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JHV_KLJB_Nittenau_2020 Unter einem Banner: (Sitzend; v. l. n. r.) Stellvertreterin Sophia Dinter, die Vorsitzenden Martin Faltermeier und Katharina Bollwein und Stellvertreter Nicolas Süß gemeinsam mit (stehend; v. l. n. r.) Seelsorger Ulrich Eigendorf, Kassenprüfer Maximilian König, Beisitzerin Maria Weber, Schriftführer Simon Heimerl, Beisitzer Rainer Bösl, Kassenprüfer Andreas Bollwein und Kassierin Alexandra Bauer. Bild: (c) Michael Wolf)

Neue Frauenpower bei der KLJB Nittenau

3 Minuten Lesezeit (583 Worte)

Bei der Jahreshauptversammlung der KLJB (Katholischen Landjugendbewegung) Nittenau am 15.02.2020 im Pfarrsaal ging es hoch her: Neben einer Satzungsänderung stand die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft auf der Tagesordnung. Große Veränderungen ergaben sich bei den weiblichen Vorständen.

Rasch arbeiteten die versammelten Vereinsmitglieder die Tagesordnung der Sitzung ab, die die Vorsitzenden Nicolas Süß und Maria Weber im Pfarrheim Nittenau pünktlich um 19:00 Uhr eröffnen konnten, bis die erste große Diskussion anstand: Hatte es sich bei Tätigkeits-, Kassen- und Kassenprüfungsbericht um eherne Formalia, bei den Dankesworten der Vorsitzenden um persönliche Ansprachen und bei der Reflexion der Mitgliederumfrage und dem Bericht über die Umstrukturierung der Arbeitskreise zu ständigen Ausschüssen um organisatorische Ankündigungen gehandelt, waren die Mitglieder bei der Satzungsänderung Feuer und Flamme.

Im Notfall: Nach dem Halbjahr zwei Beisitzer mehr

Die Vorstandschaft hatte – neben einigen kleinen Formalitäten – in ihrem Antrag zur Satzungsänderung vorgeschlagen, die Anzahl der Beisitzer im Vorstand zu erweitern, um die Last der vielen Aktionen der KLJB auf zusätzliche Schultern zu verteilen. Im Plenum entbrannte eine Diskussion darüber, wie eine Aufweichung der organisatorischen Schlagkraft des Vorstands verhindert werden könnte, ohne den Stress und die teilweise Überarbeitung der momentanen Vorstände zu ignorieren. Schließlich fand ein Änderungsantrag von Laura Maria Hilge und Julia Faltermeier die Mehrheit, der einen einzigartigen Mechanismus einführte, um beiden Seiten Rechnung zu tragen: Die Vorstandschaft erhielt das Recht, nach einem halben Jahr bei Bedarf eine weitere Mitgliederversammlung einzuberufen und sich zwei zusätzliche Beisitzer in ihre Reihen hinzuwählen zu lassen. Die Satzungsänderung muss noch vom KLJB-Diözesanvorstand genehmigt werden.

Ämter-Rochade bei den Männern

Anschließend folgte die Neuwahl des Vorstands. Betrachtet man nur die männliche Seite des paritätisch besetzten Vorstands, so kann man nur kleine Veränderungen ausmachen: Um seiner zusätzlichen Belastung als Diözesanvorstand Rechnung zu tragen, machte Nicolas Süß den Posten des Vorsitzenden für seinen langjährigen Stellvertreter Martin Faltermeier frei und ließ sich dafür in dessen bisheriges Amt wählen. Simon Heimerl wurde als Schriftführer bestätigt und Rainer Bösl ersetzte seinen Amtsvorgänger Maximilian König, der nun gemeinsam mit Andreas Bollwein Kassenprüfer ist, als Beisitzer. Kaplan Ulrich Eigendorf konnte sein Amt als Seelsorger, das er seit dem Weggang von Kaplan Eldivar bereits de facto ausgeübt hatte, nun auch offiziell antreten.

Neue Gesichter bei den Frauen

Große Verschiebungen ergaben sich bei den Frauen. Neuigkeit des Abends war die Wahl von Katharina Bollwein als Vorsitzende. Für die langjährige Oberministrantin, Pfarrgemeinderätin, KLJB-Beisitzerin und Organisatorin der Kindergruppenstunden ist ihre Wahl weit mehr als eine weitere Stufe auf dem Ämtertreppchen, denn Bollwein hat große Ambitionen: „Ich möchte, dass zwischen den verschiedenen Altersgruppen der Zusammenhalt gestärkt wird und dass man sich als große Gemeinschaft sieht und nicht als einzelne Grüppchen.“ Der verbindende katholische Glaube unterscheide die KLJB von anderen Jugendgruppen. „Bei allen hat man diesen kirchlichen Hintergrund, den man sonst nicht so hat. Es ergeben sich Gespräche, die sich vor anderem Hintergrund nicht ergeben würden“, so Bollwein.

Die bisherige Kassierin Sophia Dinter rückte zur stellvertretenden Vorsitzenden auf und machte so den Weg für eine Newcomerin frei: Alexandra Bauer aus Wald wird die Kasse der Landjugend verwalten. Dass sich die junge Frau, die auch aktives Mitglied ihrer Heimatfeuerwehr und Gemeinderatskandidatin der Walder CSU ist, dazu entschieden hat, sich ausgerechnet bei der Nittenauer KLJB verstärkt zu engagieren, hat laut Bauer einen einfachen Grund: „Weil ich die Leute alle schon kannte und ich mit sehr offenen Armen empfangen worden bin.“ Zur Beisitzerin wurde die bisherige Vorsitzende Maria Weber gewählt.

Trotz allen Veränderungen zeigte die KLJB auch Kontinuität: Nicolas Süß begrüßte einige Neumitglieder mit kleinen Geschenken, bevor er die Sitzung nach 1 ¾ Stunden schloss.


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