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KMK: Debatten um Umzug der Musikakademie

KMK: Debatten um Umzug der Musikakademie

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Wenig turbulent verliefen die regulären Neuwahlen der Konrad Max Kunz-Fördervereinigung in Schwandorf. Die komplette Vorstandschaft stellte sich wieder zur Verfügung und wurde einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Breiteren Raum nahm dagegen die Diskussion um einen möglichen Umzug der Musikakademie in ein städtisches Gebäude ein.

Die 1.Vorsitzende Cornelia Horsch freute sich zur Mitgliederversammlung auch die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Roidl begrüßen zu können. Sie berichtete ausführlich über die Aktivitäten der drei Sparten des Vereins. Der Oratorienchor hat sich im abgelaufenen Jahr unter der Leitung von Wolfgang Kraus mit zwei Konzerten präsentiert. Im Juni sang der Chor italienische Barockmusik in der Pfarrkirche St.Jakob und im Herbst gab es erstmals ein weltliches Konzert mit Liebesliedern in der Spitalkirche, welches beim Publikum ebenfalls sehr gut angekommen ist. Derzeit probt der Chor das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms, das im Rahmen der Konrad Max Kunz-Tage der Stadt am 27.Mai kommenden Jahres in der Oberpfalzhalle zur Aufführung kommen wird. Da dieses grandiose Werk ein großes Orchester und demzufolge auch einen sehr großen Chor erfordert, sind interessierte Sängerinnen und Sänger aufgerufen, sich dem Ensemble für dieses einzigartige Projekt anzuschließen.

Aber auch das SADTheater war aktiv. Im Frühjahr begeisterte die Truppe mit der anspruchsvollen Komödie „Die Nacht von Valognes“ von Eric Emmanuel Schmitt über 400 Zuschauer im Sperlstadl. Im Herbst haben sich die Darsteller mit Schauspielworkshops fit gemacht, um noch besser zu werden. Vom Ergebnis wird man sich im Frühjahr überzeugen können, wenn das SADTheater unter der Regie von Christina Fink-Rester die turbulente Farce „Bitte verlassen Sie die Bühne“ von John Chapman im Sperlstadl zur Aufführung bringt.

Während bei den Sparten Oratorienchor und SADTheater alles zum Besten bestellt ist, stellt sich dagegen die Musikakademie nach wie vor als „Sorgenkind“ des Vereins dar. Die personellen Entscheidungen der Vergangenheit haben sich nach Aussage von Cornelia Horsch „als goldrichtig erwiesen“. Es sei ein deutlicher Aufwärtstrend spürbar, der sich in zunehmenden Schülerzahlen niederschlägt. Die musikalische Früherziehung wurde ausgebaut, ein Kinderchor neugegründet und die Ensemblearbeit deutlich ausgeweitet. Es werden nahezu alle Fächer einschließlich Gesang unterrichtet und die Musikakademie erfüllt alle Anforderungen der Bayerischen Sing- und Musikschulverordnung. Diese hohen Qualitätsstandards zu halten, kostet natürlich Geld und da fange das Problem an. Laut Kassenverwalterin Claudia Allwang-Wopper ist der Musikschulbetrieb defizitär, die ungedeckten Kosten müssen weiterhin, wie in der Vergangenheit, durch Spenden gedeckt werden.

Aus diesem Grund sind die Verantwortlichen schon seit Jahren mit der Stadt Schwandorf im Gespräch um mögliche Lösungen zu finden. Die Stadt hat der KMK angeboten, die Musikakademie in einem Gebäude am Pfleghof mit unterzubringen. Der Stadtrat konnte sich allerdings in seiner letzten Sitzung nicht dazu durchringen dem zuzustimmen. Sowohl Bürgermeisterin Roidl als auch KMK-Mitglied und Stadtrat Kurt Mieschala erklärten übereinstimmend, dass die Stadträte einer solchen Lösung „parteiübergreifend positiv gegenüber stehen“. Ein Beschluss sei jedoch „aufgrund einer missverständlichen Formulierung in der Beschlussvorlage“ nicht möglich gewesen.

Von Seiten einiger Mitglieder wurden durchaus kritische Stimmen laut. Viele finden es unverständlich, dass eine Stadt in einer Größenordnung wie Schwandorf, „es nicht für notwendig hält, eine Musikschule, die ja eine wertvolle Bildungseinrichtung ist, zu fördern“. Es erfolgte auch der Hinweis auf kleinere Gemeinden im Landkreis, die sich sogar eigene Musikschulen als städtische Einrichtungen leisten. Bürgermeisterin Roidl betonte, den hervorragenden Ruf der Konrad Max Kunz-Fördervereinigung. „Alles, was Sie machen, hat Qualität und genießt hohes Ansehen“, bekräftigte sie. Sie dankte den Verantwortlichen für ihr großes ehrenamtliches Engagement und zeigte sich überzeugt, dass in Sachen Musikakademie eine zufriedenstellende Lösung gefunden werden wird.

Die Neuwahlen verliefen unspektakulär. Unter der fachkundigen Leitung von Kurt Mieschala wurden alle einstimmig gewählt. Cornelia Horsch bleibt 1.Vorsitzende. Ihre Stellvertreterin ist Christina Fink-Rester. Claudia Allwang-Wopper führt weiterhin die Kasse und Ilona Glück ist Schriftführerin. Als Kassenprüfer stellten sich Markus Schuierer und Kurt Mieschala (neu) zur Verfügung.


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