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gienger-azubiSTA_30712 Daumen hoch: Die neuen Azubis und Geschäftsführer Florian Schmidt (auf dem Lkw-Sitz) mit Corona-Regeln konformem Abstand. Bild: Günter Staudinger

Perspektive für 20 junge Menschen: Ausbildungsstart bei GIENGER REGENSBURG KG in Regenstauf

3 Minuten Lesezeit (628 Worte)
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Regenstauf. „Wir wollen eine Perspektive für junge Leute schaffen", sagt Florian Schmidt, persönlich haftender Gesellschafter der GIENGER REGENSBURG KG. Als er am Dienstag 20 neue Azubis in dem Großhandelsbetrieb für Haustechnik begrüßt, weiß er sehr genau, wovon er da spricht. Schließlich liegt an diesem 1. September sein eigener Ausbildungsbeginn bei GIENGER genau 20 Jahre zurück. Die große Niederlassung vor den Toren Regensburgs ist seit zehn Jahren sein Wirkungsfeld. Zuvor hat er die GIENGER-Welt in Erlstätt, Nürnberg, München, Rosenheim („da war ich im Außendienst") und in den Großstädten Österreichs kennenlernen dürfen.


Motiviert, neugierig und hoffnungsfroh schauen die neuen Azubis aus der Wäsche, der eine vielleicht noch ein bisschen schüchtern, die andere ein wenig forsch. Schmidt bricht das Eis spätestens, als er für das Pressefoto auf den Bock des Lkws klettert.

Egal, in welchem Berufsfeld die jungen Menschen nun ausgebildet werden – zunächst dürfen sie im Herzstück des Betriebs, im hoch organisierten Lager, von der Pike auf lernen, wie der Betrieb funktioniert (inklusive Staplerschein für alle). Schließlich werden rund 90 Prozent der 54 Lehrlinge, die insgesamt am Standort fürs Berufsleben gerüstet werden, später weiter bei GIENGER arbeiten. „70 Prozent der rund 250 Mitarbeiter, die wir hier haben, haben auch bei uns gelernt", so Schmidt. Dank der hohen Betriebstreue darf er an diesem Dienstag auch noch 16 Jubilare ehren.

Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement, klassische Ausbildung oder duales Studium, Zusammenarbeit mit der IHK-Akademie: Die Möglichkeiten sind vielfältig beim renommierten Großhändler für Sanitär, Heizung, Klima und Lüftung. Wenn er dagegen die Jugendarbeitslosigkeit im europäischen Ausland betrachte, bedrücke ihn das, so Schmidt. Auch hierzulande sei es schade, dass es viele Betriebe gebe, die heuer wegen der Pandemie-Unsicherheit nicht ausbilden können. „Das wird uns in einigen Jahren auf die Füße fallen", sagt er.

Für jeden Manager sei die Corona-Lage ein Kurs von schwierigen Entscheidungen, die man vielleicht zwei Stunden nach dem Beschluss bereits wieder revidieren müsse. Umso mehr freute er sich, dass er nach den Vorstellungsgesprächen, die bereits ab Oktober und damit weit vor dem Ausbruch der Pandemie in Europa liefen, niemandem der vorher mit einer Zusage versehenen Lehrlinge mehr absagen musste. Seine Firma habe die Krise bis jetzt sehr gut überstanden – in der Baubranche gibt es viel zu tun.

Investoren suchen die sichere Anlage, Privatleute betreiben das, was Schmidt „Eigenheim Cocooning" nennt. Und zum Wohlgefühl des eigenen Nestes gehören nun einmal ein tolles Bad und eine funktionierende Heizung. Daher klopften die Handwerker und Baufirmen der Region – die Kunden der GIENGER REGENSBURG KG – spätestens ab Mai wieder laut an die Türe und bescherten gut gefüllte Auftragsbücher.

Der zweite Grund für den guten Kurs, den die Firma auch in diesem besonderen Jahr fährt, findet ihr Chef in der „großartigen Teamleistung" seiner Belegschaft. Für sämtliche Maßnahmen, die teilweise sehr kurzfristig umgesetzt werden mussten, zeigten seine Mitarbeiter volles Verständnis und arbeiteten voller Elan an der Umsetzung. So konnte beispielsweise die Ausstellung schon nach wenigen Wochen wieder geöffnet werden.

Die ist auch am 1. September gut besucht. Die Kunden – Handwerker und junge Familien – tragen Mund-Nasen-Schutz, achten auf die Abstände und informieren sich sichtlich stressfrei über die Möglichkeiten, aus Bad und WC Wellnesstempel und Wohlfühloasen zu gestalten. Eine neue Art der Normalität hat Einzug gefunden – und die 20 Neuen lernen sie von der Pike auf.

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