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Innenstadtentwicklung Schwandorf -  Planungsziele Friedrich-Ebert-Straße

Innenstadtentwicklung Schwandorf - Planungsziele Friedrich-Ebert-Straße

3 Minuten Lesezeit (582 Worte)

Der Planungsausschuss hat eine rund 20-köpfige Arbeitsgruppe eingesetzt, um die Planungsziele für den Umbau der Friedrich-Ebert-Straße zu erarbeiten.

Sie stellte ihre Ergebnisse vor:
Nämlich die Planungsziele für den Umbau der Friedrich-Ebert Straße in Schwandorf. Im Zuge der Bürgerbeteiligung wurde nach dem Verkehrsversuch vom letzten Jahr eine Gruppe aus Bürgern, Vertretern der Fraktionen und des Gewerbes gegründet, um Planungsziele auszuarbeiten, wie man denn nun den Umbau der Straße angehen könnte. Das geschah in drei Sitzungen mit Beteiligung von Stadtplanern.

Bevor es aber zu den konkreten Fakten ging, hoben alle Beteiligten die schon fast als harmonisch zu bezeichnende konstruktive Zusammenarbeit hervor. Dies hatte den einen oder anderen überrascht, war und ist doch die Diskussion bei dem Thema, vor allem in den Sozialen Netzwerken, meist etwas rauer.
Ein weiterer Punkt ist dann auch noch augenfällig: Vieles, wenngleich nicht alles, was erarbeitet wurde, war in einer ähnlichen Form schon einmal Vorschlag oder Teil des letztjährigen Versuches.
OB Andreas Feller begrüßte dann die Zusammenarbeit und das Ergebnis, er betonte noch einmal, dass er und seine Verwaltung sich hier herausgenommen haben, ganz bewusst. Einen Appell hatte er aber noch an die Öffentlichkeit und die Medien, nämlich dem Ergebnis eine faire Chance zu geben.

Die Planungsziele gehen nun zunächst in den Stadtplanungsausschuss, sofern sie dort genehmigt werden, erhält dann der Stadtplaner den Auftrag, tätig zu werden. Von da an nimmt der so entstandene Bauplan seinen Weg durch die Instanzen.

Die „11-Punkte für den Stadtimpuls“ im Einzelnen:

1. Multifunktionalität. Die Friedrich-Ebert-Straße umfasst auch zukünftig einen Nutzungsmix aus Einzelhandel, Wohnen, Dienstleistungen/Gesundheitswesen und Gastronomie. Immobilieneigentümer werden im Strukturwandel unterstützt. Leerstände -auch in den Obergeschossen- sind abzubauen.

2. Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität ist der motorisierte Individualverkehr zu reduzieren. Zur Zielerreichung ist der Durchgangsverkehr zu vermeiden und um die Innenstadt zu führen.

3. Fußgänger, Radfahrer, Pkw, Zulieferverkehr und ÖPNV nutzen die Friedrich-Ebert-Straße gleichberechtigt (Anpassung der Geschwindigkeit und der Flächen im Stadtraum). Parken ist jedoch nur an ausgewiesenen, markierten Stellplätzen möglich. Bei der Gestaltung des Raumes werden alle gesellschaftlichen Gruppen, u.a. auch geh- und sehbehinderte Personen, berücksichtigt.

4. Verkehrsgeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit des motorisierten Verkehrs ist  durch bauliche und sonstige Gestaltungselemente zu reduzieren. Die Orientierung liegt bei einer Schrittgeschwindigkeit bis maximal einer Tempo 20-Zone. Eine Überwachung der Höchstgeschwindigkeit soll erfolgen.

5. Lichtkonzept. Ein attraktives, imageförderndes und sicherheitsförderndes Lichtkonzept ist zu erarbeiten.

6. Barrierefreiheit. Durch niveaugleichen Ausbau mit ebenerdigen Bodenbelägen wird eine Barrierefreiheit erreicht. Unerwünschtes straßenbegleitendes (Kurz-)Parken wird durch entsprechende Maßnahmen und eine aktive Verkehrsüberwachung verhindert.

7. Parken. Kurzzeitparkplätze sind klar zu markieren und auf den Bereich zwischen Wendelin-Platz und Schwaigerstraße zu konzentrieren.  An geeigneten Stellen sollen Schwerbehinderten-Stellplätze sowie Fahrradständer eingerichtet werden. Der Anlieferverkehr ist bei der Parkraumkonzeption zu berücksichtigen.

8. Grünung. In der Friedrich-Ebert-Straße werden keine neuen Bäume gepflanzt. Begleitendes Grün im Straßenraum wird gewünscht (z.B. durch wertig gestaltete Pflanztröge).

9. Aufenthaltsqualität. Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität ist Grundlage, um in der Friedrich-Ebert-Straße zukünftig auch mehr „zu bummeln“. Zur Stärkung der Aufenthaltsqualität sind auch konsumfreie Sitzgelegenheiten vorzusehen. Die Straße wird im Bereich Schwaigerstaße und Wendelinplatz so gestaltet, dass mehr Stadtraum mit Aufenthaltsqualität entsteht.

10. Innenstadt. „Masterplan“ Die Attraktivierung der Friedrich-Ebert-Straße kann nur im Gesamtzusammenhang der Innenstadtentwicklung nachhaltig erfolgreich sein. Hierzu werden die erarbeiteten Ergebnisse durch das Stadtumbaumanagement in einen städtebaulichen Masterplan überführt. Mit Sofortmaßnahmen (z.B. 1.Stunde in Parkhäusern frei, Ruhebänke) sind Veränderungsprozesse sichtbar einzuleiten.

11. Marketing & Management. Die gesamte Umbau- und Sanierungsmaßname wird durch ein aktives, frühzeitiges und qualitativ gutes Baustellenmarketing begleitet. Die gesamte Umbau- und Sanierungsmaßnahme muss in einem möglichst zeitlich engen Zeitfenster erfolgen. Ausschreibungsunterlagen werden entsprechend formuliert.

Interessierte Bürger können den Prozessverlauf unter www.stadtimpuls-schwandorf.de

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