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Oskar Schindler-Ausstellung in der Realschule Regenstauf

Oskar Schindler-Ausstellung in der Realschule Regenstauf

2 Minuten Lesezeit (357 Worte)

Regenstauf. In der Aula der Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule Regenstauf wurde die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Oskar und Familie Schindler“ eröffnet.

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Die Eröffnung erfolgte durch die Biografin von Oskar Schindler, Frau Professorin Erika Rosenberg aus Buenos Aires, Argentinien. Oskar Schindler ist weltweit bekannt geworden durch den Film „Schindlers Liste" von Steven Spielberg. Er hat damit Schindler ein Denkmal für die Errettung vieler Juden gesetzt.

Bild: Professorin Erika Rosenberg aus Buenos Aires

Erika Rosenberg war persönlich mit den Schindlers befreundet. Sie erforschte das gesamte Leben der Familie Schindler. Viele bisher unbekannte Tatsachen brachte sie mit ein. Die Ausstellung geht über die Kindheit, Heirat mit der Klosterschülerin Emilie Pelzl, sein Leben und Arbeiten in 3. Reich, die Rettung der weit über 1000 Juden und auch sein Leben nach dem Krieg.

Im Herbst 1944 ließ Schindler die Namen von fast 1000 Personen auf eine Liste setzen. Auf dem Häftlingsverzeichnis vom 18. April 1945 finden sich auf 19 eng beschriebenen Seiten die Namen von 297 jüdischen Arbeiterinnen und 781 jüdischen Arbeitern: „Schindlers Liste“. In Schindlers Werk arbeiteten zusätzlich Häftlinge aus den von Madritsch aufgegebenen Fabriken sowie Zwangsarbeiter der bei Brünnlitz gelegenen Schuhfabrik „Bata“. Oskar und Emilie Schindler konnten also das Überlebenvon 1200 Jüdinnen und Juden sichern.

Diese Ausstellung zeigt in ungeschminkter Weise, in welchen Zwiespalt auch Schindler lebte. Ein Lebemann, aber auch einfach nur Mensch. Oskar Schindler wurde für seine Taten in Yad Vashem geehrt. Seine Taten, wären wohl nicht ohne seine Frau Emilie so geschehen, wies Frau Prof Rosenberg hin. Sie stand aber immer im Hintergrund. Frau Schindler prägte den Satz: “Wir waren keine Helden. Wir haben nur getan, was wir tun mussten.“

Die Konrektorin, Frau RSKin Luitgard Gregori-Erl hat die Ausstellung nach Regenstauf geholt. Harald Zintl von der FES war sofort bereit, diese Ausstellung nach Regenstauf zu bringen. Bürgermeister Siegfried Böhringer freute sich darüber, dass diese Ausstellung an der Schule ohne Rassismus in Regenstauf gezeigt wird, da sie allein schon mit ihrem Namen ein besonderes Verhältnis zu den Verbrechen des 3. Reiches zeigt. Leider gibt heute schon wieder viele Menschen, die Rassismus und Ausgrenzung bejubeln.

Die Ausstellung kann während der Schulzeiten, zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr besucht werden.

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