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Neuer Schulleiter im Schwandorfer Gymnasium

Neuer Schulleiter im Schwandorfer Gymnasium

2 Minuten Lesezeit (466 Worte)

Bahnt sich am Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium ein Perspektivwechsel an? Für Oberstudiendirektor Dr. Johannes Werner hat der „charismatische Einzelkämpfer“ keinen Platz mehr im Team. Der Schulleiter braucht vielmehr „vernetzte Lehrer in einem professionalisierten System“. Mit Bereitschaft zur Kooperation und zum Feedback. 

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Seit September ist Dr. Johannes Werner (57) Leiter des Gymnasiums mit 700 Schülern und 65 Lehrern. Ministerialbeauftragter Franz-Xaver Huber kehrte gestern an seine „alte, erheblich verjüngte ehemalige Wirkungsstätte“ zurück, um seinem Kollegen nun auch offiziell die Schulleitung zu übertragen. Nicht ohne zu betonen, welch hoher Anspruch mit dieser Position verbunden ist. „Man wird Sie am Ende beim Wort nehmen“, ist Franz-Xaver Huber überzeugt. Er traut dem Ausbildungslehrer, Theaterschauspieler, Fachautor und sozialengagiertem Pädagogen die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben zu. Ziel aller Beteiligten sollte es sein, die Jugendlichen zu weltoffenen, kompromissbereiten und gebildeten Menschen zu formen.

Was erwarten die Eltern vom neuen Schulleiter? Vorsitzende Gisela Zant bediente sich der Initialen der Schule. „c“ für cool und couragiert, „f“ für freundlich und „g“ für gerecht und geradlinig. Die Elternbeiratsvorsitzende überreichte dem neuen Schulleiter „einen Koffer voller Wünsche“ und Ehefrau Babette Stadler-Werner einen Blumenstrauß und meinte: „Die Eltern ziehen mit einem an einem Strang und wissen, dass die Entscheidungen nicht immer populär sein können“.

Landrat Thomas Ebeling und zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl wünschten dem neuen Chef am CFG eine glückliche Hand und versicherten: „Stadt und Landkreis sind stolz auf diese Schule“. Personalratsvorsitzender Matthias Haberl erwartet „eine ehrliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und eine Atmosphäre, „in der auch Kritik und Meinungsverschiedenheiten möglich sind". Der „erste Stress-Test“ stehe mit der nahenden Lehrerbeurteilung an.

„Muss dein Lehrer dein Schicksal sein?“ Mit dieser rhetorischen Frage leitete  Oberstudiendirektor Dr. Johannes Werner  seine Antrittsrede ein. Der Lehrer stehe heute unter einem hohen Erwartungsdruck und könne „seinem  charismatischen Anspruch“ nicht mehr gerecht werden. Deshalb sollte sich „ein professioneller Lehrer“ auf das konzentrieren, „was er gelernt hat“, einen fachlich fundierten Unterricht zu halten.

Der Lehrer sollte sich „vom Ideal“ verabschieden, die Strukturen überdenken und Mut zeigen. Hier erkennt Dr. Johannes Werner durchaus noch Potenzial an seiner Schule. Der Oberstudiendirektor möchte auch die Zusammenarbeit mit den außerschulischen Partner stärken. Da sieht er die Schule schon auf einem guten Weg. Orchester und Lehrerchor gestalteten die Feier musikalisch. Leiterin Stefanie Jehl hatte für die Beiträge das passende Motto gewählt: „Die Macht erwacht“.

Dr. Johannes Werner ist Jahrgang 1959, verheiratet, hat drei noch schulpflichtige Kinder und wohnt in Regensburg. Er studierte von 1978 bis 1984 in Regensburg und München  die Fächer Deutsch und Geschichte und leistete anschließend seine Referendarzeit in Regenburg und Neumarkt ab. Von 1987 bis 1996 war Dr. Johannes Werner Studienrat in Landsberg am Lech. An der Uni Augsburg promovierte er im Bereich „Deutschdidaktik“. Es folgten zehn Jahre Tätigkeit als Seminarlehrer für Geschichte (in Friedberg bei Augsburg) und Deutsch (Albrecht-Altdorfer-Gymnasium Regensburg). Seit 01. August ist der Oberstudiendirektor Leiter des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums. 

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