Montag, 30.04.2018 - 17:13

„200-Jahre Fürstentum-Leuchtenberg“ Wanderausstellung

Von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
„200-Jahre Fürstentum-Leuchtenberg“ Wanderausstellung (c) by Thomas Starringer

Pfreimd. Das Museum unter dem Bürgersaal in Pfreimd ist bekannt für seine immer wieder hervorragend und vom Arbeitskreis liebevoll gestalteten Ausstellungen. In diesem Jahr ist es gelungen, die Wanderausstellung zum Thema „Leuchtenberg“ nach Pfreimd zu holen.

Anzeige (Kreis Schwandorf)

Anzeige

 

 

Das Fürstentum Leuchtenberg wurde vor rund 200 Jahren aus der Taufe gehoben, der Grundstein zum Palais Leuchtenberg gelegt. Eugène war einer der reichsten und großzügigsten Fürsten in Bayern.
Im Oktober 1817 legte er den Grundstein zum Palais in München.
Die Leuchtenbergs besaßen damals mit die größten Kunstschätze im Land. Einen kleinen Einblick in die Sammelleidenschaft der Leuchtenbergs in deren Münchner Zeit und darüber hinaus bietet die Wanderausstellung mit den Stationen Eichstätt, München, Pfreimd, Seeon und Ismaning.
Es ist gelungen über 100 verborgene Stücke aus den Depots öffentlicher und privater Sammlungen zusammenzutragen, einen Querschnitt zu bieten aus dem Hause Leuchtenberg. Es sind meist kleine aber feine Stücke, nicht die großen, aber sicher das ein oder andere Highlight, das es noch nie in die Öffentlichkeit geschafft hat.

Da sind die herzoglichen Schlittschuhe aus der Seeoner Zeit ebenso wie ein exzellenter Lampenschirm aus Schloss Malmaison von dem berühmten Pariser Aquarellisten und Miniaturisten  Auguste Garneray Simeon (1785–1824),  Exotisches aus Brasilien und Ostindien: der rote Ibis und ein Rotlori, der Leuchtenbergit und beispielsweise Paradegen aus Eugène‘s Zeit samt der Entwurfszeichnung. Nicht zu vergessen Detailpläne und Aquarelle des Palais‘ ebenso wie ein Teil eines ursprünglichen Prachtpferdegeschirrs aus Stein an der Traun. Begleitet wird die Ausstellung von einem kurzen Dokumentationsfilm zum Herzogshaus Leuchtenberg.



Damit aber noch nicht genug der Besonderheiten, im Zuge des ersten Ausstellungswochenendes gründeten dann alle bedeutenden „Leuchtenberg“-Orte eine Ortsfreundschaft, und so unterzeichneten die dazugehörige Urkunde dann am Samstag in Leuchtenberg: Die Städte Eichstätt, Grünsfeld, Pfreimd und Traunreut die Marktgemeinden Dollnstein und Leuchtenberg und die Gemeinden Denkendorf, Ismaning und Seeon-Seebruck, man darf gespannt sein welche Veranstaltungen und Tätigkeiten sich aus diesem neuzeitlichen Zusammenschluss eines Teiles des ursprünglichen Fürstentums in Zukunft ergibt. Die Vergangenheit jedenfalls kann man in Pfreimd bestaunen am 06. Mai, 20. Mai. 03. Juni und 08. Juni sowie am Tag des offenen Denkmals am 10. September. Darüber hinaus sind bis zum 01. Oktober die Besichtigung nach Anmeldung im Rathaus möglich.

Schreibe einen Kommentar

Bitte achten Sie darauf, alle Felder mit Stern * zu füllen. HTML-Code ist nicht erlaubt.