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Neues IFD-Büro in Schwandorf

Neues IFD-Büro in Schwandorf

3 Minuten Lesezeit (508 Worte)

Schwandorf. Aus dem einstigen Modellprojekt ist ein bayernweites Netzwerk zur Integration von Menschen mit Handicap geworden. Vor 20 Jahren übernahm die „Katholische Jugendfürsorge Regensburg“ im Auftrag des bayerischen Sozialministeriums die Trägerschaft für den „Integrationsfachdienst Oberpfalz“ und vermittelt seitdem Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt.

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Eine der fünf Außenstellen der „IFD Oberpfalz“ befindet sich in Schwandorf. Sie ist nun von der Ettmannsdorfer Straße in die Augustinstraße 4 umgezogen. „Der Beratungsbedarf steigt, deshalb haben wir uns vergrößert“, begründete Leiterin Marina Sobe die räumliche Veränderung. Pfarrer Hans Amann segnete am Donnerstag die Räume und betonte den Wert der Arbeit der „Katholischen Jugendfürsorge“.

KJF-Direktor Michael Eibl sieht den Integrationsfachdienst als Schnittstelle zwischen den Werkstätten für Menschen mit Behinderung und dem ersten Arbeitsmarkt. „Menschen mit Handicap brauchen unsere besondere Fürsorge“, betonte der Geschäftsführer der „Katholischen Jugendfürsorge“. Diese Zuwendung dürfe aber nicht in Bevormundung enden, sondern müsse den Betroffenen auch Freiräume zur Selbstentfaltung gewähren.

Für den Leiter des Inklusionsamtes an der Regierung der Oberpfalz, Wolfgang Eberl, ist der Integrationsfachdienst zu einem „unverzichtbaren Partner“ geworden, wenn es um die Sicherung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Schwerbehinderung gehe. „Die IFD ist in der Oberpfalz gut vernetzt“, versicherte Wolfgang Eberl bei der Einweihungsfeier. Das schaffe Vertrauen. Das Inklusionsamt beauftragte den Integrationsdienst im vergangenen Jahr in der Oberpfalz mit 828 Einzelfällen und förderte die Beratung und Vermittlung mit einem Betrag von 550 000 Euro. 

Die Regierung will den Integrationsdienst in Zukunft stärker in die Präventionsverfahren einbinden und damit dessen Zukunftsfähigkeit stärken. Wolfgang Eberl erkennt im Umzug in größere Räume ein Signal der IFD, diesen Weg mit gehen zu wollen. Im Büro in der Augustinstraße 4 sind die Integrationsberater Claudia Jung und Matthias Frieser die Ansprechpartner. Ihre Beratungs- und Vermittlungstätigkeit ist kostenlos. Telefonisch ist die Außenstelle Schwandorf über die Nummer 09431/3799140 zu erreichen.

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl hält es für wichtig, „dass Menschen mit Handicap ernst genommen und mit Respekt behandelt werden“. Eine Behinderung könne jeden treffen, so die Bürgermeisterin. Der IFD unterstütze die Betroffenen bei der Suche nach einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle und begleite sie bei der Eingliederung in den Berufsalltag.

Die Integrationsfachdienste sind bayernweit vertreten und haben im vergangenen Jahr 13 000 Menschen unterstützt. „Einen großen Teil der Arbeit der IFD-Berater macht die Sicherung der Arbeitsverhältnisse aus“, betont Marina Sobe. Sie und ihre Mitarbeiter suchen gemeinsam mit den Arbeitsgebern regelmäßig nach individuellen Lösungsmöglichkeiten. 

Auch die Agentur für Arbeit, die Jobcenter, die Rentenversicherungen und  die Unfallversicherungen greifen auf die Kompetenzen des Fachdienstes zurück. „Die Arbeitgeber schätzen, dass sie mit uns einen Ansprechpartner haben und alles aus einer Hand erledigt wird“, sagt Marina Sobe, die den Regensburger Dienst mit den Außenstellen in Weiden, Schwandorf, Amberg, Neumarkt und Cham leitet.

Die Integrationsfachdienste in den einzelnen Regierungsbezirken gehören zu verschiedenen Trägern. Sie befinden sich unter dem Dach der  Landesarbeitsgemeinschaft, die gegenüber der Politik mit einer Stimme spreche, so Marina Sobe. Der Dachverband definiere die Qualitätsstandards und entwickle für Bayern Projekte, zu denen beispielsweise der  Übergang-von der Förderschule in den Beruf gehöre. Nach dem Schulabschluss begleiten die IFD-Mitarbeiter die Absolventen in den Betrieben solange, „bis das Arbeitsverhältnis stabil ist“.

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