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Stadel-4 Fotos von Fred Wiegand

Logistische Meisterleistung der Feuerwehren im Regental

2 Minuten Lesezeit (396 Worte)
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Oben am Waldrand bei Stadel brennt es, so die Annahme bei der Feuerschutzwoche. Sofort wurden die Wehren Ramspau, Hirschling und Heilinghausen, Karlstein und Grafenwinn alarmiert. Schnell stellt sich heraus, dass ein großer Bulldog mit Maishäcksler und die Felder brannten. Da der Brand knapp 400 m vom Ort entfernt war, wurde der Schlauchwagen von der FF Regenstauf und wasserführende Fahrzeige der Wehren Regendorf und Steinsberg angefordert.

In der Zwischenzeit löschte die FF Ramspau den brennenden Bulldogmit ihren Tanklöschfahrzeug und Atemschutzträger retteten den Maschinenführer aus dem verrauchten Führerhaus.

Von Stadel aus wurde eine Schlauchleitung nach oben auf dem Berg gelegt. Dort war der Druck aber nicht besonders hoch mehr. Daher wurde ein 10 m³ Wasserbehälter damit befüllt und mit einer Pumpe TS 8/8 den Angriffstrupps zur Verfügung gestellt. Die Wehren aus Heilinghausen bauten eine Leitung mit B-Schläuchen vom Regen her auf, das waren noch einmal über 300m bis Stadel. Auch hier wurde wieder ein Wasserbehälter damit gefüllt und mit einer Pumpe auf dem Berg befördert. Somit standen zwei B-Schläuche mit Wasser am Berg zur Verfügung, das mit Verteilern bis an die Brandherde gebracht werden konnte.

Die Bauern Georg Lui und Josef Weigert wurden angerufen, um mit ihren großen Güllefässern ebenfalls Wasser auf dem Berg zu bringen. Es musste ja auch ein Übergreifen auf den Wald verhindert werden.

Nach ca. zwei Stunden war alles gelöscht, und es konnte zurückgebaut werden. Hierbei wurde es schon dunkel, was die Arbeit erschwerte. Alle waren aber erleichtert, dass trotz der Umstände, Entfernung und der Anstieg zum Brandherd diese Logistische Meisterleistung vollbracht wurde.


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Für den Kommandanten von Ramspau Lukas Rauscher, der die Übung geplant hatte, war die größte Sorge, wie das Wasser über diese Entfernung auf dem Berg kommt. Viel Erfahrung wurde bei dieser Übung dazu gesammelt, so Rauscher.

KBR Wolfgang Scheurer, der mit KBI Thoma Diez das Geschehen beobachtete, zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit der acht teilnehmenden Wehren. „Nur wer zusammenhält, hat Erfolg. Das hat diese Übung gezeigt", so Scheurer. „Wir haben in den letzten Jahren immer mehr Dürreperioden gehabt. Daher müssen wir uns auf solche Szenarien einstellen". Großen Dank sprach er Lukas Rauscher für diese Arbeit aus.

Auch Kreis- und Markträtin Paula Wolf, die dem Markt vertrat, zeigte sich beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Wehren im Regental. Sie habe die ganze Übung beobachtet. „Das war schon was", so Wolf.

Das Motto der Brandschutzwoche „Wir sind Ehrenamt" wurde hier eindrucksvoll gezeigt.

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