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Kirchweih in Vilshofen

Kirchweih in Vilshofen

4 Minuten Lesezeit (760 Worte)

Sportverein und Schützengesellschaft richteten am vergangenen Wochenende die 34. Vilshofener Kirchweih wieder am Sportheim  statt.

Die „Hoglbuachan“ spielten am Abend so richtig bayrisch auf, als Bürgermeister Erwin Geitner das erste Fass anzapfte. Und da die Vilshofener auch wissen, „dass a Kirwa ohne Kirwabaum einfach nix is,“ stellte der Meier Toni bei strömendem Regen – pünktlich zum Kirwabeginn war die Septemberhitze von Starkregen abgelöst worden –  mit kräftigen Mannsbildern, um die Mittagszeit, wieder einen Kirwabaum auf. „Rund 15 Meter ist er lang“ behauptete der Toni und kommandierte „Hauruck“ und „schiabts a“. An die zehn Mann wuchteten mit Goißn und Spickern den Baum in die Höhe, bis er ins Loch rutschte und verkeilt werden konnte. Nicht einmal eine halbe Stunde hatte das Ganze gedauert. Und so grüßt auch wieder ein Kirwabaum vom Pfarrberg über das Vilstal.

Bild: „A Kirwa ohne Kirwabaum is einfach nix,“ wissen die Vilshofener und stellten mit Muskelkraft einen Baum auf. Der grüßt nun vom Pfarrberg in Vilshofen über das Vilstal.

Nach dem Bieranstich am Abend begrüßte Schützenmeister und Kirwa-Chef Josef Spies im Namen des Schützen- und des Sportvereins die Gäste, freute sich, – „ich weiß nicht, was ich verbrochen hab’, dass es so stark regnet,“– dass trotz dem zahlreiche Gästen gekommen waren. Bürgermeister Erwin Geitner fand es sehr gut „dass Sport- und Schützenverein die Tradition der Vilshofener Kirwa aufrecht erhalten.“ Darüber freute sich Geitner, zapfte das erste Fass an und benötigte dazu gerade mal einen Schlag. Dann stießen Bürgermeister, 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner, Marktgemeinderat Andreas Weinfurtner, SV-Vorsitzender Timmy Grunewald und Schützenmeister Josef Spies auf ein gutes Gelingen der Kirchweih an.

Die Gäste aber ließen sich manch frisches Seidel Naabecker schmecken, wussten Bratwürstl und Steaks vom Grill als deftige Unterlage zu schätzen. Die „Hoglbuachan“ spielten auf und das mit einer Lautstärke wie es halt früher einmal war „… dass ma se halt a nu unterhalten ko,“ Nach dem Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder am Sonntagvormittag war Frühschoppen angesagt. Am frühen Nachmittag bauten fleißige Frauen Kuchentheken auf, der Kaffee dampfte in den Kannen – es hieß „Kaffee- und Kuchentime beim Sportheim“. Nicht nur für die Mannsbilder gab’s natürlich eine frische Halbe oder ein Weizen. Auch der Duft von Bratwürsten und Steaks am Grill zog über den Pfarrberg. Dazu spielte die „Salleröder Buam“, der Stefan, der Simon und der Jonas, bis in die Abendstunden zünftig auf. „A richtig guade Kirwamuse,“ wie zu hören war.

Bild: Zünftig spielten am Samstag „d’ Hoglbuachab,“  der Tobi, der Andi und der Chopper (von links) auf, waren von Tisch zu Tisch auch als Wandermusikanten unterwegs.

Highlight war auch bei der diesjährigen Vilshofener Kirwa am Samstagnachmittag das Fußballspiel, bei dem heuer die Sonntagskicker gegen eine Auswahlmannschaft aus Spielern der Meistermannschaften 88/89, 90/91 und 2002/03. Wegen der kräftigen Regenschauer pilgerten nur wenige Fußballbegeisterte zum Sportgelände des SV Vilshofen um ein spannendes und kämpferisches Spiel zu erleben, bei dem die Auswahlmannschaft in Blau gegen die Sonntagskicker in Blau-Weiß getreidt antraten. Souverän Julian Lindner vom TuS Hohenburg als Schiedsrichter, der um 15 Uhr das Spiel anpfiff. Als Linienrichter fungierten Roland Schön und Herbert Zechmeier.

Bereits in der 20, Spielminute versenkte Gerhard Grabinger von der Auswahlmannschaft den Ball mit dem Kopf ins gegnerische Tor. 20 Minuten später nahm der Arthur Flierl von der das Spiel dominierenden Auswahlmannschaft die Chance war und versenkte den Ball mit einem unhaltbaren Schuss im Tor der Sonntagskicker Nach mehrmaligen Pfosten- und Lattenschüssen aber auch Scheitern an den Paraden der Torhüter endete mit einem 2:0-Ergebnis für die Auswahlmannschaft die erste Halbzeit.

In der zweiten konnte die führende Auswahlmannschaft aus den drei Meistermannschaften ihr vorgelegtes Tempo nicht mehr halten und seine Torchancen nutzen. Trotz Elfmeter und Freistoß für die Auswahlmannschaft blieb der Spielstand unverändert. Mit einem 2:0 der Auswahlmannschaft gingen nach einem spannenden Spiel, bei dem viele der Sportler ihr Letztes gaben, die Spieler vom Platz. Betreuer Alois Tischer sprach abschließend von einem guten und fairen Spiel. bei dem es keine schweren Verletzungen gegeben habe. SV-Vorsitzender Timmy Grunewald aber will das Spiel nicht nur als ein Kirchweihspektakel sehen, „sondern als Chance zu einem geregelten Freizeit-Spielbetrieb bei uns in Vilshofen.“

Bilder zur Auswahl: Temporeich und spannende war das Match Auswahlmannschaft der Meister 88/89, 90/91 und 2002/03 gegen die Sonntagskicker, bei dem die Spieler unter dem Einsatz aller Kräfte ihr Bestes gaben.

Am Kirwamontag aber geht es für alle „g’standnen Vilshoferer“ ab 10 Uhr weiter mit dem traditionellen Kirwamontags-Frühschoppen. Weißwürscht oder „saure Zipfel“ gehören natürlich ebenso „wie a kloana Ratsch“ dazu. Musikalisch begleitet von „mir 3 und du“ wird heute ab 19 Uhr  der Abschluss der 34. Vilshofener Kirwa noch bis in die Abendstunden gefeiert, die Vilshofener lassen es noch einmal so richtig krachen

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