Kloster eröffnet Barfußpfad in Ensdorf

Nach zwei arbeitsreichen Tagen war das Werk vollendet und die Leiterin der Umweltstation des Klosters, Gloria Reitmaier, betonte: „Der Barfußpfad ist als Inklusionsprojekt der Umweltstation in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten angelegt worden“.

Vom Nordpol bis zum Äquator könne man barfuß die verschiedenen Vegetations- und Landschaftsformen der Erde erkunden. 23 Kinder, unter ihnen auch mehrere mit Behinderung, hatten mit elf Betreuern an dem Projekt gearbeitet, dabei sei aber auch das Spielen nicht zu kurz gekommen. Die Unterstützung durch die Bayerischen Staatsforsten, betonte Gloria Reitmaier, habe es ermöglicht, den Barfußpfad an zwei Tagen fertigzustellen. Und sie lobte: „Ausbildungsgehilfe Hubert Hollweck mit den vier Forstwirtslehrlingen stellten die Rahmen des Pfads, die kleine Brücke und das Geländer her. Mit ihrer handwerklichen Kompetenz waren sie Vorbild für die Buben und Mädchen, die ihnen nacheiferten“.

Bild: Eifrig werkelten noch am Dienstagmittag an der Fertigstellung des Barfußpfads.

Die Arbeit an sozialen Projekten mit Kindern sei für die Forstwirtslehrlinge „um über den Tellerrand hinauszublicken“ wichtig, hob Forstbetriebsleiter Thomas Verron hervor. Schon bei mehreren Projekten – einer Sitzgruppe im Kloster, dem Steg über die Vils beim Biotop oder das Projekt Streuobstwiese am Eggenberg – hätten die Bayerischen Staatsforsten mit der Umweltstation des Klosters zusammengearbeitet. „Auch deshalb haben wir uns zur Mitarbeit gerne bereiterklärt, als Frau Reitmaier wegen des Barfußpfads, der mit Naturmaterialien erstellt werden sollte, bei uns anfragte“.

Bild: Alle die am Barfußpfad mitarbeiteten, stellten sich mit Forstbetriebsleiter Thomas Verron (links) dem Fotografen.

Bei diesem Pfad könne man über die Fußsohle aufnehmen, über was man gehe, fügte Thomas Verron an. Mit „Für die Umwelt kann man sich nur begeistern, wenn man sie erlebt, sie spürt, wenn sie mitten durch die Haut geht. Das gilt besonders für Kinder.“ brachte er es auf den Punkt. Gloria Reitmaier, die in der Zusammenarbeit mit den Auszubildenden des Vilstalzentrums der Bayerischen Staatsforsten in Vilshofen eine gute Umsetzung des Projekts durch Kombination von Praktikern mit Pädagogen sieht, erläuterte an der Schautafel die Einzelheiten zum Thema „Barfuß um die Welt“.

Dann aber hieß es für alle auf über die Strecke, die über Kiefernzapfen, Fichtennadeln, Baumrinden, Moor, eine Brücke aus Holzbohlen, Laub, Bucheckern und Rindenstücke, große Steine, Kies, durch Wasser, über Gras, groben und feinen Sand, Hackschnitzel, Moos – „und das alles haben die Kinder im Wald gesammelt“ – führt. Ausbildungsgehilfe Hubert Hollweck freute sich über die hervorragende Zusammenarbeit und hatte für alle Kinder Mützen der Bayerischen Staatsforsten mitgebracht. Gloria Reitmaier dankte ihm und den Auszubildenden im Namen des Klosters mit Klosterhonig und -marmelade. Die Kinder aber, die an beiden Tagen neben Mittagessen mit Getränken, Kuchen und Obst versorgt wurden, konnten sich noch über eine Portion Eis freuen.