Hubert Süß

Hubert Süß

Die rund 60.000 bayerischen SPD-Mitglieder wählen gerade den oder die künftige(n) Landes-Vorsitzende(n). Die offiziellen Vorstellungsrunden sind vorüber. Je näher die Deadline am 11. Mai rückt, desto erstaunlicher lesen sich manche Meldungen, die von der einen oder anderen Seite bewusst lanciert werden. Die größte Ungewöhnlichkeit bisher: Bereits jetzt präsentierte die amtierende Generalsekretärin Natascha Kohnen mit dem Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch ihren Wunschnachfolger, sollte sie selbst Vorsitzende werden. Ein Vorgehen, das dem üblichen Parteien-Mantra "Erst die Inhalte, dann die Personen" deutlich widerspricht. Wir haben uns mit Klaus Barthel darüber und über seine eigene Kandidatur unterhalten. Der langjährige Landes- und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) spricht vor allem über anständige Renten und Löhne sowie soziale Gerechtigkeit im Allgemeinen. Dass ihn Kohnens Vorgehen ärgert, wird aber ebenfalls deutlich.

Dass mit den Stromkabeln des Süd-Links, der Nordsee-Windstrom nach Bayern befördern soll, auch der Ostbayernring im Bereich Schwandorf als Erdkabel ausgeführt werden soll, sicherte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Kabinettssitzung am Dienstag öffentlich zu (hier geht´s zum Bericht). MdB Marianne Schieder (SPD) kontert: Dass dieses Erdkabel bislang nicht in den Planungen des Bundes enthalten ist, liege alleine an den CDU-Abgeordneten in Berlin. Sie wünsche Seehofer "viel Erfolg" dabei, die CDUler in berlin umzustimmen, kommentiert sie süffisant. Der Ostbayern-Kurier fragte daher bei der Staatsregierung an, welche Schritte sie von München aus unternehmen will, um Seehofers Worten Taten folgen zu lassen.

Wackersdorf. Am Sonntag wird in Wackersdorf abgestimmt: Bürgermeister Thomas Falter stellt sich dabei zum ersten mal der Wiederwahl - und das ganz ohne einen Gegenkandidaten. Wir haben im Vorfeld der Entscheidung mit ihm gesprochen.

Bild: Stefan Aigner

MdL Franz Rieger ist Kreisvorsitzender der Regensburger CSU und wird seit Bekanntwerden der ersten Informationen über den Spendenskandal in der Domstadt nicht müde, landauf, landab seine Fassungslosigkeit zu betonen. Seit Ende letzten jahren haben er und seine Partei den inzwischen verhafteten SPD-Oberbürgermeister Joachim Wolbergs mehrfach öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. Nun gab die Staatsanwaltschaft am Freitag bekannt, dass sie auch gegen Riegers Parteifreund und Alt-OB Hans Schadinger ermittelt - eben auch wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit, Bestechender soll auch bei ihm Bauunternehmer Volker Tretzel sein. Rieger reagiert nun deutlich mit einer ungewöhnlich scharfen Abgrenzung.

Schulverband Bruck/Bodenwöhr: Eine Verwaltungstragödie in unzähligen Akten. Katastrophe und Wendepunkt: Dürfte unmittelbar bevorstehen. Letzte Steigerung im Spannungsbogen: Effektvoller Bühnenabtritt des Bodenwöhrer Bürgermeisters Richard Stabl bei einer Schulverbandssitzung, die von der Wesensart her irgendwo zwischen Kafka und Kasperltheater angesiedelt war.

