DA1BC863-6A32-41BC-BBE2-FC0F1DBA2BAF OB Andreas Feller, (li.) und Gerhard Maier; Foto: Roland Kittel

​Schwandorf. Vereine sind derzeit massiv von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie betroffen. So geht es aktuell auch dem Verein Schwandorfer Modellbahner. Die ansonsten jeden Freitag von 18.00-20.00 Uhr stattfindenden Vereinstreffen müssen derzeit natürlich ausfallen. Nichts desto trotz ist nach Gerhard Maier, dem Vorsitzenden des Vereins, der Modelleisenbahnbau aktuell ein mehr als geeignetes Hobby.

„Viele Leute haben jetzt gezwungenermaßen mehr Zeit zur Verfügung. Außerdem ist das Entwerfen neuer Strecken, das Tüfteln nach elektrischen Lösungen oder das detailgetreue Basteln neuer Häuser, Landschaften u.v.m. eine Tätigkeit, die man allein machen kann.

Die Modellbahner haben große Teile des Anwesens in der Dachelhofer Straße 67a mit Streckenführungen in Beschlag genommen. 35 Mitglieder sind im Verein organisiert. Der Club hat dabei drei verschiedene Systemvarianten in Betrieb. Die Systeme Spur-N im Maßstab 1:160 und die Spur H0 im Maßstab 1:87 als Zweileiter und Dreileiter.

Die jeweiligen Streckenführungen mit unterschiedlichen Landschaften, Städten und Dörfern sind dabei keiner konkreten Vorlage entsprungen. „Wir versuchen schon den Lokalkolorit der Oberpfalz, also den Oberpfälzer Jura mit einfließen zu lassen, aber es werden keine realen Vorbilder nachgebaut. Auch eine Bahn mit Alpenpanorama inklusive typischer Bauweise ist vorhanden."



Nahezu alle Mitglieder des 2013 gegründeten Clubs haben natürlich zuhause ihre eigene kleine Eisenbahnwelt, an der jetzt jeder fleißig tüfteln, weiterbauen und reparieren kann. Auch Gerhard Maier hat gerade Zeit einige Dinge an seiner Eisenbahn nachzuholen, die er schon lange vor sich herschiebt.

Der Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller, selbst glühender Modelleisenbahnfan, hat berufsbedingt viel zu wenig Zeit für den Modellbau. „In einer Stadt mit einer so bewegten Eisenbahngeschichte steht es außer Frage, dass das Herz des Oberbürgermeisters für Modelleisenbahnen schlagen muss", meint Feller mit einem Augenzwinkern. Als kleine Aufmerksamkeit hat er dem Verein einen Güterwagon mit dem Logo seiner ehemaligen IT-Firma vorbeigebracht.

Sobald die Einschränkungen des öffentlichen Lebens wiedergelockert werden, freut sich der Verein bei seinen Treffen auf interessierte Schwandorferinnen und Schwandorfer. „Wir freuen uns über jeden, dem wir unser geliebtes Hobby näherbringen können", so Maier.