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Bei Gemeinderatssitzung über Erschließungspläne diskutiert

Schwarzenfeld-Gemeinderat Prokurist Winfried Legl vom Ingenieurbüro „Weiß“ in Neunburg v.W. (Mitte) berichtete bei der Marktratssitzung dem Bürgermeister und den Markträten über den Sachstand zur Erschließung des Gewerbegebiets „West“ in Schwarzenfeld.

Schwarzenfeld. In der Verlängerung der Hertzstraße im Gewerbegebiet „West" in Schwarzenfeld befinden sich noch gemeindeeigene Grundstücke, die bisher nicht erschlossen sind. Bei der Gemeinderatssitzung am Mittwoch im Rathaussaal stellte der Prokurist und Niederlassungsleiter des Ingenieurbüros Weiß (Neunburg v.W.), Winfried Legl, die Erschließungspläne vor.

Auf einer Teilfläche sollen eine Atemschutzwerkstätte und eine Übungsstrecke für die Feuerwehrausbildung entstehen. Der Bau dieser Einrichtungen stand am Mittwoch ursprünglich auf der Tagesordnung, musste aber auf die nächste Sitzung am 20. November verschoben werden. Dann wird der zuständige Architekt den Sachvortrag zum Projekt „Atemschutzwerkstätte und Übungsstrecke" geben.


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 Auf der freien Fläche des Gewerbegebiets „West" soll später einmal auch der Recyclinghof mit Grüngutannahmestelle entstehen. Für die Erschließung der noch brach liegenden Gewerbeflächen muss die Hertzstraße um 122 Meter verlängert und mit einer Wendeschleife versehen werden. Planer Winfried Legl nannte dazu Einzelheiten. Die Straßenbreite werde zwischen sechs und 7,20 Meter liegen und damit den Anforderungen für ein Gewerbegebiet entsprechen. Damit sich die Fahrzeuge bei der An- und Abfahrt nicht behindern, entsteht am Fahrbahnrand ein zwei Meter breiter Mehrzweckstreifen aus Beton-Rasengitterplatten. Zur Entwässerung des gesamten Gewerbegebietes dienen Schmutz-, Regen- und Oberflächenwasserkanäle. Zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung ist eine Verlängerung der vohandenen Wasserleitung in der Hertzstraße notwendig. Im Zuge der Erschließung soll ein Leerrohr-System zum Ausbau des Glasfasernetzes verlegt werden. Die Kosten für diese Infrastrukturmaßnahme liegen bei 533 000 Euro. 289 000 Euro kostet der Straßenbau, 187 000 Euro der Kanalbau und 57 000 Euro der Wasserleitungsbau.

Der Gemeinderat billigte den Bauentwurf mit der Kostenberechnung und die Verlegung der Leerrohre für den Glasfaserausbau und empfahl, die Bauarbeiten umgehend auszuschreiben. Der Büro Weiß in Neunburg v.W. erhielt den Auftrag zur Bauüberwachung.

Der Gemeinderat fasste im März 2018 den Beschluss, mit der Firma Voltgrün Projekt GmbH einen städtebaulichen Vertrag zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „PV-Anlage Kögl" und zur Änderung des Flächennutzungsplans zu schließen. Dieser Vertrag regelt die Übernahme der Planungskosten durch die Firma Voltgrün Projekt GmbH, die Erschließung und den späteren Rückbau der Anlage. Den Vertrag hatte Bürgermeister Manfred Rodde vor der Sitzung des Marktgemeinderates am Mittwoch unterzeichnet.
Von den 42 informierten Trägern öffentlicher Belange haben neun eine Stellungnahme abgegeben. Gravierende Einwände waren nicht darunter. Von Seite der Öffentlichkeit gingen keine Bedenken ein. So wird der Markt den geänderten Flächennutzungsplan an die Genehmigungsbehörde am Landratsamt weitergeben. Erfolgt von dort grünes Licht, kann der Markt Baurecht schaffen und dem Investor die Genehmigung erteilen.

Das Gremium berief Manfred Rodde zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahlen im März 2020. Sein Stellvertreter ist Günter Karl. Die Bestellung des amtierenden Bürgermeisters war deshalb möglich, weil Manfred Rodde nicht mehr für das Bürgermeisteramt und auch nicht für einen Sitz im Marktrat kandidieren wird. Die Amtszeit des Wahlleiters beginnt mit der Berufung und endet mit Beginn der Wahlzeit des Gemeinderates. Die Telekom hat die Kampagne „Wir jagen Funklöcher" gestartet und wirbt dabei für eine flächendeckende Funknetzversorgung. Die Marktgemeinde nimmt an der Aktion teil und möchte damit die weißen Flecken in den Ortsteilen Raffach, Sonnenried, Godlhof und Glöcklhof beseitigen. Mit der Aktion hat sich die Telekom zum Ziel gesetzt, 50 Funklöcher zu beseitigen. Die Marktgemeinde Schwarzenfeld hat sich dafür beworben.

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