Donnerstag, 27. Juni 2019
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Akademie - Ideen und Produkte zur Energiewende

Posted On Dienstag, 09.10.2018 - 09:35 Von
Akademie - Ideen und Produkte zur Energiewende Bilder von Hans-Peter Weiß
Bilder von Hans-Peter Weiß

Neunburg v.Wald/Neumarkt. Die Max Bögl Wind AG, ein Ostbayerisches Innovationszentrum, wo Ideen und Produkte zur Energiewende umgesetzt werden, war das jüngste Ziel der Akademie Ostbayern Böhmen. Hier konnten sich die Mitglieder über den Bau von Windkraftanlagen, insbesondere dem mb.hybridturm und der mb.wasserbatterie informieren.

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Die Max Bögl Wind AG, eine Tochter des Bögl-Konzerns, war das Ziel der September-Veranstaltung der Akademie Ostbayern-Bayern. Es war das Highlight des Akademie-Jahresprogramms, wie es Vorsitzender Josef Schönhammer bezeichnete. Entsprechend gut war auch die Beteiligung zur Freude von Organisator Hans Fischer, der die Reisegruppe anführte. Begrüßt wurden die Akademie-Gäste mit ihrem Vorsitzenden Schönhammer von Werner Vorkauf, der die Firmengruppe Bögl eingangs vorstellte. Der frühere kaufmännische Leiter des Bauriesen mit seinen 17 Standorten und fast 6500 Beschäftigten engagiert sich für Kunden in aller Welt. Der Bau von Brücken, Straßen, Autobahnen, Tunnels, Verwaltungsgebäude, Stadien, Hotels, Parkhäuser oder Logistikzentren ist mit dem Namen Bögl fest verbunden. Dank Fertig-Hochleistungsbeton (Festigkeit bis C180) können Bauten in kurzer Zeit hergestellt werden. Beispielsweise wurde im fernen China zwischen den Großstädten Peking und Shanghai auf einer Länge von über 1300 Kilometer in nur drei Jahren eine Magnetschwebebahn errichtet. „Planen, bauen und betreiben heißt die Bögl-Philosophie“, betonte Vorkauf. Mit einem Jahresumsatz von über 1,7 Milliarden Euro zählt die Firmengruppe zu den größten deutschen Unternehmen in der Bauindustrie.

Neben Hoch- und Tiefbauten verwirklicht der Neumarkter Max Bögl Konzern, der heute in der dritten Generation geführt wird,mit seinem Tochterunternehmen der Max Bögl Wind AG auch im Bereich der Energieerzeugung visionäre Ideen. Einen kleinen Einblick in den Bau des Hybridturms, der in Höhen bis zu 180 Metern gebaut wird, gab anschließend Jürgen Joos. Mit vorgefertigten Halbschalen werden die Betonteile ohne Zement ähnlich wie Lego-Steine vor Ort zusammengesetzt. „Damit haben wir ein Novum geschaffen. Eigens wurde eine Projekt-Entwicklungsabteilung gegründet, welche sich um die gesamte Infrastruktur, vom Fundament bis zur Turm-Montage, kümmert“, so der Sprecher. Innerhalb einer Woche ist ein „mb-hybridturm“ aufgestellt. Parallel dazu bieten wir auch die „mb-wasserbatterie“ an. Der wirtschaftliche Kurzzeit-Stromspeicher ist Teil des modularen Speicherkonzepts beziehungsweise eine Herausforderung der Energiewende. „Dank der innovativen Kombination aus erneuerbaren Energiequellen und einem Pumpspeicherkraftwerk entsteht ein leistungsstarker Stromspeicher für eine flexible Energieversorgung.Damit haben wir zwei innovative und weltweit einzigartige Produkte geschaffen“, betonte Joos.

Im Anschluss referierte Prof. Dr.-Ing Oliver Brückl von der OTH Regensburg über die Stromnetzplanung als Schlüsselbaustein der Energiewende. Der Referent stellte die vier verschiedenen Spannungsebenen vor. „Im Netz wird es langsam eng, da es nicht auf die Aufnahme der gesamten Erzeugungsleistung ausgelegt ist. Die Folge sind Strom- und Spannungsprobleme. Die Versorgungs- beziehungsweise Systemsicherheit stellen Kohlekraftwerke sicher“, betonte der Wissenschaftler. Die Überwindung großer Entfernungen für den durch Wind und Photovoltaik erzeugten Strom nimmt zu. „Wir stehen noch ganz am Anfang der Energiewende, wenngleich wir in den letzten Jahren hoch innovativ waren und Lösungen erarbeitet haben.Wir sind langsam gegenüber anderen Ländern, aber noch nicht schnell genug“, so Prof. Brückl.  Zur Neuorganisation der Netzsicherheit empfiehlt er neben Kostensenkungen eine Liberalisierung der Systemdienstleistungen und eine volkswirtschaftlich sinnvolle Verantwortlichkeit.

Bei einer kleinen Werksrundfahrt konnten sich die Akademie-Besucher vom riesigen Leistungsspektrum des Baugiganten mit seinen 19 Produktionshallen und dem Zentrallabor für Asphalt und Beton ein Bild machen. Auf dem weitläufigen Betriebsgelände warteten fertige Brückenteile, Windräder oder auch tausende von Steinen für die Tunnelauskleidung von Stuttgart 21 auf ihren Abtransport. Allein für die Schwertransportbegleitung werden jährlich rund eine Million Euro ausgegeben.

--> Hier geht´s zur Bildergalerie.

 

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