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Aigner_Ilse_in_Nittenau_1 Landtagspräsidentin Ilse Aigner (rechts) im Gespräch mit Kita-Leitung Barbara Göttler (rechts) Bilder: Ingrid Schieder

Ein Aufgaben-Paket für Ilse Aigner geschnürt

2 Minuten Lesezeit (488 Worte)
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​Landtagspräsidentin Ilse Aigner besuchte die Kindertagesstätte St. Josef in Nittenau und stellte sich anschließend im Gasthof Jakob den Fragen der Bevölkerung. Das Interesse war riesig, vollbesetzt waren Gastzimmer und Saal.

​Barbara Göttler, Leiterin der Kita St. Josef, scherzte, sie hätte nicht gedacht, dass der Auftritt beim Nittenauer Faschingszug, der den Fachkräftemangel zum Inhalt hatte, so eine schnelle Reaktion nach sich gezogen habe, dass mit Ilse Aigner so ein hoher Besuch aus München in die Stadt am Regen anreiste. Nicht nur die Landtagspräsidentin, sondern auch MdL Alexander Flierl, Landrat Thomas Ebeling, zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer sowie sämtliche CSU-Stadträte informierten sich umfassend über die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen der Kita, die im An- bzw. Ausbau der Einrichtung sowie der Begegnung des Fachkräftemangels begründet sind. 

Derzeit werden 100 Kinder in fünf Gruppen betreut, so Barbara Göttler. Zwölf Kinder unter drei Jahren, acht mit Behinderung, 18 Kinder mit Migrationshintergrund sind darunter. „Wir sind in jedem Fall eine integrative Einrichtung, die sich auf dem Weg dazu befindet, die Inklusion auch hier in Nittenau zu verankern", betonte die Leiterin. 2018 sei die Kita vom Regierungsbezirk Oberpfalz für ihre Arbeit mit dem Inklusionspreis ausgezeichnet worden. Diese Arbeit leistet das Kita-Team mit derzeit zwölf Erzieherinnen, sechs Kinderpflegerinnen, einer Heilerziehungspflegerin, einer Auszubildenden, einer Verwaltungsangestellten und vier weiteren Mitarbeitern. Der Ausbau der Kinderbetreuung habe zu einem enormen Fachkraftmangel geführt, so Göttler, der auch hier angekommen sei. Auch in der Umgebung habe man sich gezwungen gesehen, die Öffnungszeiten teilweise zu verkürzen, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Die Sprecherin meinte, die Lösung im Hinblick auf die Qualität der Betreuungsleistung, liege nicht darin, die Ausbildung in Crashkursen anzubieten. Es gelte vielmehr, die Ausbildung der „klassischen Erzieherin" finanziell attraktiver zu gestalten. Insgesamt sei darüber hinaus der Abbau von bürokratischen Hürden wünschenswert, denn diese bilde einen enormen Zeitfresser, gerade in der Nittenauer Einrichtung mit ihrem Konzept der Integration. 

Zweiter Bürgermeister Albert Meierhofer sagte, ein Problem seien die Kosten für die Schaffung von Kindergartenplätzen. 

Ilse Aigner sagte, es sei überall das gleiche Problem, das Personal sei nicht da, das auch zunächst einmal ausgebildet werden müsse, sowie die Schaffung von Räumlichkeiten. 

Pfarrer Adolf Schöls machte darauf aufmerksam, dass man die Kita zum einen energetisch sanieren müsse, zum anderen benötige man einen neuen Speisesaal, der in den bisherigen Turnraum eingebaut werden soll, dadurch bedingt brauche man einen neuen Turnraum, sowie einen Gruppen- und einen Nebenraum sowie einen Abstellraum. 

Aigner verschaffte sich bei einem Rundgang einen Eindruck von den Räumen, ehe sie sich in das Goldene Buch der Stadt Nittenau eintrug. 

Bei der anschließenden Diskussion im Gasthaus Jakob ging sie auf die Fragen bezüglich Energiewende, der Problematik zur Beschaffung eines Fahrzeugs für den First Responder, der bei Eltern und Lehrer unbeliebten Kombiklassen sowie des Baus der Regenbrücke ein.


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Viel Spaß hatte Ilse Aigner beim Bau eines Turms.
Ilse Aigner trug sich ins Goldene Buch der Stadt Nittenau ein.
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