Kirchenraum mit Kinderaugen sehen

Kirchenraum mit Kinderaugen sehen

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Die Marienkirche in Blechhammer wurde vor 60 Jahren feierlich konsekriert. Vor ein paar Wochen hatte die Pfarreiengemeinschaft dieses runde Jubiläum mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden ausgedehnten Frühschoppen gefeiert. Eine Ausstellung rundete das Ereignis ab, vor allem die Älteren unter den Kirchenbesuchern erinnerten sich. Dieses Jubiläum bot die Gelegenheit, das Gotteshaus auch der jüngeren Generation nahezubringen – mittels Beteiligung am gemeindlichen Ferienprogramm.

 

„Kirchenraum mit Kinderaugen sehen“, gemeinsam mit Mesnerin Ingrid Schieder gingen sieben Kinder im Alter zwischen viereinhalb bis zwölf Jahren auf Entdeckungsreise. Zunächst schwärmten sie in der Kirche aus, um sich selber erst einmal einen Überblick zu verschaffen. Kein Gebäude wie jedes andere ist so ein Gotteshaus. Warum es Sinn macht, sich in einer Kirche ruhig zu verhalten? „Weil die Leute, die hierherkommen, beten wollen, nachdenken, und außerdem versteht man ja den Pfarrer nicht, wenn man lärmt.“

Die bunten Fenster fanden die Kinder toll. Altarbild mit dem Altarraum, Taufbecken, Beichtstuhl und ein Blick aus der Vogelperspektive von der Empore, die Kinder genossen es, sich einmal ruhig umsehen zu können. Die Längsseite einer Kirche nennt man auch Kirchenschiff. In der Bibel gibt es viele Geschichten, bei der ein Schiff vorkommt. Die Mesnerin erzählte einige Szenen daraus. „Die Kirche ist kein Spielplatz“, betonte sie, „spielen können wir im Gruppenraum“. Sehr geschickt stellten sich die Kinder beim Falten eines Papierschiffchens an. Zurück zum Jubiläum: Menschen hatten immer schon gebaut, einmal auch einen sehr hohen Turm, der bis in den Himmel hineinreichen sollte: „der berühmte Turmbau zu Babel.“ Einige der Kinder erinnerten sich, dass dies nicht gelungen war. Mit Bausteinen bauten sie Türme, Häuser und Brücken.

„Was gehört zu einer Feier, was braucht man dazu?“ Kerzen, Musik, ein schön gedeckter Tisch, Essen und Trinken, Gastgeber und Gäste, die Kleinen wussten bestens Bescheid. All das findet sich auch beim Gottesdienst wieder, wobei Jesus Christus im Mittelpunkt steht, gegenwärtig in Brot und Wein, das zum Leib und Blut Christi gewandelt wird. Jedes Kind nahm eine Ähre mit Weizenkörnern in die Hand, die die Mesnerin mitgebracht hatte. Die Kinder erkannten, dass daraus Mehl entsteht, das zum Backen von Brot und Kuchen verwendet wird. Aus Trauben wird der Wein gewonnen. Gemeinsam aßen die Kinder ungespritzte Trauben und Semmelscheiben.

Im Kinder- und Jugend-Gästebuch hinterließen sie einen Fingerabdruck: „Wir waren hier, wir haben am Ferienprogramm teilgenommen.“ Die Kinder nahmen nicht nur neue Eindrücke mit nach Hause, sondern auch Seifenblasen und ein Ausmalbild.  


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