Lebendiges Netzwerk für Kinder und Familien

Lebendiges Netzwerk für Kinder und Familien

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Die Koordinierende Kinderschutzstelle der Stadt Amberg und die Koordinierungsstelle Frühe Hilfen des Landkreises Amberg-Sulzbach haben mit dem Forum Frühe Hilfen ein inzwischen fest etabliertes und sehr gut angenommenes Vernetzungstreffen von Fachkräften vorwiegend aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Gesundheitshilfe und weiterer Anbieter Früher Hilfen geschaffen. Bei der zehnten Zusammenkunft im Amberger Rathaus schauten die Beteiligten nicht nur auf die vergangenen Jahre zurück.

Die Akteure nahmen in Workshops die Zusammenarbeit mit werdenden Eltern sowie Eltern von Säuglingen und Kleinkindern in den Blick und entwickelten diese als ein lebendiges und starkes Netzwerk für Schwangere, Kinder und Familien in der Region weiter.


„Die KoKi war der Startschuss für diese gelungene Kooperation und ist nach wie vor der Antriebsmotor“, würdigte Bürgermeisterin Brigitte Netta die Arbeit des Forums. „Mit einem effektiven und präventiven Kinderschutz sorgt das Netzwerk dafür, dass keine Kinder durchs Netz fallen“. Stellvertretender Landrat Franz Birkl nahm die Dankesworte auf und unterstrich, dass die Netzwerke weiter gefördert werden müssen. Er lobte, neben der Arbeit der Jugendämter, die Einbindung und das Engagement vieler Ehrenamtlicher im Forum Frühe Hilfen.


Gemeinsam ein starkes Netz für Schwangere, Eltern und Kinder aufzubauen ist das Grundanliegen der Arbeit der KoKis. Dieses verfolgen sie durch eine präventive Begleitung von Schwangeren und Familien mit Kindern im Altern von 0 bis 3 Jahren in der Stadt Amberg und von 0 bis 6 Jahren im Landkreis. Für Eltern sind sie kompetenter Ansprechpartner; als solche informieren sie über Angebote für Schwangere und Familien, begleiten diese zeitweise und vermitteln sie bei Bedarf an geeignete Fachstellen - etwa bei Schlafschwierigkeiten der Kinder an die Schreibabyambulanz. Außerdem vermitteln die Kokis ehrenamtliche Familienpaten und stehen den Eltern in vielen weiteren Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Ziel dieser präventiven Arbeit ist es stets, Schwangere und Eltern so zu stärken und zu entlasten, damit sich die Kinder gut entwickeln können.


Auch den weiteren Fachkräften im Bereich der Frühen Hilfen ist die Bildung eines Netzwerks für Schwangere, Kinder und Eltern ein wichtiges Anliegen. Die zweite Säule der KoKi-Arbeit ist es daher, mit ihrem „Forum Frühe Hilfen“ diese Netzwerkstrukturen auf- und auszubauen. Ob Schwangerenberaterinnen, Hebammen, Kinderärzte, Krippenfachkräfte oder Mitarbeiter einer Beratungsstelle – um Schwangere sowie junge Eltern möglichst frühzeitig erreichen, entlasten und unterstützen zu können, ist es für sie alle wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.


Welche Angebote gibt es in der Region für Schwangere, Eltern und Kinder? Reichen sie aus, um den verschiedensten Fragen und Sorgen von Eltern gerecht zu werden? Was läuft gut, was fehlt? Diese Fragen werden im Austausch diskutiert und als Grundlage für die Weiterentwicklung der Angebote und Hilfen herangezogen. Dabei haben die Fachkräfte stets das Ziel im Auge, im Gespräch mit den Eltern die passgenaue Unterstützung zu finden und anzubieten. Es ist daher ein zentrales Anliegen des Forums Frühe Hilfen, dass sich die einzelnen Berufsgruppen und Organisationen im Bereich der Frühen Hilfen genau kennenlernen, zusammen mit ihnen gemeinsame Standards und eine einheitliche Sprache zu entwickeln, die Vernetzung zu stärken und auf diese Weise die Kooperation weiter auszubauen.


Mit Themen wie Datenschutz, „Zwischen Prävention und Kindeswohlgefährdung“, kollegialer Beratung, Unterstützungsmöglichkeiten für psychisch belastete Eltern, Frühförderung werden entweder durch externe Referenten oder von den regionalen Fachkräfte die – stets an der alltäglichen Praxis orientierten – Fragen aufgearbeitet. Durch Information, Berichte und Diskussion soll so die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefördert und der präventive Kinderschutz gestärkt werden. Ziel ist es dabei, Schwangere, Eltern und Kinder möglichst frühzeitig zu erreichen und hilfreich zu unterstützen.


Die KoKi der Stadt Amberg blickt inzwischen auf sechs Jahre, die des Landkreises Amberg-Sulzbach auf fünfeinhalb Jahre der Familienbegleitung und Netzwerkarbeit zurück. In dieser Zeit wurden für Schwangere und Familien mit Kleinkindern unterschiedliche Angebote und Strukturen, teilweise in Kooperation mit anderen Trägern aufgebaut:


    •    Offene KoKi-Sprechstunden auf der Geburtsstation im Klinikum St. Marien und St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg in Kooperation mit den beiden Einrichtungen – inklusive eines regelmäßigen Fachaustauschs mit dem Klinikpersonal
    •    Einsatz von Familienpaten Frühe Hilfen (in Kooperation mit dem Kinderschutzbund)
    •    Entwicklung des Familienwegweisers Amberg und der Kindergartenplatzbörse (in Kooperation mit dem Bündnis für Familie)
    •    Einsatz von Familienhebammen und Kinderkrankenschwestern in Familien des Landkreises Amberg-Sulzbach
    •    Bereitstellung von Elternbriefen des Bayerischen Landesjugendamtes für Netzwerkpartner in der Stadt Amberg und Versendung der Elternbriefe im Landkreis
    •    Regelmäßiger Fachaustausch mit Schwangerschaftsberatungsstellen, Hebammen, Erziehungsberatungsstelle, Gesundheitsberufen, Frühförderstelle etc.
    •    Regelmäßige Kontaktpflege zu Netzwerkpartnern (Ärzten, Beratungsstellen, Kindertageseinrichtungen, Jobcenter etc.)
    •    Teilnahme an Arbeitskreisen und Gründung des Arbeitskreises Krippe in Amberg
    •    Öffentlichkeitsarbeit


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