Parkplatzsuche in Amberg wird einfacher

Autofahrer, die sich auf dem Weg in die Amberger Innenstadt befinden, erkennen ab sofort sehr schnell, in welchem Bereich ihnen wie viele freie Parkplätze zur Verfügung stehen. Möglich macht es das neue Parkleitsystem, das aus 15 Standorten mit statischen und 20 respektive derzeit noch 19 Plätzen mit dynamischen Anzeigetafeln besteht, die an den Einfallsstraßen und Parkplätzen angebracht wurden.

 

Am Mittwoch erfolgte der Startschuss für das dynamische System, das – je näher man den einzelnen Stellflächen oder Parkhäusern kommt, in umso genauerer Anzahl – die freien Plätze anzeigt. In diese Zählung wurden fast alle der um das „Ei“ herum befindlichen Stellplätze aufgenommen. Nur die Flächen der Altstadt und der Parkplatz an der Ostbayerischen Technischen Hochschule sind darin nicht enthalten. Insgesamt wurden dabei 1800 Parkplätze an acht Standorten erfasst. „Unser Ziel war es, das System so einfach wie möglich und verständlich zu gestalten“, machte Baureferent Markus Kühne bei der Vorstellung deutlich.


Drei Gründe waren nach Auskunft von Oberbürgermeister Michael Cerny ausschlaggebend dafür, das vom städtischen Tiefbauamt konzipierte und schließlich zusammen mit Fachfirmen ausgearbeitete und umgesetzte System zu installieren. So sei es dem Stadtrat bei seinem Votum dafür nicht nur darauf angekommen, darzustellen, wieviel Parkraum in Amberg zur Verfügung steht und wie der Autofahrer möglichst bequem auf direktem Weg zum nächsten freien Parkplatz gelangt, sondern etwa auch darauf, die Ziegeltorgarage bekannter zu machen.


„Selbst viele Ambergerinnen und Amberger wissen nicht, dass sich hier am Pfalzgrafenring ein öffentliches Parkhaus befindet, das zudem sehr großzügig ausgelegt wurde und über breite Zufahrten verfügt““, betonte der Oberbürgermeister. Die Frage bezüglich des Rufs nach mehr Parkraum in der Innenstadt lasse sich dadurch allein aber nicht lösen, merkte Michael Cerny außerdem an. Vielmehr werde der Stadtrat die Antwort darauf geben müssen, wie sich die Stadt in Zukunft weiterentwickeln soll. Wie die Erfahrung zeige, gelte die Prämisse „je kleiner die Stadt, desto kürzer müssen auch die Wege sein“.


Der Leiter des städtischen Tiefbauamtes Norbert Füger und Paul Witt, zuständiger Ingenieur in dem Amt, teilten mit, dass die ursprünglich geplanten Kosten um rund 80.000 Euro auf zirka 600.000 Euro gesenkt werden konnten. Außerdem wurde die Maßnahme mit Mitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) in Höhe von 250.000 Euro gefördert. Was außerdem auffällt ist, dass mit der Einführung des Systems bei den Einfahrten zu den angeschlossenen Parkplätzen gelbe Abgrenzungsschienen angebracht wurden. Sie dienen dazu, Ein- und Ausfahrtswege voneinander zu trennen und auf diese Weise sicherzustellen, dass die Bodenschleifen, über die die Zählung der zu- und abfahrenden Autos erfolgt, den Verkehr ordnungsgemäß registrieren können.