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Neuer Schlauchwagen für den Katastrophenschutz für Riedener Feuerwehr

Neuer Schlauchwagen für den Katastrophenschutz für Riedener Feuerwehr

2 Minuten Lesezeit (479 Worte)

Kommandant Rainer Salbeck und Gerätewart Thomas Reindl sind wie alle ihre Kollegen von der Riedener Wehr begeistert. Und sie haben allen Grund dazu: Am 28. September wurde der Feuerwehr Rieden ein neues Einsatzfahrzeug des Bundes, ein Schlauchwagen SW-KatS übergeben. „Eine super Sache, ein unwahrscheinlicher Gewinn für den Katastrophenschutz unseres Landkreises, der Region, aber auch für unsere Marktgemeinde und die Riedener Feuerwehr“, freute sich bei der Besichtigung Bürgermeister Erwin Geitner.

Sein Dank für die gute Zusammenarbeit, die es ermöglichte, dass das Fahrzeug in Rieden stationiert wurde, gelte Rainer Schmid, Fachbearbeiter für Katastrophenschutz am Landratsamt und Kreisbrandrat Fredi Weiß, der mit vor Ort war.

Der Schlauchwagen SW-KatS vom Aufbauhersteller Freytag, auf Basis eines MAN TGM Allradfahrgestells, sei eine Beschaffung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Derzeit wurden sieben, drei davon in Bayern, der 251 PS starken 14-Tonnen-Fahrzeuge vom Bundesinnenministerium – mehr werden folgen – an die Bundesländer zur Weitergabe an die Kreise und Kommunen ausgeliefert. Für diese Vergabestufe war auch der Landkreis Amberg-Sulzbach vorgesehen.

Das Fahrzeug, ausgerüstet für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken, verfügt über 2000 Meter B-Schläuche, eine Tragkraftspritze und weiteres feuerwehrtechnisches Gerät zur Herstellung einer Wasserentnahme. „Dieses Fahrzeug ist eine sehr gute Ergänzung für unser Konzept zur Wasserversorgung über längere Strecken, insbesondere im Bereich größerer Waldgebiete“, so Kreisbrandrat Fredi Weiß. Darum seit es auch logisch, dass der Neuzugang am Standort Rieden beheimatet wird.

Bild: Bürgermeister Erwin Geitner inspiziert mit Gerätewart Thomas Reindl die umfangreiche Fahrzeugausstattung. 

Bei den Riedener Einsatzkräften würden in den nächsten Wochen und Monaten umfangreiche Übungen anstehen. Diese seien notwendig, damit das Fahrzeug bei Anforderungen durch Land oder Bund auch entsprechend einsetzbar ist. Dies sei, so Weiß, eine weitere Aufgabe für die Kameraden der Feuerwehr Rieden, „die sich auch bereit erklärten an überörtlichen Einsätzen mitzuarbeiten“.

Bild: Vor dem Landgasthof „Zum Bärenwirt“ stand am Abend das Fahrzeug bereit und konnte vor der monatlichen Dienstversammlung der Feuerwehr-Führungskräfte des Landkreises besichtigt werden.

In der Zwischenzeit wird der SW-KatS natürlich auch im Landkreis und für gemeindeigene Aufgaben eingesetzt. Der Aufgabenbereich des Schlauchwagens liege fast ausschließlich, so Weiß weiter, in der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken, die insbesondere beim Ausfall des örtlichen Hydrantennetzes, im Katastrophenfall, bei Waldbränden oder sonstigen Großbränden notwendig werde. Das Fahrzeug könne aber auch bei anderen Feuerwehreinsätzen, die eine Wasserförderung erfordern, unterstützend eingesetzt werden.

Bei der monatlichen Dienstversammlung der Feuerwehr-Führungskräfte des Landkreises, im Landgasthof „Zum Bärenwirt“, stand das Fahrzeug zur Besichtigung bereit. 

Hintergrund:

Der Schlauchwagen für den Katastrophenschutz (SW-KatS) dient dem Transport von drei Mann Besatzung und einer feuerwehrtechnischen Beladung. Das Fahrzeug ist für Fahrten in leichtem Gelände vorgesehen und mit Allradantrieb ausgestattet. Der Schlauchwagen wird hauptsächlich zur Wasserversorgung über lange Wegstrecken eingesetzt. Hierzu werden insgesamt 2000 Meter B-Schlauch mitgeführt. Die Schlauchleitungen liegen zusammengekuppelt zu jeweils zehn Schläuchen à 20 Meter in einer Kassette. Die Leitungen der einzelnen Kassetten sind wiederum verbunden. So können bei langsamer Fahrt zwei Leitungen mit 1000 Meter Länge oder eine Leitung mit 2000 Meter Länge verlegt werden.

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