Samstag, 09.12.2017 - 09:14

Fusion: Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf entsteht

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Optimistischer Blick in die Zukunft: Die Regensburger Vorstände Michael Köstler und Andreas Mann sowie die Schwandorfer Kollegen Thomas Stalla und Michael Köstler (v.l.). Optimistischer Blick in die Zukunft: Die Regensburger Vorstände Michael Köstler und Andreas Mann sowie die Schwandorfer Kollegen Thomas Stalla und Michael Köstler (v.l.). Bild: Ingrid Schieder

Regensburg/Schwandorf. Eine neue Bank wurde geboren, die Taufe fand in der Goldenen Mitte, nämlich in Nittenau statt. Aus der Volksbank Regensburg eG und der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG entsteht die Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf eG. Die rund 240 Mitarbeiter sollen gehalten werden. „Wir brauchen die Leute“, versicherte der Schwandorfer Vorstand Michael Köstler. Das neue Haus kommt in der Addition auf eine Bilanzsumme (Bemessungsgröße von 2016) von knapp 1,3 Milliarden Euro. In Sachen Geld bringt Regensburg mehr ein, in Sachen Kunden und Genossenschaftsmitglieder hat Schwandorf den Hut auf.

 

Die Niedringzinsen zwingen die Banken zum Sparen. Gestiegene Kosten aus dem, was Köstler „Regulierungswahn“ nannte, kommen dazu. „Das hält man zu zweit einfach leichter aus“, sagte er. Fusionsbedingte Kündigungen schlossen er und Wolfgang Völkl, Vorstand aus Regensburg, aus. Effekte über Altersteilzeit und Rente wolle die neue Bank aber nutzen.

„Wir bleiben verlässlicher Partner des Mittelstandes und sichern die Präsenz in der Fläche zu“, so Köstler. Effektivere Arbeitsabläufe und der Abbau von Doppelstrukturen sollen Kosten sparen helfen. Es gehe um ein „Miteinander auf Augenhöhe“, so Köstler. „Wir fusionieren identische Herausforderungen.“ Das geschehe aus freiem Willen, „aus einer Position der Stärke“.

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Modernen Kundenanforderungen, demografischem Wandel, dem Erlös- und Kostendruck und der Regulierungsdichte soll so begegnet werden. Regensburg, Nittenau und Schwandorf bleiben Hauptgeschäftsstellen

Im geplanten Vorstandsgremium soll der Schwandorfer Vorstand Thomas Stalla für das Privatkunden-Geschäft verantwortlich sein, Wolfgang Völkl für die Firmenkunden.

Stalla unterstrich: „Wir wollen keine Internetbank werden.“ 18 Standorte und SB-StO sollen erhalten bleiben. Wie lange, darauf wollten sich die Direktoren nicht festlegen. „Letztlich entscheidet der Kunde.“.

Sein Kollege Andreas Mann aus Regensburg ergänzte: Organisationsabteilungen sollen an einer Stelle zusammen wachsen. Man wolle die vorhandenen Immobilien ausnutzen, ein Raumkonzept dafür wurde erstellt.

Nun müssen die Genossenschaftsmitglieder dem Konzept zustimmen. Daran getüftelt haben die Vorstände seit dem Sommer. Im Mai entscheiden die Vertreterversammlungen. Dann ist das neue Bankhaus (50.000 Kunden, 16.000 Anteilseigner, davon rund 21.700/4600 aus Regensburg, 1,3 Mrd Euro Bilanzsumme, davon 770 Mio Euro aus Regensburg) komplett.

Der räumliche Keil zwischen den neuen Partnern ist das Gebiet der eigenständigen Raiffeisenbank Regenstauf-Wenzenbach. Mit der neuen Bank steigt die Genossenschaft größenmäßig ins obere Drittel der Region auf.

Letzte Änderung am Samstag, 09.12.2017 - 09:26

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