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Schutzmasken-Spende Mit rund 600 Masken aus eigener Produktion standen am Freitag Vertreter von Round Table (RT) 69 Amberg vor der Annahmestelle in der ehemaligen Stadtsparkasse. Rechts der neue RT-Präsident Thomas Wacker, in der Mitte Nicole Asmus, die Vertreterin „Ladies' Circle", eines neuen Serviceclubs, der bei der Maskenherstellung eng mit Round Table zusammenarbeitete. Bild: Uschald

Round Table und Ladies Circle fertigen 600 Masken an

3 Minuten Lesezeit (629 Worte)

Amberg. (usc) "Service To The Community", Dienst an der Gemeinschaft, heißt eines der Ziele von Round Table. Seit fast 48 Jahren handeln die Amberger Tabler danach. Und inmitten der Coronapandemie setzten sie ein Zeichen für gelebten Bürgersinn: Die Frauen der Tabler, auch deren Mütter und Mitglieder des neuen Damenclubs „Ladies' Circle" Amberg nähten seit Dienstag rund 600 Masken, die sie am Freitag bei der Sammelstelle in der ehemaligen Stadtsparkasse ablieferten.


Der in regelmäßigen Abständen publizierte Mangel an Masken, auch im Marienkrankenhaus, ließ bei den Tablern und bei den „Ladies" rasch die Entscheidung zur Mithilfe fallen, zumal Round Table das Entenrennen als größte Activity heuer verschieben musste. Das Vorhaben, selbst Masken zu nähen, konnte aber nur dann klappen, wenn die Frauen oder Freundinnen der Tabler und die bei „Ladies' Circle" organisierten Frauen selbst zur Tat schreiten und ihre Nähkünste unter Beweis stellen würden. Vermittler war übrigens Stadtrat Dr. Konrad Wilfurth.

Martin Asmus besorgte bei der Stadt am Dienstag 16 Stoffbündel und verteilte sie auf 15 Familien. Das Rohmaterial wurde dort sogleich durch Abkochen quasi sterilisiert. Die Männer übernahmen nach Mustervorlage der Stadtverwaltung das Ausschneiden des Stoffs, damit die Nähmaschinen rasch in Gang gesetzt werden konnten. Pro Maske, so schätzt Martin Asmus, saßen die Schneiderinnen, ob jung oder alt, 20 bis 30 Minuten an der Nähmaschine. Am Tag zum Teil bis zu neun Stunden.

Am Freitagnachmittag standen dann die Tabler mit vollen Taschen und mit eigener Maske in gebührendem Abstand voneinander vor der ehemaligen Stadtsparkasse in der Herrnstraße, um die Spenden an der Sammelstelle abzugeben. Mit dabei auch die Gründungspräsidentin von „Ladies' Circle" (LC) Amberg, Nicole Asmus. Ihre Clubkameradinnen waren aktiv an der Nähaktion beteiligt.


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Erstmals in seiner 48-jährigen Geschichte musste Round Table 69 Amberg heuer seine feierliche Präsidiumsübergabe ausfallen lassen, wegen der Coronapandemie. Die Bilanz des Vorjahrespräsidenten Dr. Michael Rogenhofer kann sich sehen lassen. Dies betrifft in erster Linie die Beschaffung von Spendengeldern, die der Club förderwürdigen Einrichtungen in Amberg zur Verfügung stellte.

10.000 Euro für den SkF

Allein an den Sozialdienst katholischer Frauen flossen im Amtsjahr von Rogenhofer 10.000 Euro, auch als Anerkennung für das Engagement des SkF bei der Betreuung von Pflegekindern. Der Club ist auch Förderer der Jugendhilfestation Amberg und des Kindergartens Christkönig, dem er eine neue Rutsche schenkte.

Nur durch das engagierte Mittun aller Mitglieder war es möglich, die Spenden zu erwirtschaften. Da langten alle mit zu, beim Entenrennen, beim Getränkeverkauf anlässlich der Hexennacht, und auch bei der Christbaumversteigerung und bei diversen anderen Arbeitseinsätzen war Manpower gefragt. „Hands On" heißt das bei den Tablern.

Soweit es die Coronapandemie zulässt, wollen sich die Tabler wieder bei verschiedenen Aktionen einbringen, wie der neue Clubpräsident, Thomas Wacker, ankündigte. Keinesfalls wird es möglich sein, das Entenrennen am ursprünglich geplanten Termin am 26. April durchzuführen. Ob es an einem späteren Ausweichtermin, etwa beim zweiten verkaufsoffenen Sonntag am 4. Oktober, nachgeholt wird, steht noch nicht hundertprozentig fest. Einen Beitrag will der Club aber auch für die Amberger Luftnacht am 5. September leisten.

Neben dem sozialen Engagement pflegen die Amberger Tabler traditionell Kontakte zu allen europäischen „Tischen", die wie die Amberger die nationale Clubnummer 69 führen. Das reicht von Südfrankreich bis Finnland. Ihre Reisefreudigkeit bewiesen die 69er im letzten Jahr auch durch zahlreiche Teilnahme am Welttreffen, das in Rumänien stattfand.

Am 27. Juni steht ein besonderes Ereignis ins Haus, nämlich die Charterfeier von Ladies' Circle 85 Amberg. Dieser Damen-Serviceclub ist international eng mit Round Table verbunden, dem wiederum nur junge Männer zwischen 18 und 40 angehören dürfen. Im September richtet der Tisch mit dem Sozialdienst katholischer Frauen wieder das jährliche Pflegekinderfest aus.

Die neue Führungsmannschaft von RT 69 für das Amtsjahr 2020/21 setzt sich wie folgt zusammen: Präsident Thomas Wacker, Vizepräsident Stephen Trepesch, Past-Präsident Dr. Michael Rogenhofer, Kassier Markus Schuller, Sekretär Florian Hufnagel, PR-Beauftragter Andreas Wismet und International Relations Officer Dr. Andreas Heil.

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