Der Verkäufer des Donaustrudls brachte es am Freitag im BMW-Werk Regensburg auf den Punkt: "Ich kann´s kaum fassen, dass eine solche Firma einen ganzen Tag lang für uns gearbeitet hat", sagte er, nachdem er und seine Kollegin vom Trägerverein der Obdachlosenzeitung einen symbolischen Scheck über 10.000 Euro entgegen genommen hatten. Sieben dieser teueren großformatigen Papiere überreichten Werkleiter Dr. Andreas Wendt und Betriebsratsvorsitzender Werner Zierer an gemeinnützige Organisationen, deren Wirken Birgit Hiller, zuständig für Mitarbeiterkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei BMW Regensburg, jeweils mit einer sehenswerten Video-Reportage vorstellte. Das Geld ist großteils die Vergütung der Arbeitsstunden, die etwa 1000 BMWler für den Tag der offenen Tür zum 30-jährigen Bestehen des Werkes im Juni geleistet hatten. Die Werksleitung rundete den Betrag auf besagte 70.000 Euro auf.

Freitag, 25.11.2016 - 08:39

Fischbach: Weihnachtsbaum gefällt

Kurz vor der Eröffnung des Fischbacher Weihnachtsmarktes haben bislang unbekannte Täter in der Nacht auf Freitag den städtischen Christbaum, der auf dem Dorfplatz neben der Kirche aufgestellt war, umgesägt. Anstoß war möglicherweise, dass der Baum nicht den optischen Vorstellungen des einen oder anderen Fischbachers entsprochen hat. Somit ist alles hergerichtet für ein "sägen(s)reiches Weihnachtsfest".

Die SPD - genauer die Schwandorfer Kreistagsfraktionsvorsitzende, die Fraktionschefs in den Stadträten Teublitz, Burglengenfeld und Maxhütte-Haidhof sowie die Vorsitzenden der Ortsvereine aus dem Städtedreieck - hat am Wochenende die offenbar geplante Verlagerung des Mittelstandszentrums Maximilianshütte vom Gelände der Firma Läpple in Maxhütte nach Schwandorf kritisiert. "CSU-Landrat Thomas Ebeling möchte dem Oberbürgermeister Andreas Feller aus Schwandorf ein kleines Geschenk unter Parteifreunden machen", heißt es in dem Schreiben, das u.a. die Kreisvorsitzende Evi Thanheiser unterzeichnet hat. Der Ostbayern-Kurier hat Landrat Ebeling mit dem Vorwurf konfrontiert.

Heribert Braun senior ist am Samstag im Alter von 87 Jahren verstorben. Der charmante Redner, wort- und witzgewandte Chronist war einer der letzten und wichtigsten Zeitzeugen des Bodenwöhrer Hüttenwerks, das 1971 nach rund 700-jähriger Tradition geschlossen wurde. Sein jahrzehntelanges soziales Engagement, sei es als Knappschaftsältester, sei es in der Kirchenverwaltung, bei Kolping oder anderen Vereinen, entsprach seiner inneren Einstellung. Heribert Braun war ein immer hilfsbereiter, hochintelligenter und integrer Botschafter seiner Heimat, der Gemeinde Bodenwöhr. Er hinterlässt in seiner Familie, aber auch in der Hammersee-Gemeinde, eine schmerzhafte Lücke.

Donnerstag, 10.11.2016 - 17:50

Söders Hommage an den ländlichen Raum

Warum weilt Heimatminister Dr. Markus Söder so oft im Landkreis Schwandorf? Landrat Thomas Ebeling wusste beim Empfang in Burglengenfeld diese Woche Rat: Weil hier der netteste Menschenschlag in Bayern wohne, sagte er in der gut gefüllten Stadthalle. Söder dankte Bürgermeister Thomas Gesche auch artig für die Einladung und begeisterte sein Publikum mit einer Rede über die Stärkung des ländlichen Raums, den Erhalt der bayerischen Werte und der Forderung an die Kollegen in Berlin, mehr auf die "eigene Bevölkerung" zu schauen. Bonmot am Rande: Ausgerechnet im höchstverschuldeten Burglengenfeld mit seinem nicht gerade harmonisch arbeitendem Stadtrat sprach Söder davon, dass er im Landesentwicklungsprogramm (LEP) die Rechte der Stadträte stärken wolle, da die ja "am besten wissen, was ihrer Stadt gut tut".

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