corona-Gerd-Altmann-pixabay Symbolbild: © Gerd Altmann, pixabay

Schwandorf: Das Landratsamt Schwandorf meldet Folgendes: Der Freitag, an dem wir zum Stand 17.15 Uhr berichtet hatten, blieb ohne Fall. Mit zwei Infektionen am Samstag und einer am Sonntag ist die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 8.377 angestiegen. Am heutigen Montag haben wir bislang (Stand 17.15 Uhr) keinen Fall. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt heute bei 6,1 (Freitag und Samstag 5,4 / Sonntag 6,8).


Die drei Fälle, die übers Wochenende festgestellt wurden, haben viel Arbeit bereitet. In einem Fall handelt es sich um eine Reiserückkehrerin aus Barcelona. Die Fluggäste wurden rückverfolgt und informiert. Eine Mutationsanalyse läuft. Aktuell ist die Delta-Variante im Landkreis noch nicht nachgewiesen. Generell ist es aber so, dass diese Variante nie zeitgleich mit der Infektion als solcher, sondern erst zeitversetzt nachgewiesen werden kann. Deshalb kann es einen „Tag X" geben, an dem dann nachträglich feststehen kann, dass diese Mutation, die sich europaweit ausbreitet und in mehr als zwei Dutzend Fällen bereits in der Oberpfalz nachgewiesen worden ist, leider auch bei uns angekommen ist.

Ein anderer Fall führt dazu, dass für eine neunte Klasse des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in Schwandorf Quarantäne angeordnet werden musste. Dies ist umso bedauerlicher, als die hochgradige Infektion unmittelbar nach dem Wegfall der Maskenpflicht aufgetreten ist. Dieser Fall steht auch als dritter Fall mit der von uns am Freitag genannten Freizeiteinrichtung in Verbindung. Ein positiver Schnelltest in einer anderen Schule wird durch einen PCR-Test abgeklärt.

Einwöchige Sonderaktion im Impfzentrum ist gut angelaufen

An beiden Standorten des Impfzentrums begann heute eine Sonderaktion für alle Impfwilligen ab 16 Jahre ohne Terminbuchung. Der Ärztliche Leiter, Dr. Moritz Maenner, war aufgrund der zuletzt spürbaren Impfmüdigkeit der Bevölkerung von der großen Resonanz überrascht. In Nabburg kamen heute rund 80 Personen ohne Termin zur Impfung. Diese Personen wurden zusätzlich zu den regulären Terminen, die nach wie vor bevorzugt behandelt werden, geimpft. Die Bandbreite reichte vom Kurzentschlossenen bis zu Personen, die nach einer Erstimpfung mit Astra Zeneca gemäß der neuen StiKo-Empfehlung eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff verabreicht bekommen wollten.

Noch größer war die Nachfrage am Standort in Maxhütte-Haidhof. Dort wurden heute rund 120 Impfwillige ohne vorherige Terminvereinbarung gezählt. Wartezeiten waren hier nicht nur dieser Zahl geschuldet, sondern leider auch der Tatsache, dass es ein technisches Problem mit der Software gab. Durch Zweitimpfungen von Personen, die ihre Erstimpfung beim Hausarzt erhalten und deshalb ihren BayIMCO-Account ordnungsgemäß gelöscht haben, verlängerte sich die Wartezeit zusätzlich, da diese erneut manuell im System erfasst werden mussten. Mit Hochdruck arbeitete das Impfteam daran, die Wartezeit zu normalisieren. Trotz der technischen Panne wertete der Ärztliche Leiter des Impfzentrums den Start der Sonderaktion als gelungen, da 180 Menschen kurzfristig eine Impfung verabreicht werden konnte.

Aktivitäten der Hilfsorganisationen an den Schnellteststationen

In der vergangenen Woche wurden vom Bayerischen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe insgesamt 1.231 Testungen durchgeführt. In der Woche zuvor waren es 1.343 Testungen. In vier Fällen wurde ein positives Ergebnis ermittelt, dies entspricht einer Positivrate von 0,32 % (in der Woche zuvor lag dieser Wert bei 0,07 %). Mit vier positiv ausgefallenen Schnelltestungen erreicht der prozentuale Anteil der positiven Schnelltestungen den höchsten Wert seit Anfang Mai. Aufgrund einer Änderung der Corona–Testverordnung ist künftig die Bestätigung der getesteten Person durch Unterschrift auf einem Formblatt als Leistungsnachweis notwendig. Die Verschärfung der Dokumentationspflichten soll bundesweit die Möglichkeiten betrügerischer Anbieter einschränken.