Kinderaugen strahlen beim Riedener Adventsmarkt

Rieden. Eine Bläsergruppe der Blaskapelle „St. Georg“ unter Leitung von Miroslaw Zgrzendek spielte „Herbei, o ihr Gläubigen“, „Wir sagen euch an den lieben Advent“, den Andachtsjodler“ und andere weihnachtliche Weisen. Kinderaugen strahlten, der Duft von Glühwein zog über den Marktplatz: Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) hatte am Samstag gemeinsam mit den Vilstalschnupfern und der Kirwagemeinschaft ihren alljährlichen Adventsmarkt eröffnet.

Herzlich willkommen hieß Bürgermeister Erwin Geitner die zahlreichen Besucher nach dem von Pfarrer Gottfried Schubach zelebrierten Abendgottesdienst. Er betonte, „mit der weihnachtlichen Musik der Bläsergruppe und den Liedern der Kleinen des Kindergartens wollen wir uns einstimmen auf eine besinnliche Adventszeit.“ Sein Dank gelte den Verantwortlichen der Vereine, die diesen Einstieg in die Adventszeit, „die stade Zeit“, organisierten.

Den zahlreichen Kindern, die mit ihren Eltern und Großeltern zur Eröffnung gekommen waren, versprach er „auch heute noch wird der Heilige Nikolaus kommen und euch bestimmt etwas mitbringen.“ Und als Sankt Nikolaus kam, einige der Kids drängten sich schon ängstlich an ihre Mütter, sangen die Kleinen des Kindergartens „Guten Tag, ich bin der Nikolaus“, „Dem Nikolaus ist kalt“ und erfreuten den heiligen Mann mit dem Fingerspiel vom Nikolaus mit der Brille: „Aus einem kleinen Haus, da schaut der Nikolaus heraus. Er trägt Brille, klein und rund, einen langer Bart verdeckt den Mund …“

Er habe von Gutem und von Bösem in seinem goldenen Buch gelesen, betonte der heilige Mann und stellte auf seine Frage, ob die Kinder auch brav seien erstaunt aber auch erfreut fest „Wir haben hier in Rieden ja lauter brave Kinder.“ Einige Ermahnungen mussten doch noch sein, bis er reimte „Mich schickt das liebe Christkind schon, ich bring den braven Kindern Lohn.“ Danach leerte der heilige Mann seinen großen Sack, in dem er Schokoladenweihnachtsmänner für alle mitgebracht hatte.

An den Ständen aber gab es bei der KAB neben Glühwein und Früchtepunsch auch Stollen, Lebkuchen mit Schoko- oder Nussglasur und Streuseln obendrauf oder Nussecken „…natürlich alles selbst und mit Liebe gebacken.“ Bratwürste vom Grill aber auch Knackersemmeln, Crepes mit Nutella und auch verschiedene Liköre hatten die Kirwaleit im Angebot. Bei den Vilstalschnupfern gab es hausgemachten Jagatee „auf Wunsch mit einem Schuss Rum“, heißen Hugo, Glühmost, Weiihnachtsbier aber auch Limonaden.

Wie im Vorjahr hatte der Heimatverein eine Krippenausstellung aufgebaut. Alpenländische, orientalische Krippen aber auch eine Wurzelkrippe und eine heilige Familie in einer Ruine konnten nicht nur die Kinder bewundern. Sechs Teilnehmer des von Fridolin Groß geleiteten HV-Krippenbaukurses hatten die Krippen gebaut.