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Neuer Bundesverkehrswegeplan: Schwandorf zuversichtlich

Neuer Bundesverkehrswegeplan: Schwandorf zuversichtlich

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„Ich hoffe, dass der Ausbau der Metropolenbahn von Amberg über Schwandorf nach Tschechien bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans berücksichtigt wird“, erklärte Landrat Thomas Ebeling bei einem Gespräch am Mittwoch im Landratsamt. Ebeling empfing im Beisein von Oberbürgermeister Andreas Feller die beiden Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, und Karl Holmeier, die vom Leiter des Sachgebiets Straßenbau bei der Regierung der Oberpfalz, Josef Kreitinger, und Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach begleitet wurden.

 

Gegenstand des Gespräches war ein aktuelles Meinungsbild zu Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans, der am Mittwoch, 16. März, veröffentlicht wird. „Allein für Bayern stehen 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung“, freute sich MdB Ulrich Lange darüber, dass das Gesamtvolumen diesmal deutlich größer als bei früheren Fortschreibungen sei. Er erläuterte die unterschiedlichen Bedeutungen der Prioritätsstufen in den Bereichen Straße und Schiene. Während im Bereich Straße der Reihung große Bedeutung zukomme, sei es im Bereich Schiene bereits ein großer Erfolg, aus über 400 angemeldeten Maßnahmen aus ganz Deutschland zu denjenigen 55 zu gehören, die im Bundesverkehrswegeplan Berücksichtigung finden. In der Folgezeit ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu Verschiebungen zwischen dem vordringlichen (Phase 1) und potentiellen (Phase 2) Bedarf kommt.

Der örtliche Abgeordnete Karl Holmeier maß den von der Region angemeldeten Maßnahmen überörtliche Bedeutung zu. „Wir brauchen nach den Maßnahmen der Deutschen Einheit jetzt auch Maßnahmen der Europäischen Einheit“, forderte er. Neben der Metropolenbahn, deren Wichtigkeit von allen Sprechern betont wurde, brauchen wir auch bessere Schienenverbindungen nach München und den Ausbau der B 85 von Cham über Schwandorf nach Amberg. Es sei eine große Herausforderung, die Planungen soweit voranzubringen, dass Baureife besteht.

Landrat Thomas Ebeling sieht der Veröffentlichung des neuen Plans am Mittwoch gespannt, aber doch zuversichtlich entgegen. „Es gibt Signale, dass der gute Kosten-Nutzen-Faktor unserer Projekte honoriert wird“, meinte er. Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller forderte die Aufwertung des Bahnhofes in Schwandorf. „Als Eisenbahnkreuzungspunkt gehört Schwandorf modern und barrierefrei ausgebaut. Der ganze ostbayerische Raum wird damit aufgewertet“, zeigte er sich überzeugt.

Josef Kreitinger, bei der Regierung der Oberpfalz für alle Autobahnen sowie Bundes-und Staatsstraßen der Oberpfalz zuständig, berichtete von regelmäßigen Gesprächen der Arbeitsgruppe Verkehr mit der Region Pilsen. Diese Regionalkooperation habe sich gut bewährt. Stefan Noll beleuchtete das sehr hohe Verkehrsaufkommen auf der B 85, der gerade auch im Hinblick auf den Versatz zwischen der A 6 und der A 93 herausgehobene Bedeutung zukommt. Für die Fortführung der B 16 von Nittenau in den Landkreis Regensburg gäbe es bereits konkrete Planungen. Hier sei auch ein „2+1-Ausbau“ denkbar, also ein dreispuriger Ausbau mit abwechselnder Überholmöglichkeit. Diese Lösung hätte auch den Charme, dass sie aus Straßenunterhaltsmitteln verwirklicht werden könnte und deshalb nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden müsste.

Landrat Thomas Ebeling dankte den beiden Abgeordneten für ihren Einsatz. „Die bayerischen Interessen sind durch Sie in Berlin gut vertreten“, lobte er den schwäbischen Abgeordneten Ulrich Lange, der in Regensburg Jura studiert hatte, sowie den Wahlkreisabgeordneten Karl Holmeier. Um bei der Fortführung der B 16 anzuschieben, solle alsbald ein weiteres Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt stattfinden.

 

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