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Neues Parkhaus an der Marienstraße vorgestellt

Neues Parkhaus an der Marienstraße vorgestellt

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Amberg.  „Ende 2017 wird das Baufeld übergeben, voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni 2018 geht es mit den Tiefbauarbeiten los.“ Mit diesen erfreulichen Nachrichten zum geplanten Parkhaus an der Marienstraße warteten Oberbürgermeister Michael Cerny, der zuständige Projektleiter Dr. Bernhard Mitko sowie Geschäftsführer Stephan Pieper und Projektmanager Tim Schmidt von der Goldbeck Parking Services GmbH aus Bielefeld auf.

Auch der Verwaltungsleiter des Klinikums St. Marien Manfred Wendl, der seinen Konferenzraum für die Präsentation am Dienstag zur Verfügung gestellt hatte, atmete erleichtert auf. Schließlich ist diese Bekanntgabe, mit der man erstmals an die Öffentlichkeit trat, nicht nur der Endpunkt eines aufwendigen Ausschreibungsverfahrens, das die Stadt Amberg gewählt hatte, um den bestmöglichen Partner für die Zusammenarbeit bei diesem Mammutprojekt zu finden.

„Vor allem bedeutet dieser Moment eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft, deren erklärtes Ziel es ist, dem hohen Parkdruck rund um das Klinikum sowie um das Ärzte- und Dienstleistungszentrum Marienstraße ein Ende zu bereiten“, machte Oberbürgermeister Michael Cerny deutlich. Wie die Vertreter der Firma Goldbeck erläuterten, soll sich die Gesamtmaßnahme in zwei Bauabschnitte gliedern, deren erster Teil im kommenden Frühjahr in Angriff genommen wird.

Im Rahmen dessen werden insgesamt rund 860 Stellplätze errichtet. Davon entfallen circa 776 Stellplätze auf das neue Parkhaus, das neun Halbgeschosse umfasst. Hinzu kommen rund 84 Außenstellplätze, die auf dem bestehenden Parkplatz entstehen werden. Für das Parkhaus sind drei Einfahrten und zwei Ausfahrten geplant. Die Zu- und Abfahrt erfolgt zum einen über die Emailfabrikstraße, außerdem über die Regensburger Straße.

„Unser Anspruch ist es, besonders kundenfreundliche Stellplätze mit größerer Stellplatzbreite anzubieten“, betonte Geschäftsführer Stephan Pieper bei der Vorstellung des Projekts. Deshalb weisen die regulären Stellplätze eine Breite von 2,50 Metern auf, 150 der im ersten Bauabschnitt errichteten Stellplätze sind Komfortstellplätze mit einer Breite von 2,70 Metern. Außerdem werde es jeweils acht Stellplätze für Menschen mit Behinderung und für Mütter mit Kindern geben, auch werden rund zwanzig Fahrradstellplätze geschaffen.

Wie die Verantwortlichen von Goldbeck weiter erläuterten, werden in dem Parkhaus drei Treppenhäuser, ein Aufzug sowie eine öffentliche WC-Anlage zu finden sein. Highlight aber sei die Goldbeck-Lisenenfassade, die in Richtung Regensburger Straße angebracht wird. Sie besteht aus senkrecht gestellten Aluminiumprofilen, die beschichtet und mit zwei unterschiedlichen Motiven bedruckt werden, die noch ausgewählt werden müssen. Auch eine teilweise Begrünung der Fassade gehöre zum Gesamtkonzept.

Wie Tim Schmidt weiter informierte, soll die Stahlbaumontage des Gebäudes im Sommer 2018 erfolgen. Die Inbetriebnahme des neuen Parkhauses ist für Frühjahr 2019 geplant. Außerdem wurde im Gesamtkonzept bereits ein zweiter Bauabschnitt mit circa 430 Stellplätzen vorgesehen, der bei Bedarf durch eine Parkhauserweiterung auf der Fläche der Außenstellplätze errichtet werden kann. Den Autofahrerinnen und Autofahrern würde in diesem Fall am Ende ein Parkhaus mit mehr als 1.200 Stellplätzen zur Verfügung stehen.

Dass die Errichtung des neuen Parkhauses über einen im Juli 2017 geschlossenen Erbbaurechtsvertrag geregelt wird, auf diese Tatsache machte Dr. Bernhard Mitko aufmerksam. Dies bedeute, dass die Stadt Amberg auch in Zukunft Eigentümer des Grundstückes bleibt, dem Investor aber das Recht einräumt, auf dem Grundstück ein Parkhaus zu errichten und zu betreiben. Gleichzeitig sei in dem Vertrag festgeschrieben, dass die Errichtung und der Betrieb genauso vorgenommen werden müssen, wie es im Rahmen des Vergabeverfahrens auch angeboten worden ist.

Das alte Marienparkdeck bleibe während der gesamten Bauzeit vollständig in Betrieb. Dennoch werde es im Rahmen der Maßnahme zu einer Einschränkung kommen, so Dr. Mitko: „Ein Teil der derzeit auf der Freifläche vorhandenen Parkplätze steht in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung.“ Je nach Bauphase werden bis zu 80 der insgesamt 219 Stellplätze weiterhin nutzbar sein und bewirtschaftet werden. Außerdem fänden auf dem Gelände der Gewerbebau zwischen Regensburger und Schlachthausstraße rund 200 Fahrzeuge Platz.

„Dorthin sollen vor allem die Berufstätigen und Dauerparker ausweichen, damit die verbleibenden Parkplätze von den Besucherinnen und Besuchern des Klinikums und der Dienstleister an der Marienstraße genutzt werden können“, so das erklärte Ziel des Referatsleiters. Zudem hätten die Stadtwerke Amberg in ihrer Tiefgarage am Ziegeltor speziell für Pendler und Berufstätige attraktive Tarife eingeführt.

Auch in der Bahnhofstiefgarage der Stadtbau gebe es noch freie Kapazitäten. „Angesichts dieser Auswahl sollte sich die Gesamtsituation während der Bauzeit nicht verschlechtern“, stellte Dr. Mitko abschließend fest. Nach der Fertigstellung des Parkhauses seien deutlich mehr Parkplätze als bisher vorhanden – auch wenn das alte Marienparkdeck dann geschlossen werden muss, nachdem eine detaillierte Untersuchung ergeben hat, dass eine notwendige Sanierung unwirtschaftlicher als ein Neubau gewesen wäre.

 

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