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Landratsamt Regensburg stellt ersten Bildungsbericht vor

Landratsamt Regensburg stellt ersten Bildungsbericht vor

3 Minuten Lesezeit (602 Worte)

Im Landratsamt Regensburg tagte der Schulausschuss. Die wichtigsten Punkte dabei waren WLAN an Schulen und die Vorstellung des neuen Bildungsberichtes. Am Ende der Sitzung kam es noch zu einem kleinen Streit, ob Kunst an einer Turnhalle wirklich sinnvoll ist.

Landrätin Tanja Schweiger hatte die Kreisräte des Schulausschusses in den kleinen Sitzungssaal im Landratsamt Regensburg geladen. Die ersten Tagesordnungspunkte behandelten die Verlagerung der Landwirtschaftsschule in das Grüne Zentrum Regensburg und die Errichtung einer Fachakademie für Sozialpädagogik im Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land (BSZ). Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sollen am BSZ so die Möglichkeit bekommen, zu dringend im Landkreis benötigtem Fachpersonal weitergebildet zu werden. Das Bayerische Staatsministerium für Kultus, Wissenschaft und Kunst genehmigte jetzt einen Antrag.

Als Nächstes wurde ein Zwischenbericht über verschiedene Schulbaumaßnahmen im Landkreis behandelt: die Erweiterung des Gymnasiums in Lappersdorf, die Erweiterung und Sanierung des Gymnasiums in Neutraubling und die Errichtung einer Sporthalle in Neutraubling. Die Sporthalle sollte gegen Ende der Sitzung noch einmal für erheblichen Gesprächsstoff sorgen.

Einer der wichtigsten Punkte des Ausschusses war die Einrichtung eines WLAN-Netzwerkes an jeder der neun Schulen des Landkreises, denn die Schüler wollen in der heutigen Zeit den schnellen Zugriff auf das Internet. Aber was die Schüler wollen, ist nicht immer das, was auch die Lehrer wollen. Ein WLAN-Netz ist ausdrücklich erwünscht, allerdings sollen die Schüler nicht mit ihren eigenen Geräten Zugriff darauf bekommen. Sie sollen schließlich noch dem Unterricht folgen. Stattdessen sollen die Schüler mit schuleigenen Geräten Zugriff auf das Netzwerk bekommen. So haben die Lehrer die Kontrolle über die Inhalte, die sich die Schüler ansehen. Das endgültige Konzept ist noch in der Planung. Es soll mit den jeweiligen Schulen zusammen entwickelt werden.

Dann war es so weit: Der erste Bildungsbericht des Landkreises Regensburg wurde vorgestellt. Auf fast 140 Seiten werden anhand von Daten und Praxisbeispielen die verschiedenen Phasen des Lernens im Landkreis Regensburg sichtbar und verdeutlicht. Auch der Vergleich zu anderen Landkreisen wird aufgezeigt. Landratsamt-Mitarbeiterin Katharina Brückner hat den Bericht verfasst und stellte die wichtigsten Punkte vor.

Bis zum Jahr 2035 soll die Bevölkerung im Landkreis auf mehr als 207.000 Menschen ansteigen ­- eine große Herausforderung für alle Bildungseinrichtungen. Hier gilt es schon jetzt Maßnahmen zu ergreifen. So ist zum Beispiel die Zahl der Ausbildungsabbrecher relativ hoch: im Durchschnitt über 22 Prozent. Am größten ist die Zahl beim Handwerk und bei den freien Berufen. Rund 35 Prozent der Auszubildenden brechen hier eine angefangene Ausbildung wieder ab. Als „erschreckend hoch“ wurde dieser Prozentsatz bezeichnet. Was die Gründe sind und wie man dem entgegenwirken kann, soll noch geklärt werden.

Insgesamt ist der Bildungsbericht eine gelungene Übersicht über den Bildungsstand im Landkreis. Ein kleiner Kritikpunkt allerdings bleibt: Die Weiterbildung für Senioren kommt etwas zu kurz. Hier soll dann im zweiten Bildungsbericht verstärkt darauf eingegangen werden, versicherte Katharina Brückner. Dieser wird 2019 veröffentlicht.

Damit war man zum letzten Tagesordnungspunkt gekommen: Kunst am Bau. Bei den oben genannten Erweiterungen der Gymnasien und der Errichtung der Turnhalle in Neutraubling und Lappersdorf sollen 0,5 Prozent der Kosten für Kunstwerke ausgegeben werden, welche die Gebäude verschönern sollen. Beim Gymnasium in Lappersdorf sind das immerhin über 80.000 Euro, beim Gymnasium in Neutraubling sogar über 103.000 Euro. Bei der Sporthalle in Neutraubling sind es „nur“ 8.000 Euro. Dieser Betrag führte zu einer kleinen Diskussion unter den Kreisräten über den Sinn und Unsinn über Kunst an einer Turnhalle, sodass darüber extra abgestimmt wurde. Fünf Mitglieder der CSU stimmten dagegen, neun Mitglieder der anderen Fraktionen stimmten dafür. Jetzt bekommen die Schüler in Neutraubling doch etwas Kunst an ihrer neuen Turnhalle zu sehen, wenn sie fertig ist. Was es genau sein wird, steht noch nicht fest. Dafür wird es Ausschreibungen geben, bei denen sich Künstler bewerben können.

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