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1993 Eine Luftaufnahme der Stadt Schwandorf aus dem Jahre 1993 zeigt einen Teil des Marktplatzes und unmittelbar dahinter das Schmidt-Bräu-Gelände (Quelle: © Stadtarchiv Schwandorf)

Online-Symposium Industriekultur - auch in Schwandorf

4 Minuten Lesezeit (815 Worte)

Schwandorf. In Bayern und Tschechien allgegenwärtig, und doch oft übersehen und geringgeschätzt sind die Spuren der Industriegeschichte. Der Frage, wie Industriedenkmäler nach dem Ende ihrer ursprünglichen Funktion mit neuem Leben gefüllt werden können geht das Online-Symposium „Industriekultur: Kulturelle (Um)Nutzung von Industriedenkmälern" des Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) und der Kulturstadt Schwandorf am 29.04.2021 ab 10 Uhr nach. Gute Beispiele gibt es in den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen bereits – und auch zahlreiche grenzüberschreitende Verbindungen.


Der Impuls für das Symposium Industriekultur kam aus Schwandorf. „Schwandorf hat mit dem Schmidtbräu-Gelände eine Industriebrache in zentraler Lage. Da lag es nahe, das Projekt Kulturstadt Bayern-Böhmen zu nutzen, sich in den Nachbarregionen nach Anregungen für eine künftige Nutzung umzusehen", so die 2. Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf, die das Symposium mit einem Grußwort eröffnet.

Spricht man in Bayern und Böhmen über Industriekultur, geht der Blick nicht selten donauabwärts – nach Linz, wo Industrie, Kunst und Kultur eine einzigartige Symbiose bilden. In seiner Keynote teilt Prof. Georg Steiner, Tourismusdirektor in Linz und ehemaliger Geschäftsführer des Tourismusverbands Ostbayern, seine Ideen mit den Teilnehmern des Symposiums. Zurück in die Oberpfalz holt die Teilnehmer dann Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl mit seinem Kurzvortrag.

In der anschließenden Paneldiskussion richtet Moderatorin Julia Weigl-Wagner gemeinsam mit ihren Gästen Dr. Martin Kammerer (IHK), Wolfgang Dersch (Kulturreferent der Stadt Regensburg), Mgr. Petr Michalec (Abt. Kultur, Denkmalschutz und Tourismus des Bezirks Pilsen) und Mgr. Tomáš Raboch (tschechischer Repräsentant der Europäischen Route der Industriekultur ERIH) den Blick auf die bayerischen und tschechischen Nachbarregionen. „Uns interessieren die Chancen, die sich grenzüberschreitend aus dem Industriekulturerbe und der Zusammenarbeit ergeben", so CeBB-Leiterin Dr. Veronika Hofinger, die mit Programmkoordinator David Bender durch die Veranstaltung führt.

Die Kultur- und Kreativzone DEPO2015 im ehemaligen Depot der Pilsener Verkehrsbetriebe, das Staatliche Porzellanmuseum Porzellanikon in Selb oder das Kulturzentrum in der ehemaligen Papiermühle in Písek in Südböhmen sind nur einige Beispiele, wie Industriebauten in öffentlich zugängliche Kulturorte umgewandelt werden können. Mit ihrem ganz eigenen Charme aus Funktionalität, Großzügigkeit und Ästhetik vergangener Zeiten bieten sie einen idealen Rahmen für Kreativität und Innovation im Kulturbetrieb. Im Symposium stellen Jiří Suchánek (DEPO), Anna Dziwetzki (Porzellanikon) und Adam Langer (Papiermühle) vor, wie die Umnutzung gelang.

In Diskussionen und zwei Workshops am Nachmittag sind die Teilnehmer gefragt. Tomáš Raboch lädt die Teilnehmer unter dem Workshoptitel „Industriekultur ohne Grenzen" ein zu diskutieren, welche Potentiale und Ansatzpunkte für die regionale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu finden sind. Dr. Christina Lanzl (Oberpfälzer Künstlerhaus) widmet ihren Workshop „Kunstorten in Industriedenkmälern" und lädt zu einer vertieften Diskussion guter Beispiele aus Bayern und Tschechien ein.

Veranstalter ist das Centrum Bavaria Bohemia in Zusammenarbeit mit der Kulturstadt Bayern-Böhmen Schwandorf. Das Symposium wird simultan gedolmetscht. Der Teilnahmelink ist auf www.bbkult.net zu finden. Anmeldungen zu den Workshops nimmt Ivana Danisch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. +49 9674 924877) entgegen.

Das Online-Symposium Industriekultur ist ein Vorbote des grenzüberschreitenden Online-Festivals Woche der Nachbarn. Das Centrum Bavaria Bohemia und die Stadt Schwandorf laden vom 12. bis 15. Mai zu Kulturgenuss und Begegnung auf eine interaktive Event-Plattform ein. Nach der Eröffnung am 12. Mai um 15 Uhr dürfen sich die Besucher auf eine Zirkusvorstellung, Konzerte, Kultur- und Tourismustipps, Kunsthandwerk und Mitmachangebote aus den sechs Regionen Oberfranken, Karlsbad, Oberpfalz, Pilsen, Niederbayern und Südböhmen freuen.

Das Projekt Kulturstadt Bayern-Böhmen wird vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, dem Landkreis und der Stadt Schwandorf und der Kulturstiftung Bavaria Bohemia finanziert. Das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee setzt das Projekt um und fungiert als zweisprachiges Kontakt- und Informationszentrum. Die CeBB-Website www.bbkult.net bietet umfassende Informationen zum kulturellen Leben an der bayerischen und tschechischen Grenze.

Ansprechpartner im Centrum Bavaria Bohemia:

Dr. Veronika Hofinger, Projektleiterin, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 09674 924877

David Bender, Programm- und Projektmanagement Kulturstadt Bayern-Böhmen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 09674 924877

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Ein Bauplan aus dem Jahre 1904 zeigt die Umbaupläne der Brauerei Schmidt-Bräu in Schwandorf. Für das Gelände wird nun eine neue Nutzung gesucht (Quelle: © Stadtarchiv Schwandorf)
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