2 Minuten Lesezeit (314 Worte)

Reaktion auf Dürre-Perioden: Feuerwehr bekommt Schwimmsauger

Schwimmsaukorbe-2 Übergabe der 15 Schwimmsaugkörbe durch Florian Ramsl (VKB Bayern) an Kreisbrandrat Robert Heinfling. Bild: Feuerwehr im Kreis Schwandorf
Landkreis Schwandorf. Durch den Klimawandel und die immer länger andauernden Trockenperioden mit langanhaltenden hohen Temperaturen wird die Wald- und Flächenbrandbekämpfung immer mehr zu einem Einsatzschwerpunkt der Feuerwehren. Auch der Landkreis Schwandorf blieb nicht verschont, unterstreicht Kreisbrandrat Robert Heinfling. 

Der heiße Sommer 2019 führte bereits zu Wald- und Flächenbränden und ließ mancherorts auch schon das Löschwasser knapp werden. Auch im trockenen Jahr 2018 war der Wasserstand in vielen Bächen so niedrig, dass mit herkömmlichen Mitteln der Feuerwehr kein Löschwasser mehr entnommen werden konnte. Die Versicherungskammer Bayern stellt deshalb den bayerischen Feuerwehren insgesamt 850 Schwimmsauger zur Verfügung. 

Mit dem Schwimmsauger kann die Feuerwehr künftig Löschwasser auch bei geringem Wasserstand aus Gewässern pumpen. Eine ausreichende Löschwasserversorgung ermöglicht es der Feuerwehr eine Brandausbreitung zu verhindern und damit Schäden an Gebäuden und der Umwelt zu minimieren. Dies soll sich auch positiv auf die Bilanz des größten Wohngebäudeversicherers in Bayern und der Pfalz auswirken.



Anzeige

Wasserhöhe von nur 5 cm statt 30 cm notwendig

Mit dem Schwimmsauger kann noch aus Bächen gesaugt werden, wenn der Wasserstand nur noch 5 cm beträgt. Bisher waren mindestens 30 cm notwendig. Da das Wasser an der Oberfläche entnommen wird, wird zudem der Gewässerboden geschont. Der 7kg leichte Schwimmsauger besteht aus einem 60 cm langen Polyethylen-Körper und wird anstelle eines herkömmlichen Saugkorbes aus Metall am Saugschlauch angebracht. Dieser Saugschlauch wird an der Pumpe des Feuerwehrfahrzeuges angeschlossen.

Da nicht überall Hydranten vorhanden sind, muss das Löschwasser oft aus Bächen oder Teichen gepumpt werden. Der Schwimmsauger ist dafür eine einfache, aber geniale Erfindung. Zudem ist das Absaugen von Wasser bei Überschwemmungen möglich. Das Projekt wurde von der Versicherungskammer Bayern gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern entwickelt.

Bei der Übergabe in der vergangen Woche in der Schwandorfer Feuerwache durch Florian Ramls von der Versicherungskammer an die Kreisbrandinspektion im Landkreis Schwandorf bedankte sich Kreisbrandrat Robert Heinfling im Namen alle Feuerwehren. Die 15 Saugkörbe werden mit auf einzelne Feuerwehren im Landkreis verteilt.

13-Jährigen angefahren und aus dem Staub gemacht
Vereins-Diebstähle geklärt