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Jakobi-Kirchweih in Ensdorf

Jakobi-Kirchweih in Ensdorf

2 Minuten Lesezeit (430 Worte)

Ensdorf. Mit allem, was zu einer richtigen Oberpfälzer Kirchweih gehört, feierten am vergangenen Wochenende die Ensdorfer ihre Jakobi-Kirchweih. Schwülwarme, schweißtreibende Temperaturen herrschten, als am Samstagnachmittag die Kirwaburschen den 30 Meter langen Kirwabaum, unterstützt von kräftigen Mannsbildern, aufstellten.

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Armschmalz war gefragt, um die schweißtreibende Arbeit auf das Kommando von Baummeister Martin Reiser „Auf geht’s, pack ma’s a! Hau – ruck!“ zu vollbringen. Auch die Kirwamoidln waren gefordert, sie hatten für ausreichend flüssigen Nachschub zu sorgen. Stück für Stück hievten nun mit Goißn, durch einen Bagger gesichert und unterstützt, kräftige Mannsbilder den mit Kränzen geschmückten Kirwabaum in die Höhe.

„Wir sind stolz auf unsere feschen Kirwapaare“ verkündete am Abend der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Richard Reiser. Er freue sich, dass viele „befreundete Kirwaleit“ zur Jakobikirchweih gekommen seien. Feuerwehr und Kirwapaare hätten das Fest wieder hervorragend organisiert, lobte Bürgermeister Markus Dollacker. Auf „drei schöne Tage bei unserer Jakobi-Kirchweih“ stieß er mit Reiser mit einer frischen Winkler-Maß an. Die „SaKrisch-Band“ spielte zünftig auf, sorgte für Stimmung. Dass sie nicht nur beim Baumaufstellen super sind, zeigten die Kirwaburschen als sie mit ihren feschen Kirwamoidln ihre Tänze vorführten. Nicht nur für den Durst, auch für den Hunger war mit Bratwürsteln, Steaks, Käse- und Fischsemmeln vorgesorgt.

Der Sonntag begann mit dem von Pfarrer Pater Hermann Sturm in der Pfarrkirche zelebrierten Festgottesdienst, den die Ensdorfer Blaskapelle musikalisch umrahmte. Sie spielte unter Leitung von Hubert Haller anschließend auch zünftig zum Frühschoppen auf. Am Nachmittag zeigten die elf Kirwapaare, von „D’ jungen Riedener,“ der Teresa Weinfurtner mit Johannes und Philipp Haas musikalisch begleitet, ihre Tänze, die Sternpolka, s’ Fensterl, s’ Hupferl (Mazurka), Ausanand – zuanand, die Burschen zeigten auch einen Plattler – und einen Walzer sowie den Ehrentanz, die sie seit Monaten eingeübt hatten. Das Publikum war begeistert. In Gstanzln zogen die Kirwapaare wieder kräftig vom Leder. Und so erfuhren die Zuschauer „D’ Feierwehr aus Wolischba hod uns zu am Festl eiglon. Wos soll na in der Einladung überhaupt des Kondom.“ Auch die Riedener bekamen ihr Fett weg, mussten hören „A 130-Joahr-Festl feiert koa Sau, außer die Rainer – weil die san gern blau.“

Was wäre aber die Ensdorfer Kirwa ohne Oberkirwapaar: Julia Gebhardt und Tobias Köstler heißen die Glücklichen, die nun ein Jahr lang den Blütenkranz tragen dürfen. Dann aber ging es ab ins Bierzelt. „D’ jungen Riedener“ spielten weiter auf, übernahmen auch am Abend das musikalische Kommando, sorgten für Stimmung. Am Montagnachmittag aber trafen sich wie alle Jahre die älteren Mitbürger zum Seniorennachmittag im Festzelt und am Abend sorgte die „Original Waidhauser Blasmusik“ für Kirwastimmung. Gegen 22 Uhr wurde der Kirwabaum verlost.

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