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Informationen zur Dorferneuerung Thanstein-Hebersdorf

Informationen zur Dorferneuerung Thanstein-Hebersdorf

3 Minuten Lesezeit (588 Worte)

Damit die Bürger möglichst frühzeitig und vor allem aktiv am Planungsprozess zur Dorferneuerung (DE) beteiligt werden, fand letzte Woche eine Info- bzw. Auftaktveranstaltung zur DE Thanstein-Hebersdorf statt. Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) zeigte dabei die Möglichkeiten, den zeitlichen Ablauf und die Einbeziehung der Bürger in ein solches Verfahren auf. Der begleitende Planer, Landschaftsarchitekt Gottfried Blank aus Pfreimd, stellte laufende Maßnahmen vor.

 

Wie bei den Informationsveranstaltungen in den Jahren 1999 und 2002 kamen auch dieses Mal rund 60 Bürger in das Gasthaus Träxler und informierten sich über das geplante Projekt, das 2017 in die Tat umgesetzt werden soll. Für jedes Dorf ist die Dorferneuerung ein Glücksfall, es wird aber entscheidend und langfristig von der Dorfgemeinschaft bestimmt. In mehreren Gemeindeteilen wurde bereits die Lebenssituationen der Bevölkerung durch die Flurneuordnung und Dorferneuerung wesentlich verbessert. Bürgermeister Walter Schauer gab dabei einen Rückblick über das vor kurzem beendete Verfahren in Kulz. Neben den zahlreichen Bürgern waren auch Altbürgermeister Alfons Kramer und VG Geschäftsstellenleiter André Schille seiner Einladung gefolgt.

Für die Bürger von Thanstein wurde 1990 eine umfassende DE beantragt. Die Grundvoraussetzung für die Einleitung eines Verfahrens sind klare Ziele der Bürger und eine positive Einstellung zur Sache. Hans-Peter Schmucker schilderte die gesamte Bandbreite der Instrumente und Möglichkeiten einer DE, bei der öffentliche und private Maßnahmen durchgeführt werden können. Immer wieder verwies er auf den Dialog mit den Bürgern hin, denn der Mensch steht im Mittelpunkt des Verfahrens. Ziel ist es, ein harmonisches Dorfbild zu schaffen. Verfahren und Förderung tragen dabei zu einer Stärkung des Bewusstseins für die dörfliche Lebenskultur und zur Belebung der örtlichen Nahversorgung bei. Unter dem Motto „Zuhause leben und zuhause bleiben“ sollte mit den erarbeiteten Maßnahmen auch die Bleibebereitschaft der Dorfjugend besser ausgeprägt werden.

Nach der Gründung einer Teilnehmergemeinschaft werden Bürgermeister, Gemeinderat, die Einwohner und das Fachbüro in Arbeitskreisen einen DE-Plan erarbeiten. Als Vorarbeiten eines gelungenen DE-Programms ist die Gründung von Arbeitskreisen, sie entwickeln Ideen, beispielsweise zur Einrichtung eines Dorfladens oder die Gestaltung des Dorfplatzes. Nach der formellen Einleitung des Verfahrens folgen die endgültige Planung und deren Umsetzung zur Verbesserung der Lebensbedingungen.

Bei einem kostenlosen Einstiegsseminar vom 27.-28. November in Paulsdorf bei Amberg werden die Bedeutung der DE vorgestellt. In Gruppenarbeiten wird sich mit der eigenen Heimat beschäftigt und der weitere Ablauf besprochen. Interessenten können sich noch bei Bürgermeister Walter Schauer oder bei der Verwaltungsgemeinschaft anmelden.

 

Die Gestaltung des Dorfplatzes (vorne) und Nutzung der Grundschule (hinten) werden eine große Rolle in der Dorferneuerung sein.


Das Ziel der Dorferneuerung sei, die Wohn- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Dörfern zu verbessern und die ländlichen Regionen als Wirtschaftsstandorte zu sichern, so Schmucker. Im Detail entstehen für die Gemeinde beispielsweise Nutzungskonzepte für leer stehende Gebäude (z.B. Grundschule) oder Baulücken und mit neuen Vermessungen entstehen sichere Grenzen. Die Gemeinde und auch die Bürger erhalten Zuschüsse (bis zu 60 Prozent) für daraus resultierende Maßnahmen. Anhand von Fotos wurden einige Beispiele gelungener Dorferneuerungen gezeigt, wie die Beseitigung von Engstellen oder die Sicherung von Fußwegen.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank aus Pfreimd zeigt am Beispiel laufender Verfahren einiger Landkreisgemeinden, dass die Mitgestaltung des Bürgers unentbehrlich ist. Nicht die Beseitigung von baulichen Mängeln sollte im Vordergrund stehen, sondern die Schaffung von einer besseren Aufenthaltsqualität in Thanstein-Hebersdorf.

Bürgermeister Schauer bedankte sich bei den Referenten und zahlreichen Bürgern für ihre rege Beteiligung und hofft auf ein großes Engagement in der Umsetzung.

Termine: öffentliche Ortsbegehungen, Mittwoch, 18. November, 16 Uhr, TP Schule; Freitag 27. November ab 15 Uhr und Samstag, 28. November bis ca. 16 Uhr, Einstiegsseminar in Paulsdorf; Bürgerversammlung, Mittwoch, 18. November 19.30 Uhr, Gasthaus Träxler.

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