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Museumsprojekt der "Oberpfälzer Industrie- und Lokalbahnen" schreitet voran

3 Minuten Lesezeit (532 Worte)
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Amberg. Vor fast 10 Jahren pachtete die Amberger Kaolinbahn e.V. das Drehscheibengrundstück am Galgenbergweg mit dem Ziel vor Augen, die historische Lokomotiven-Drehscheibe und den alten Lok-Schuppen zu sanieren und somit zu sichern und zu erhalten.

Der Fortschritt der umfangreichen Renovierungsarbeiten ist enorm. Das Dach des Lok-Schuppens wurde rechtzeitig zum Winterbeginn mit einer neuen Bitumschicht ausgestattet, eine Photovoltaikanlage als Bürgerprojekt installiert und die Anschlussgleise von der Drehscheibe an den fünfständigen Lokschuppen wurden verlegt. Somit stehen Loks und Eisenbahnwaggons im Trockenen. „Es ist sehr wichtig, dass unsere Fahrzeuge vor dem Wetter geschützt werden, da der Verfall im Freien doch sehr schnell vorangehen kann", so Prof. Dr. Matthias Gruschwitz, 1. Vorsitzender der Amberger Kaolinbahn e.V. Außerdem sind die Fahrzeuge damit auch vor Vandalismus geschützt, der in letzter Zeit mit eingeschlagenen Scheiben und Graffitis doch überhand nahm.


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Die Renovierungsarbeiten begannen in Bereichen, die der Besucher nicht sieht. Unter anderem mussten die Abflussrohre erneuert und Kanalarbeiten durchgeführt werden. Im Außenbereich wurde der baufällige Anbau des Lok-Schuppens abgerissen. Das Ergebnis ist für jeden Gast sichtbar, allerdings wartet auf die Mitglieder der AKB(Amberger Kaolinbahn) noch eine Menge Arbeit, um das Museumsprojekt „Oberpfälzer Industrie- und Lokalbahnen" zum Leben zu erwecken. Auf dem Gelände findet man zusätzlich noch einige Kleinigkeiten, die zwar nicht ganz oben auf der To-Do-Liste stehen, zu einem Bahnmuseum, aber dennoch dazugehören. So liegt hinter dem Lokschuppen ein Wasserkran in Einzelteilen, der auf seine Aufarbeitung und Aufstellung wartet. Gleich daneben befinden sich Reste eines Kohlebansens. Beides brauchte man, um Dampfloks wieder mit Betriebsmitteln zu befüllen und Abfahrbereit zu machen.

Die AKB wird von der Stadt Amberg für das Museumsprojekt unterstützt. Am Samstag hat sich Oberbürgermeister Michael Cerny, gemeinsam mit CSU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Mußemann und der Stadtratsfraktion, auf dem Gelände des Lok-Schuppens ein Bild von den umfangreichen Renovierungsarbeiten gemacht. Mit Hilfe des Investitionszuschusses der Stadt, in Höhe von 240.000 Euro, konnten die Mitglieder der AKB die geplanten Arbeiten durchführen. „Einige wohnen hier schon auf dem Gelände, also wenn jemand vorbeikommt und irgendwo Licht sieht, kann es durchaus sein, dass ein fleißiges Mitglied mit dem Presslufthammer arbeitet", so Prof. Dr. Matthias Gruschwitz.

Für den Sommer 2020 ist sogar eine Opernaufführung im Lokschuppen geplant. Gerade die Unvollkommenheit des Lokschuppens, der Kontrast zwischen alten verrußten Balken aus der Dampflokzeit und den neuen, frisch eingebauten Elementen überzeugte den Regisseur.
Dass das Gelände somit auch der Öffentlichkeit zu Gute kommt und nicht nur einer handvoll Eisenbahnfans, freut die Stadtratsfraktion um Dieter Mußemann besonders „Wir sind sicher, hier unsere Fördermittel an die richtige Stelle zu vergeben".

Aktuell ist geplant, den abgerissenen Anbau am Lokschuppen wieder aufzubauen, was weitere rund 140.000 Euro kosten wird, sowie ein Abstellgleis an der rechten Seite des Gebäudes hinzuzufügen. Aus dem Bestand der Regensburger Museumsbahnen sind nochmals einige Waggons und Lokomotiven nach Amberg gekommen, sodass das zusätzliche Abstellgleis nötig wird.

Einen echten Museumsbahnbetrieb mit Anschluss an das Streckennetz der DB wird es aber vorerst nicht geben. Dies scheitert an der Preispolitik der Deutschen Bahn, die für ein paar Meter Gleis und eine Weiche als Abzweig von der Hauptstrecke zur AKB bis zu 20.000 Euro pro Jahr veranschlagt.

Spenden kann der gemeinnützige Verein immer brauchen (steuerlich absetzbar) aber auch neue Mitglieder und helfende Hände sind jederzeit gerne gesehen.
Alle Infos unter http://amberger-kaolinbahn.de/

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