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290620-Felsenkeller-SAD Susanne Lehnfeld (Leiterin Kulturamt), Dieter Jobst (stv. Personalratsvorsitzender), Werner Robold (scheidender Felsenkellerbeauftragter), Birgit Karg (Leiterin Personal- und Organisationsamt), Oberbürgermeister Andreas Feller

Mr. Felsenkeller ließ Ruinen auferstehen

2 Minuten Lesezeit (457 Worte)
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Schwandorf. Weit über die Grenzen Schwandorfs hinweg haben sich die Felsenkeller als Ausflugsziel für Touristen und Liebhaber guter Musikkonzerte etabliert. Dass die Keller heute als überregionale Institution bekannt sind, liegt maßgeblich am Einsatz von Werner Robold. Das Mitglied der Schwandorfer Höhlenfreunde besah sich bei Dienstantritt bei der Großen Kreisstadt Schwandorf zusammen mit seinen Kollegen im Jahr 1999 die noch unerschlossenen Felsenkeller und erkannte sofort deren großen Potenzial. Dies auszuschöpfen war fortan seine Passion und Lebensaufgabe. Nun geht Werner Robold in den Ruhestand. 

Am Montagmorgen verabschiedete Oberbürgermeister Andreas Feller seinen Mitarbeiter im Foyer der Spitalkirche und hob Robolds Verdienste hervor. „Wenn man mit den Kollegen auf dem Städtetag spricht, merkt man, welch hervorragenden Ruf unsere Felsenkeller genießen", sagte Feller. Die Leiterin des Kulturamtes Schwandorf, Susanne Lehnfeld, dankte stellvertretend für alle Kollegen für Robolds Einsatz in den letzten 21 Jahren. 

„Du bist und bleibst unser ‚Mr. Felsenkeller'", sagte sie bei der Verabschiedung. Robold habe „den Schatz gehoben und geschliffen". Außerdem verfüge Robold über „umfassendes Musikwissen", was zu einem „spitzenmäßigen Programm im Kulturkeller" geführt habe, so Lehnfeld weiter. Das Felsenkellerlabyrinth sowie die äußerst beliebten Veranstaltungen im Kulturkeller nannte Lehnfeld ein „glanzvolles Alleinstellungsmerkmal". Auch Vertreter des Personalrates unterstrichen Robolds Gesamtleistung.

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Werner Robold absolvierte in den 70er Jahren zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann, holte dann sein Abitur nach und studierte an der Universität Regensburg alte und mittlere Geschichte sowie Archäologie. Unmittelbar vor seinem Amtsantritt in Schwandorf arbeitete er an eigenen Forschungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege zusammen. 


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Als Robold die Felsenkeller zum ersten Mal inspizierte, war deren Erscheinungsbild mitnichten mit dem heutigen vergleichbar. Schutt, Schrott und Müll der Nachkriegszeit lagen darin, viele Bereich waren einsturzgefährdet. Robold konnte es organisieren, dass die Keller aufgeräumt und baulich sicher gemacht wurden. Außerdem schaffte er es, die damals sämtlich in privater Hand befindlichen Keller für die Nutzung durch die Stadt verfügbar zu machen. Neben den hochspannenden Führungen, bei denen auch die Geschichte der Felsenkellerdiebe von 1931/1932 erzählt wird, haben freilich die Konzerte im Kulturkeller Kultstatus erlangt. „Es war zum Schluss dann so, dass sich deutschlandweit Agenturen und berühmte Bands bei uns gemeldet haben – nicht umgekehrt", erzählte Robold.


Der begeisterte Musikliebhaber, der selbst auch gerne, wie er sagt, auf der Gitarre klimpert, holte denn auch Größen wie den Gitarristen von „Supertramp", Carl Verheyen, Martin Barr von „Jethro Tull", Ian Matthews oder auch „Hundred Seventy Split" und die „Blues Company" nach Schwandorf. Neben großen Namen und dem Kulturkeller lagen Robold stets auch die einheimischen Bands am Herzen, welche bei der Bühnenbelegung des Schwandorfer Bürgerfestes häufig zum Einsatz kamen.
„Das hat mir immer viel Spaß gemacht, ich habe mein Möglichstes getan", sagte der sichtlich gerührte Robold am Montagmorgen. Für die Zukunft will Robold den Kollegen auf Wunsch immer beratend zur Seite stehen. „Ich laufe nicht davon", scherzte er.

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