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LESERBRIEF: "Schlosswald: Mit Knopfdruck soll Lebenswerk vernichtet werden"

3 Minuten Lesezeit (660 Worte)

Zu unserer Berichterstattung über den Urnenfriedhof Schlosswald in Stefling - es geht darum, dass die Stadt Nittenau den Betreiber-Vertrag mit Jürgen Kölbls Schlosswald GmbH kündigen will - hat uns folgende Leserzuschrift erreicht:

"Liebe Redaktion, mit Bestürzung habe ich am 18.03.21 den Artikel Schlosswald: Trauer- und Zahlungsstau - dennoch Licht am Ende des Tunnels? gelesen.


Ich muss mich dringend zu Wort melden – auch wenn ich sonst kein Leserbrief-Mensch bin - denn die Fassungslosigkeit ist groß. Für mich war die Stadt Nittenau und Bürgermeister Boml bisweilen vorbildlich, da sie Herrn Kölbl in seinem Herzblut-Engagement in diesem Projekt unterstützten. Denn genauso beispielhaft, wie er es macht, soll es auch sein, denn in Deutschland haben Trauernde keine Lobby. Sie werden zu Kunden stilisiert, die sich anzupassen haben, und sie werden mit erschütternder Herzlosigkeit abgewickelt. 

Als meine Mutter Anfang des Jahres verstarb, hatte ich das Glück, Jürgen Kölbl und den Naturfriedhof kennenzulernen. Ein wahrer Zufluchtsort nach meinen schmerzlichen Erlebnissen mit dem Bestattungswesen in Regensburg.

Und nun das… Es ist unfassbar, welche Anstandslosigkeit und schiere Gewalt die Stadt Nittenau an ihm verübte, indem man ihm ohne Ankündigung in einem Fax die Zusammenarbeit aufkündigt und gleich darauf diese Information an die Presse weitergab. Kalkül und Vertrauensbruch höchsten Grades. Mit einem Knopfdruck soll das von Idealismus geprägte Lebenswerk und die gesamte Existenz eines Mannes ohne ein Wimpernzucken vernichtet werden. Das geht auch anders…


...

Schlosswald: Trauer- und Zahlungsstau - dennoch Licht am Ende des Tunnels? - Ostbayern-Kurier - Ostbayern-Kurier

Nittenau. Der geliebte Ehemann ist verstorben. Die Grabstelle, die er sich zu Lebzeiten ausgesucht hat, kann die trauernde Witwe nun nicht erwerben: Die Stadt Nittenau versucht gerade, den auf 30 Jahre angesetzten Vertrag mit dem Betreiber des Schlos

Es bedarf nicht viel Fantasie, um zu erkennen, welche Lobby hinter der BKPV Beschwerde steht. Das Ergebnis sehen wir hier ganz deutlich. Es wurde nun viel Energie darangesetzt, eine wunde Stelle zu finden, damit Herrn Kölbl anzuschwärzen und seinem wunderbaren Projekt ein Ende zu setzen. Es ist manchen einfach ein Dorn im Auge. Nach der fristlosen Kündigung, deren Begründung nichts mit ihm oder seiner Arbeit zu tun haben – sondern mit einem Verfahrensfehler seitens der Behörden – hat man ihm nun nach zwei Monaten Hinhaltetaktik einfach den Geldhahn zugedreht und wartet ab...

Als ich seinerzeit meinem Bestattungsinstitut sagte, dass die Urne meiner Mutter im Schlosswald einen Platz findet, wurde damit geantwortet, dass es doch viele schöne städtische Urnenplätze gäbe etc. Denn sonst würde man ja nichts daran verdienen. Nachdem ich darauf bestand, ging es in den Wochen danach nur noch darum, alles wofür Herr Kölbl steht und was er tut, so schlecht wie möglich zu reden und ihm Hürden in den Weg zu werfen. Es gefiel einfach nicht, dass man sich hier eine andere Vorgehensweise erlaubt und damit die heilige Spielwiese betritt.

Diese gezielte Abschreckungsstrategie blieb bei mir ohne Erfolg, denn ich hatte Herrn Kölbl kennengelernt und mir –durch seine sehr einfühlsame und geduldige Beratung – ein Bild vor Ort gemacht. Als ich nach mehreren Stunden den Schlosswald verließ, wusste ich - das war richtig. Hier wurde das Leben meiner Mutter nicht einfach abgewickelt, sondern es wurden zusammen mit Jürgen Kölbl behutsam und respektvoll die Wünsche erörtert und mit viel Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit ein Platz für die Urne unter einem Baum ausgewählt.

Wir können hier nicht tatenlos zusehen, wie Jürgen Kölbl zwischen die Mühlen gerät. Es ist an der Zeit, dass wir alle ihm von dem, was er uns gab, nun etwas zurückgeben. Ich bitte daher alle, die diese beispiellose Betreuung durch Herrn Kölbl und deren Ideale genießen durften, es ihm zu danken. Lassen Sie bitte umgehend der Stadt Nittenau Ihr Lob über ihn zukommen. Jürgen Kölbl muss in seiner Arbeit gefördert – und nicht an den Pranger gestellt werden.

Danke von Herzen – viele Grüße – Britta Reece"

Pfakofen

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