Marianne Schieder: "Wohlstand kommt beim Bürger an"

Am Mittwochabend hatte der SPD Ortsverein Roßbach/Wald zu einer Informationsveranstaltung ins Gasthaus Eder in Mainsbauern geladen. Der Vorsitzende, Peter Schmid, freute sich besonders die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder begrüßen zu können. Zu Beginn der Versammlung wurden die Delegierten und Ersatzdelegierten für die Wahlkreiskonferenz zur Bundestagswahl gewählt.

Konrad Eichinger wird den Ortsverein als Delegierter vertreten, als Ersatzdelegierte wurde Brigitte Jirikovsky gewählt. Die wahlkampffreie Zeit sei bald zu Ende, so Marianne Schieder. Sie sprach über die aktuelle Bundespolitik. Die Volksparteien würden im Moment nicht so gut dastehen, obwohl in Berlin gute Politik gemacht werde, sagte die Bundestagsabgeordnete. Viele Themen seien gut in Angriff genommen worden, wirtschaftlich gehe es Deutschland gut. Der Wohlstand komme auch beim Volk an. Die gute wirtschaftliche Lage sei genutzt worden und der Mindestlohn wurde eingeführt, auch eine Änderung bei den Leihverträgen und der Zeitarbeit sei in Arbeit, dies solle nicht länger als 18 Monate möglich sein. Es komme immer mehr Ordnung in den Arbeitsmarkt.

Auch im Bereich der Rente habe es erhebliche Verbesserungen geben. Man müsse die gesetzliche Rente stabilisieren und somit die Altersarmut im großen Stil verhindern. Ihrer Meinung nach habe die SPD bessere Minister als die Union, und mit dem Bundesverkehrswegeplan sei sie nicht zufrieden, erklärte Schieder. Die Vorschläge des Ministers seien nicht nachvollziehbar. Sie bemühe sich mit allen Kräften, für den Landkreis Cham hier noch mehr zu erreichen.

Auch im Bereich der Bildung sei viel investiert worden. Die Bundestagsabgeordnete sprach außerdem über die Themen erneuerbare Energie, Schenkungs- und Erbschaftssteuer und den Brexit. Es sei gelungen, die Flüchtlinge ordentlich unterzubringen. Der Freistaat leiste hier sehr gute Arbeit und erhalte riesige Unterstützung von Ehrenamtlichen.

Peter Schmid dankte Marianne Schieder, dass sie mit Herzblut in Berlin aktiv sei und sagte, politische Meinungsbildung sei sehr wichtig. Anschließend gab es die Gelegenheit Fragen an die Bundestagsabgeordnete zu stellen und die Themen zu diskutieren. Die SPD-Gemeinderäte stellten dann die aktuellen Themen der Gemeindepolitik vor. Gottfried Heuschmann, Albert Frank und Peter Schmid informierten zu den Themen Gestaltung der Walder Ortsmitte, neues Baugebiet, Schulsanierung, Termine im kulturellen Bereich wie die Infofahrt der Gemeinde am 23. September nach Furth im Wald, Kanalgebühren, Jugendarbeit, LEADER-Projekt Radweg, das Gesundheits- und Seniorenzentrum und die Videoüberwachung am Walder Friedhof.

Peter Schmid berichtete noch aus dem Ortsverein. Franz Rettich ist seit 50 Jahren Mitglied der SPD. Bei der Gemeindemeisterschaft im Stockschießen belegte die Walder SPD den 7. Platz und auch bei der Gemeindemeisterschaft des Schützenvereins beteiligte man sich. Am 3. September findet wieder das Ferienprogramm, Minigolf, statt und auch ein Preisschafkopfen ist geplant. Im Herbst findet die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Es sei sein Wunsch, dass auch jünger Mitglieder Verantwortung übernehmen, so Schmid. Auch bei den Kommunalwahlen 2020 wolle man präsent sein. Man habe eine gute Basis in Wald geschaffen, ist sich der Vorsitzende sicher, es gäbe auch mittlerweile fünf SPD-Gemeinderäte. Abschließend freute sich Peter Schmid noch, zwei neue Mitglieder im Ortsverein begrüßen zu können: Manuela Kaiser und Bernhard Schneider.