Minister Schmidt: Klimawandel und "kriminelle Verhaltensweisen"

Minister Schmidt: Klimawandel und "kriminelle Verhaltensweisen"

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Am Dienstag hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf Einladung von MdB Karl Holmeier den Landkreis Schwandorf besucht. Unter anderem waren die beiden Politiker bei der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld zu Gast. Rund zwei Stunden dauerte die Führung durch das Betriebsgelände, bevor der Minister den im Hof versammelten Medienvertretern für ein Statement zur Verfügung stand.  In Sachen Milchpreis äußerte sich Schmidt vorsichtig optimistisch.

Erzeuger und Märkte so der Minister hätten aus den Krisen der Vergangenheit gelernt. Dennoch, so Schmidt weiter, sei die regionale Vermarktung ein enorm wichtiger Teil zukünftiger Strategien. Er betonte, dass man auf Initiativen auf der Erzeugerseite auch eine gute Struktur der Verarbeiter folgen lassen muss, hier waren natürlich in diesem Fall die Molkereibetriebe gemeint.


Die Risiken dürfen nicht immer alleine bei den Landwirten liegen, das gelte für Milchpreisschwankungen genauso wie für die Folgen des Klimawandels. Die Bauern seien bei letzterem nicht die Erstverursacher. „Mit Ausnahme des amerikanischen Präsidenten gibt es keinen, der nicht an den Klimawandel glaubt. Der Klimawandel existiert, und die Bauern sind die ersten Betroffenen“, so Schmidt wörtlich.


Auf den jüngsten Lebensmittelskandal mit belasteten Eiern angesprochen, äußerte sich der Minister deutlich: Das sind „kriminelle Verhaltensweisen“, gegen die „niemand gefeit“ sei. Chemische Rückstände in Lebensmitteln seien „kein Kavaliersdelikt“; es werde „mit der ganzen Härte des Gesetzes“ dagegen vorgegangen.


Angesichts der Verunsicherung vieler Verbraucher plädierte der Landwirtschaftsminister für eine Kennzeichnung der Lebensmittel, aber  mit Augenmaß. Schmidt: „Die Verbraucher müssen wissen, was drin ist, kurz und prägnant. Siegel sind da ganz wichtig. Aber wir müssen auch aufpassen, dass es am Ende nicht zu viele Siegel werden.“  Dann musste natürlich noch die Milch aus Schwarzenfeld verkostet werden, bevor es wieder weiterging zum nächsten Termin.


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