort standen Sekt, Krapfen und Brezen schon bereit. Helga Proske setzte dem Stadtoberhaupt eine Narrenkappe auf und schwang mit ihm das Tanzbein. Gemeinsam stießen sie auf die 39. Faschingssaison an, die die „Nittenauer Weiber" wieder mit einem Musik-, Tanz- und Theaterprogramm gestalten werden.


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„Seid gegrüßt mit Wohlgefallen, in unseren verstaubten Rathaushallen". Bürgermeister Karl Bley wurde zum Poeten. Er war auf das Motto der diesjährigen Faschingssaison gespannt. Doch das verriet Helga Proske noch nicht und vertröstete den Bürgermeister auf die Inthronisation der Faschingsgesellschaft Allotria Nittenau am kommenden Samstag um 19 Uhr im Gasthaus Pirzer. 

„Wir sind die Schleifer und kommen wohl aus Paris", spielte Quetschn-Spielerin Christiane Aschenbrenner auf. Und die „glorreichen Sieben" Christine Griesbeck, Erika Lautenschlager, Julia Lautenschlager, Corinna Goos, Tanja Weinhart, Lisa Trantschel und Helga Proske stimmten mit ein: „Ritzibi, ritziba, ritzibum. 

Helga Proske blickte zurück auf die vergangene Saison und sprach von einem „tollen Jahrgang" mit Tanz, Gesang und Theaterspiel. „Es ist gut, wenn man von oberster Stelle einen solchen Rückhalt bekommt", lobte die Komitee-Vorsitzende die Unterstützung des Bürgermeisters. Helga Proske führt beim Weiberfasching von Anfang an Regie. 

Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Resi Wolf, die am Sonntag verstorben ist. Dem „Urgestein des Nittenauer Faschingskomitees" widmeten die Teilnehmer eine Schweigeminute. Helga Proske erinnerte „an die unvergessenen Momente mit Resi Wolf als Schönheitskönigin und Gockola". Und: „Sie wird immer in unseren Herzen bleiben". 

Die Komitee-Vorsitzende ermunterte die Frauen, während der fünften Jahreszeit „ihr Hamsterrad" zu verlassen, Abstand vom Alltagsgeschäft zu gewinnen und sich beim Weiberfasching auszutoben. 30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall sollen auch die Grenzen zwischen Fischbach, Bergham und Nittenau fallen. Alle seien zum Singen, Schunkeln und Tanzen aufgerufen, ließ Helga Proske den Frauen wissen. „Die Vorbereitungen auf die 39. Faschingssaison laufen auf Hochtouren", versicherte die Sprecherin. 

Bei der Inthronisation des neuen Prinzenpaares am Samstag im Pirzersaal präsentieren die Garden ihre Tänze. Das Thema für den Showtanz bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis, so wie das Motto für den Hofball. Den Gardetanz übt Bianca Hermann mit den Mädchen ein, die Choreographie dazu hat sie sich zusammen mit Tamara Braun ausgedacht. Für den Showtanz haben Julia Seidl und Katrin Nerl die Musik ausgesucht und die Schrittfolgen einstudiert. Der erste Auftritt für beide Tänze ist bei der Inthronisation. Karten gibt es beim Präsidenten Josef Süß unter der Telefonnummer (01 71) 3 41 72 70. Er nimmt auch Termine für die Allotria-Garden entgegen. 

Alle drei Garden, die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenformationen, freuen sich auf die bevorstehende Saison mit Auftritten in Discos, verschiedenen Faschingsbällen und im Kloster Reichenbach. In der Mauth soll auch wieder der berühmte Kinderfasching steigen. Absoluter Höhepunkt ist der Hofball am Faschingssamstag in der Regentalhalle. Am Faschingssonntag bewegt sich erneut ein „Gaudiwurm" durch die Innenstadt. Er endet traditionell am Kirchplatz. „Die After-Faschingszug-Party ist letztes Jahr sehr gut angekommen, das machen wir auch heuer wieder", vespricht Josef Süß. 

Er lobt die gute Zusammenarbeit mit den „Rummelfelsern" in Fischbach und gibt zu verstehen: „Unser gemeinsames Ziel ist, den Fasching in der Region zu erhalten und vor dem Aussterben zu bewahren".

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